320) Erfrischende Videokonferenzen – Vol 2

Die Homeoffice-Regelungen fallen, Firmen ebnen den Weg zurück in die Büros. Alles ganz nett, aber virtuelle Konferenzen werden uns wohl für immer erhalten bleiben. Nicht schlimm, hatte ich ja vor Corona auch schon. Aber nun bin ich nach zwei Jahren Homeoffice noch in ein Projekt gerutscht, wo man ständig die Kamera anschaltet. Widerlich.

Ich meine, es ist ja ganz nett, die Kollegen mal zu sehen, aber das fesselt mich nun ständig an den Rechner. Ätzend. Vorher konnte ich mit dem Headset wenigstens durch die Bude laufen.

MS Teams, Zoom und andere Provider, bringen zwar regelmäßig neue Features raus, aber eigentlich voll an meinem Bedarf vorbei.

Hier fünf weitere Ideen für eine atemberaubende User Experience:

  1. Warum gibt‘s bei den „Reaktionen“ nur Daumen hoch, Beifall und Handzeichen? Ich bräuchte bitte Daumen runter, Augen-Rollen, Nervensäge, Piepvogel, Schnaufen und Gähnen.
  2. Hintergrundbilder gibt‘s ja nun schon länger und mittlerweile werden auch die Ohren nicht mehr abgeschnitten. Aber wann kommen endlich Vordergrundbilder? Wann kann ich mich „ganz aktiv“ einblenden, aber nebenbei mal herzhaft in die Pizza beißen oder ein Power-Nap machen?
  3. Und wenn schon Kamera gefordert ist, dann doch bitte eine Action-Cam, die ich mir auf den Kopf setzen kann und die dann meine Hackfresse filmt. Dann kann ich mich wenigstens vom Platz wegbewegen.
  4. Dann hätte ich gerne noch Sound-Effekte, die ich für alle Teilnehmer einspielen kann. Bohrgeräusche beim Nachbarn, nervende Kinder mit Hausaufgaben oder das Klingeln des Paket-Boten. „Sorry, warte mal, muss kurz weg. Gleich wieder da.“
  5. Und dann noch einen Lügendetektor für Abwesenheitsmeldungen der Kollegen. „Bin auf einem Innovation-Workshop und kann keine Anfragen beantworten“ wird dann übersetzt mit „Bin unterwegs … weiß gar nicht genau worum es geht … werde Kaffee trinken, das Buffet leer fressen, Selfies machen und dann einen völlig belanglosen Beitrag bei LinkedIn posten.“

Ja, Videokonferenzen könnten so echt an Unterhaltungsqualität gewinnen, finde ich  😉

<—304) Erfrischende Videokonferenzen – Vol 1

8 Kommentare zu „320) Erfrischende Videokonferenzen – Vol 2

  1. Wie wäre es mit einem Sensor, der registriert, wenn mein Gesicht einschläft und einen Knuff in die Seite auslöst, damit ich wieder zu mir komme?

    1. Tach Anke, ich habe das mal mit den Entwicklern vorgeklärt. Das „in die Seite knuffen“ ist software-seitig nicht so einfach umsetzbar, weil es dazu zusätzliche Hardware auf User-Seite benötigt. Alternativ könnte man aber leichte Stromstöße über die Maus oder über die Kopfhörer an den User schicken. Ok?

    1. So ein schönes Studio habe ich leider nicht, zumindest nicht in echt, da muss ich auch auf die vorgefertigten Bilder von Microsoft zurückgreifen. Aber auch die entsprechen nicht ganz dem Zeitgeist. Denn in den heutigen Studios, muss mindestens ein Rennrad an der Wand hängen und eine Kiste vegane Fair-Traid-Limo zu sehen sein. Sonst ist man nicht hipp 😉

      Grüße aus

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