37) Postkarte aus Oder-Spree

Liebe Leser,

Auch die zweite Urlaubswoche verbrachten wir ohne Flugscham, Zeitverschiebung, Währungswechsel und Magenverstimmung. Heimatnah. Zwischen Oder und Spree. 

Nachfolgend ein kurzes Gedicht … ein wahres Unikat … ihr werdet sehen.

Und ein paar Bilder gibts natürlich auch.

Viele Grüße und bis bald

T.

PS1: Besonderen Gruß an Sovely von https://murmelmeister.com und ihren jüngsten Beitrag https://murmelmeister.com/2020/07/25/a-longing-postcard/

PS2: Ganz ganz besonderen Gruß an meine junge Co-Dichterin 😉

Grüße von Oder-Spree

Gerade noch oben an der See
Ging’s zurück ins Brandenburgischeeee
Zum See mit kleiner Hütte
Und freundlichem Gemücke

Um nicht nur zu Daddeln
Ging‘s Baden und auch Paddeln
Der Sohn fing nen Fisch
War zu klein für den Tisch

Tochter mochte Buch und Liege
Aber nicht die kleine Fliege
Jetzt liegen wir im Bett
Und dichten beide nett

Draußen doch sehr frisch
Hier drin sehr kuschelisch
Liegen in warmen Kissen
Wollens nicht mehr missen

Nur der Kopf guckt raus
Wie ne Schnecke aus`m Haus
Draußen rauschen die Bäume
Freuen uns auf süße Träume

 

Und nun noch die Outtakes (die waren einfach zu schlecht … es war schon spät):

Sohn fängt ne Rotfeder
Dann noch eine, etwas späder

Vater schimpft, wo ist mein Handy?
Na Mann, darauf schreibt die Mandy!

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36) Postkarte vom Darß 2

Schon wieder ein Postkarte vom Darß? Gab‘s da nicht erst kürzlich eine? Ja, die gab es. Im Oktober letzten Jahres (> hier). Dieses Jahr ist alles etwas anders, also müssen auch meine Postkarten nachziehen. Weniger nachdenklich, weniger skurril, dafür aber um so mehr Reim…

Eigentlich wollt´ ich nach Korsika
Da wo ich noch niemals war
Aber nun wegen SARS
Ging’s auf‘n Darß

Und dorthin, unsere Reise
War sparsam, eher leise
Kein Flug mit Check In
Fuhren mit dem Auto hin

Schöner Flecken Erde
Fische, Kühe, Pferde
Und nackig darf man baden
Fahrrad stärkt die Waden

Nur der Netzausbau
War´n bisschen mau
Musste zur Verwaltung
Für ´ne schnelle Leitung

Verbrachten schöne Tage
Irgendwie vertraut, keine Frage
Frag mich, was wird nächstes Jahr
Klappt‘s dann mit Korsika?

Das war‘s, Grüße vom Darß

T.

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35) Postkarte aus Südafrika

Und eine weitere Postkarte kommt mit erheblicher Verspätung bei euch an. Vor gut 15 Jahren verschlug es uns nach Südafrika. Im Jahr 2004. Nelson Mandela weilte noch auf Erden, das iPhone gab’s noch nicht, Polen, Tschechien, Slowakei und weitere Staaten Osteuropas traten der EU bei. George W. Bush wurde für die zweite Amtszeit wiedergewählt. Was würde ich heute dafür geben …

Highlights der Reise

  • Kruger National Park
  • Kapstadt, Tafelberg, Kap der guten Hoffung
  • Weinregion nördlich Kapstadt
  • Swartberge
  • Wale bei Hermanus
  • Garden Route
  • Knysna und die einsame Lodge (>hier lesen)

Literatur:

  • Der Lange Weg zur Freiheit (Nelson Mandela) .. wat sonst.

Komfort-Zone verlassen:

  • Mit einem VW Golf 1 im Links-Verkehr durch Johannesburg
  • Einsame Schotterpisten und die Angst um die Reifen
  • Pannenhilfe und Reifenwechsel mit Löwen im Rücken (>hier lesen)
  • Mit einem VW Polo (in weiß natürlich) unüberlegt links abbiegen und auf einen Township zu fahren … brennende Tonnen sehen … und nun ?

Ein paar Bilder:

 

Skurrile Schilder, weisen auf dies und das hin.

Auch wenn man nicht der große Hobby-Zoologe ist, der Kruger Park ist schon eine große Nummer

Kapstadt und Umgebung allein sind schon eine Reise wert

Wilde life unterwegs

Egal ob auf wilden Schotterpisten …

… oder gigantischen Küstenstraßen …

…es gibt überall großartige Bilder zu sehen.

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113) Dienstreisen BC – Teil 3

<— hier geht’s zu Teil 2

Tja … und irgendwann war man dann halt eingeschlafen. Im Hotelbett. Ganz allein. Damals, vor Corona, als wir noch reisen durften, unser müdes Haupt auf zu dünne oder dicke Kissen legten und der Fernseher die halbe Nacht durch lief.

Und weiter geht‘s:

06:15 Uhr: Entweder klingelt der Wecker im Handy, Koffer poltern über den Flur oder die Sonne scheint durch den zu knappen Vorhang. Man wird wach. Aufstehen, wieder über diese doofe Dusche schimpfen, einen Fön suchen und sich fragen, wie man den Dreck des Vortags von den Schuhen bekommt

06:45 Uhr: Hinunter zum Frühstück, Zimmer-Nummer ansagen, Platz suchen, Kaffee besorgen, Rührei, Brötchen organisieren und Joghurt mit Obst fürs reine Gewissen. Ein Fremder will sich gegenüber setzen und eine Chinesische Reisegruppe stürmt das Buffet (… beides undenkbar heute oder?)

07:15 Uhr: Wieder rauf aufs Zimmer, fertig machen, Klamotten packen, Koffer und Tasche schnappen und dann zum Checkout. Anstehen, zum 100-sten Mal die Rechnungsadresse diktieren, fremde Kugelschreiber anfassen (… pfuiiii!) und dann Abmarsch zur Bahn.

07:30 Uhr: Irgendeine U-Bahn-Linie ist ausgefallen. Gedränge am Bahnsteig, dicht an dicht (… widerlich). Endlich kommt eine Bahn, alle rein da. Egal wie. Muss irgendwie gehen. Gegebenenfalls schieben, aufrücken, pressen und dichter zusammenrücken. „Hatschi!“. Gesundheit!  (…ekelig!)

08:15 Uhr: Ankunft im Office, Meeting vorbereiten, Teilnehmer begrüßen und dann die Agenda durchziehen wie geplant. Auf jeden Fall immer auf die Uhr trommeln, denn spätestens 16:20 Uhr muss ich den Hof verlassen, um meinen Flieger zu erreichen.

16:20 Uhr: So Leute, Tschüss, muss los! Hände schütteln, Schulter klopfen (… spread, spread, schmier, schmier …). Jetzt aber flott. Die Ernüchterung folgt am Ostbahnhof. Ein Vorfall auf der Strecke. Soll ich der alternativen Streckenempfehlung folgen, ein Taxi mit vier anderen teilen (… no way!) oder einfach abwarten? Jedes Mal eine kleine Lotterie. Egal was man macht, man hätte es auch anders machen können.

Im besten Falle erreicht man seinen Flieger und ist erst einmal happy. Bei Ankunft warten die nächsten Überraschungen.  Aber lest selbst.

Zu Erinnerung hier ein paar passende Beiträge aus alten Zeiten:

 

Ende der Serie

112) Dienstreisen BC – Teil 2

<— Hier geht’s zu Teil 1

Tja und dann liebe Kinder … dann war man halt irgendwann da. Ganz einfach. Der Zug fuhr am Zielbahnhof ein oder man krachte auf eine Landebahn und wurde in die Gurte gepresst. So war das damals. Damals vor Corona. Als wir noch auf Dienstreisen waren, um Kollegen zu treffen. So richtig treffen. Ja stellt euch das mal vor.

Und weiter geht‘s:

08:00 Uhr: Jacke schnappen, Tasche greifen, Koffer holen, warten, warten, Ausgang suchen, manchmal Passkontrolle, vielleicht noch Geld wechseln, Bahn suchen, Taxi suchen und irgendwie durchschlagen. (All die Haltestangen und Knöpfe die man da gedrückt hat … Ihhhhh Pfui!)

10:00 Uhr: Beim Meeting ankommen, Hände schütteln (stellt auch das mal vor!), Kaffee trinken, in fremde Kekspackungen greifen (ja echt!) und dann den ganzen Tag in einem Raum zusammenhocken. Wenn es ganz dicke kommt, dann ohne Fenster (Ekelhaft!).

12:00 Uhr: Lunch in einer Kantine. Brechendvoll. Warteschlangen an der Ausgabe und noch einmal an der Kasse. Tabletts, Teller, Besteck wechseln von Hand zu Hand. Wollen Sie mal probieren? Bitte greifen sie doch zu! (What? …. unglaublich!)

13:00 Uhr: Fortsetzung des Meetings bis die ersten müde wirken oder irgendwer den Tag für beendet erklärt

18:00 Uhr: Abmarsch Richtung Hotel, wieder durch die halbe Stadt, einchecken, Meldeschein zum tausendsten Mal ausfüllen, Zimmer finden, Klamotten notdürftig auspacken, Jeans anziehen und dann weiter ab zum Dinner. Oft im Team. Ja im Team. In einer Kneipe. Drinnen! (Würg…)

22:30: Seit 04:00 Uhr auf den Beinen, hundemüde zurück im Hotel, vielleicht noch ein paar Nachrichten, etwas abhängen und die Überraschungen auf dem Hotelzimmer genießen. Lichtschalter die keiner kapiert, Zig Kissen die niemand braucht und Bettdecken, die im Nu völlig verwurschtelt sind.

Aber lest selbst …

Zu Erinnerung hier ein paar passende Beiträge aus alten Zeiten:

—> Hier geht’s zu Teil 3

111) Dienstreisen BC – Teil 1

Mensch, was waren das noch für Zeiten, oder? Dienstlich verreisen. Damals vor Corona. „BC“, quasi. Bevor wir es vollkommen vergessen, hier ein paar Erinnerungen aus der Mottenkiste.

04:15 Uhr: Weckerklingeln, Aufstehen, Dusche und Bad, drei Espresso, eine Scheibe Toast, Koffer-Finale, Hemd, Anzug, Gürtel, Schuhe, Laptop, Telefone, Kopfhörer und dann runter zum Taxi.

05:00 Uhr: Fahrt nach Tegel, draußen ist es duster, es laufen immer noch Party-Gänger durch die Stadt, ich gebe mich wortkarg, der Taxi-Fahrer stimmt zu einem Gespräch an, ich bleibe sparsam an Worten.

05:25 Uhr: Ankunft Airport Tegel, Bezahlen, Koffer und Jacke schnappen, Anstehen, Sicherheitskontrolle, Duty Free, Wasser kaufen, hinsetzen, warten, nachdenken, gucken, nachdenken.

05:50 Uhr: Aufruf zum Boarding, aufstehen, hinsetzen da noch nicht dran, wieder aufstehen, der Herde folgen, Handy über Scanner halten, durch die Brücke zum Flugzeug gehen … ODER … die blöde Variante … Bus-Zubringer.

06:00 Uhr: Koffer oben rein, Jacke oben drauf, Hinsetzen, „Darf ich mal“, Aufstehen, Hinsetzen, Aufstehen, Hinsetzen, Kopfhörer, Podcast oder Musik, Flug-Modus ein.

06:20 Uhr: Türen zu, Sicherheitsunterweisung, Rollen, Stopp, Warten, Rollen, Stopp, Warten, Lärm, Ruckeln, Schütteln, Abheben, Räder rein. Bing. „Bitte noch sitzen bleiben, bis die Anschnallzeichen …“. Bing

So ungefähr ging es für mich die letzten 20 Jahre alle zwei, drei Wochen irgendwo hin. Meistens im Inland, manchmal auch ins Ausland. Nicht dass ich da mit Blick auf die CO2-Bilanz besonders stolz drauf wäre, auf die Work Life Balance schon gar nicht. Ich stehe auch nicht gern kurz nach 04:00 Uhr auf und verspüre auch kein gesteigertes Bedürfnis, eingequetscht auf einem Mittelplatz zu sitzen.

„Na, sei doch froh. Jetzt, mit Corona hat sich das doch erledigt …“, mag der Leser da sagen. Ja, schon irgendwie. Seit 11 Wochen habe ich keinen Flieger und keinen Zug betreten. Keinen schlechten Kaffee getrunken, mir nicht die Beine in den Bauch gestanden und keine Belege gesammelt, um die Kohle später wiederzubekommen. Das klingt schon befreiend, ja.

Aber irgendwie … ehrlich gesagt … vermiss … , … ja ich vermisse es.

Ich würde echt gern mal wieder um 04:00 Uhr aufstehen und irgendwo hinreisen.

Zu Erinnerung hier ein paar passende Beiträge aus alten Zeiten:

—> Hier geht’s zu Teil 2

 

 

34) Postkarte aus Thailand

Es regnet leicht draußen und windig ist es auch. Zeit für Papierkram, Fotos und etwas Ordnung. Und da fällt mir doch glatt diese digitale Postkarte aus Thailand in die Hand.

Die Bilder haben wir im Januar 2003 schon digital gemacht, allerdings war der Apparat ein echter Kasten. Er wurde angetrieben mit 4 (!) R6 Batterien und war nichts für die Hosentasche. Zunächst ging es für ein paar Tage nach Bangkok und dann weiter nach Phuket und Ko Phi Phi. Traumhaft. Knapp zwei Jahre später rollte ein Tsunami heran und … den Rest kennen wir.

Meine fünf Highlights und Take Aways:

  1. Man sollte sein Essen niemals „spicy“ bestellen
  2. Sonnenbrand kann richtig weh tun
  3. Bangkok erlebt man am besten zu Fuß
  4. Mekhong Thai Whisky ist gut gegen alles
  5. Sonnenuntergänge gibt es jeden Tag
Bangkoks Sehenswürdigkeiten links und rechts vom Chao Phraya River
Deutschen Elektrikern und Hoteliers würde es die Zehennägel aufrollen
Strand und Bucht sind eine Wucht
Und was für Sonnenuntergänge

Ach … also da könnte ich auch mal wieder hin ….

Schönes Fernweh allerseits!
T.

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33) Postkarte aus Kuba

What? Eine Postkarte aus Kuba? Wie is’n der jetzt dahin gekommen? Und wieso darf der überhaupt verreisen?

Keine Sorge. Ich bin nicht in Kuba, habe nur etwas Fernweh. Und wenn uns dieser miese neuartige Virus (… dessen Namen wir jetzt hier mal nicht sagen …) schon das Reisen verhagelt, dann kann er mir aber nicht verbieten, ein paar Postkarten zu verschicken. Auch wenn die hier schon etwas länger unterwegs ist.

Anfang 2006 verschlug es uns nach Kuba. Tolles Land, tolle Menschen. Ein wenig Öffnung und Lockerung (…was für blöde Worte dieser Tage…) war damals schon sicht-und fühlbar. Ich denke oft an die Reise zurück. Drei Wochen Autofahrt und ein Inlandsflug … beides ein Abenteuer.

Meine persönlichen Big Five Kubas:

Menschen beobachten, mit ihnen reden und ihnen etwas mitbringen

Über Land fahren, am besten eigenhändig

Lebensart, Geschichte und Rhythmus erfahren

In die grünen Berge fahren, Tabak kennen lernen

Einsame Strände finden und relaxen

 

Ach man … schön war´s. Es klingt noch immer in meinen Ohren.

Guantanamera, guajira Guantanamera
Guantanamera, guajira Guantanamera

Großartig 😉

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105) Corona-Lektionen 25

Die 25. Ausgabe der Corona-Lektionen will ich etwas unterhaltsamer angehen.

Viele Zukunftsforscher zerbrechen sich aktuell den Kopf, wie sich die Welt mit dem Corona-Virus verändern wird. Da geht es um die richtig dicken Dinger. Staatengefüge, Globalisierung, Weltweite Arbeitsteilung und so weiter. Aber auch im kleinen lässt sich drüber spekulieren. Ernst und weniger ernst.

Alles anders?

  1. Das Modell der „Mega-City“ steht auf dem Prüfstand. Das Ansteckungs-Risiko ist auf engem Raum einfach zu groß. Andererseits, lässt sich eine Stadt besser kontrollieren und versorgen, als der ländliche Raum. Man versucht es mit einer Mischform. Erste Großstädte gründen Stadtbezirke in der Mongolei, Grönland und Kanada. Da ist noch Platz. Das Wort Kolonialisierung soll in diesem Zusammenhang aber besser nicht verwendet werden, besser wäre „City-Off-Shoaring“ oder „Decentralized City“.
  2. Das Boom-Ziel des Tourismus ist Mecklenburg Vorpommern geworden. Wer hätte das gedacht. Da nun aber auch nicht jeder bis zur Waterkant fahren kann, entstehen gigantische Wohn-und Themenparks links und rechts von A11 und A20. Viele neue Glaskuppeln, nach dem Modell „Tropical Island“ sorgen nun für warme Temperaturen und entsprechendes Urlaubs-Feeling. Und da keiner wochenlang Fischbrötchen essen will und Mecklenburger Phlegma ertragen kann, wird auch kulinarisch und kulturell einiges geboten. China-Town, Little India und Phuket Beach begrüßen die Freunde Asiens auf der östlichen Seite, auf der gegenüberliegenden Seite warten Karibische Metall-Trommeln, Zigarren und Rum. Prost.
  3. Die Deutsche Kino-Wirtschaft hat Zeitkontingente bei den Sex-Kinos angemietet. Da sei naturgemäß am Vormittag eh weniger los, also könnten die Video-Kabinen auch für den normalen Kino-Betrieb angeboten werden. Auch Kinder-Filme und Wandertage werden ins das Programm aufgenommen. Damit die Kids beim Schulausflug nicht völlig ausflippen und albern herumkichern, sind die Betreiber der Etablissements aufgefordert, den Buchstaben „S“ abzukleben. Gerne auch mit einer Maske. Mit einem „ex-Kino“ können Filmwirtschaft und Kultusministerium sehr gut leben.
  4. Auch im Sport hat sich einiges verändert. Tennis, Hammer-Werfen, Diskus und Bogen-Schießen sind so populär wie nie zuvor geworden. Fußball spielt man nicht mehr mit zehn Feldspielern, sondern nur mit sieben. Kopfball-Duelle und jeglicher Körper-Kontakt sind verboten, um die fehlende Dynamik auszugleichen, wird mit vier Bällen gleichzeitig gespielt. Nur Torwarte dürfen Bälle noch mit den Händen anfassen. Einwürfe von der Seiten-Linie werden von Automaten vorgenommen. Zuvor wird der Ball selbstverständlich desinfiziert. Versteht sich ja von selbst.
  5. Nachdem die Kids im Frühjahr 2020 bereits im Homeoffice gearbeitet haben, bevor überhaupt ihre Berufstätigkeit begonnen hat, lernten sie ab Mai 2020  zusätzlich die „Teilzeit“ kennen und finden Gefallen dran. Ihre nächsten Ziele sind „Gleitzeit“, „Sabbatical“ und ein Firmenwagen (… bzw. Firmenroller 😉 und dann sollte schon mal bald über eine „Altersteilzeit“ verhandelt werden. Denn das geht ja schneller als man denkt.

Noch andere kreative Vorstellungen zu unserer Zukunft?

Grüße aus Berlin, T.

Wer es noch etwas futuristischer mag, kann ja mal hier vorbei schauen.

 

<— Corona-Lektionen 24

—> Corona-Lektionen 26

 

 

 

101) Corona-Lektionen 22

Meine Güte, die Zeit rennt, oder? Haben wir uns nicht erst kürzlich damit abgefunden, auf längere Zeit in der Höhle zu hocken. Alles ging „damals“ Schlag auf Schlag. Und nun scheint es genauso schnell wieder rückwärts zu gehen. Aber ist das überhaupt „rückwärts“? Ist das nicht eher ein „seitwärts“ oder etwa ein „anderes vorwärts“. Verwirrend.

Ein paar Gedankengänge der letzten Tage:

Schule: Die wurde nun wieder geöffnet, zumindest für die höheren Klassen. Die mittleren Jahrgänge folgen bald. Sohnemann freut sich schon. Ich lasse ihm die Freude mal noch, denn die wird ihm in der Schule schnell vergehen, glaube ich. Zig Verhaltensregeln scheinen da auf die Kids zu warten und mit seinen Freunden darf er nur auf großer Distanz umgehen. Bin mir nicht sicher, ob das so erfreulich wird.

Maske: Man fühlt sich zwar immernoch wie Darth Vader auf der Zugspitze und all die anderen da draußen wirken wie emotionslose Zombies, aber so langsam gewöhnt man sich an den Stoff vor den Kauleisten, oder?

Zwei Dinge sind mir aber klar geworden:

1. Ich muss meine Ausgehroutine anpassen.

Klopfte ich sonst meine Taschen nach folgenden Schema ab …

  • Schlüssel?
  • Geld?
  • Handy?

… muss ich das nun ändern in …

  • Schlüssel
  • Maske für mich
  • Ersatz-Maske für ein Kind
  • Am besten noch eine Maske … man weiß ja nie
  • Geld?
  • Handy?

… Sonst stehst‘de nämlich dumm da.

2. Die Grenzen der automatischen Gesichtserkennung

Ich weiß nun, warum autokratische Systeme in die Identitätserkennung über die Gangart investiert haben und nicht mehr so sehr in die Erkennung übers Gesicht. Schlau waren die. Als hätten die es gewusst.

Urlaub: Nun auch gecancelt. Nix Flug, nix Insel. Stattdessen rennen wir, wie alle anderen Ex-Reisenden, nun der Kohle hinterher. Aber immerhin herrscht nun Klarheit und man könnte nach Alternativen in Deutschland suchen. Könnte. Denn ich weiß gar nicht ob ich das will. Wenn sich auch nur die Hälfte aller Ex-Reisenden an den deutschen Hotspots trifft, habe ich so meine Zweifel, ob ich dann dort sein will. Bestimmt werden Hotels und Restaurants dann wieder geöffnet sein, aber alles andere ringsherum vermutlich noch sehr stark eingeschränkt bleiben. Will man da mit Millionen anderen maskierten Menschen zwischen rot-weißem-Flatterband am Strand sitzen? Das kann sich jeder selber beantworten.

Oder vereisen wir künftig virtuell? Wie das gehen könnte, darüber hatte ich mir im Januar den Kopf zerbrochen.

Nicht, dass ich da großen Bock drauf hätte, aber vielleicht kommen wir mit Pandemie und CO2 schneller dahin, als uns lieb ist…

<— 100) Corona-Lektionen 21