61) Postkarte aus Indien … gestern vor 3 Jahren

Gestern vor 3 Jahren stand kurz nach 04:00 Uhr ein Taxi vor der Tür. Es brachte uns zum Flughafen Tegel und dann ging es per Flieger weiter via Paris nach Indien. Anlässlich dieses „Jubiläums“, mit 500kg Fernweh im Brustbeutel und nach 2 Jahren Voll-Homeoffice habe ich mir alle Beiträge wieder durchgelesen und möchte sie gern noch einmal teilen.

Blick zurück: Wieder ein paar Tage in New Delhi, aufregende Autofahrt zum Taj Mahal und ganz „besonders“ wieder zurück, emotionaler Besuch unseres Patenkinds im Süden Delhis und zum Ende das familiäre „Abhängen“ in Goa.

Alles sehr kompakt, wenig Zeit, aber für uns in Familie sicher eine ganz besondere, intensive Reise an die wir oft zurückdenken. Beim erneuten Lesen stelle ich fest, dass ich eigentlich noch einen Indischen Besen fressen müsste. Aber wo krieg ich den denn her? Ich meine, Indische „Budda“ gibt‘s in jedem Kühlschrank der Asia-Märkte hier, aber Indische Besen … das ist nicht so einfach. Ohne Besen nichts gewesen, oder?

Aber lest selbst. Schön war‘s und wenn es nach mir ginge, würde ich 2023 gerne wieder hin. Wer kommt mit?

Hier noch einmal meine Postkarten vom Indien-Trip in 2019. Einfach Bild oder Titel klicken:

—> Noch mehr Postkarten gibts hier 😉

60) Postkarte aus LRO-DBR-ROS

Wir haben schon wieder Ferien, Vaccination … ähm … Vacation … meinte ich ;-), also flüchteten wir für ein paar Tage ins Land der Fischbrötchen, Windräder, Burger und Pommes. Meck-Pomm.

Und natürlich gab‘s hier auch wieder ein paar Skurrilitäten zu entdecken:

Man sagt den Fischköppen ja nach, dass sie nicht sonderlich gesprächig sind, aber der Fischkopp ist durchaus weltoffen und heißt wirklich jeden Willkommen, sogar Fahrradschläuche.

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Auch kulinarisch hat sich Meck Pomm weiterentwickelt und öffnet sich den „neuen“ Einflüssen aus Nah-und Fernost. Wer Bismarck-Hering nicht mehr sehen kann, findet hier das richtig gute Zeug aus der hippen Fusionsküche.

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Beim Spaziergang durch einen Gespensterwald wird‘ schnell gespenstisch, wenn man sieht, wieviele alte Buchen es da umgehauen hat und liest, dass das Wasser pro Jahr 16 cm vom Land wegknabbert. Trotz Ferien wird das Pubi-Hirn um etwas Rechenleistung gebeten und wir kommen auf knappe 20 Meter in 100 Jahren. Wenn es bei der Geschwindigkeit bleibt. Wenn. Schluck.

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Ein paar Meter weiter liess sich noch einmal ganz eindrücklich der Begriff „Erosion“ vertiefen. Das Geländer hängt in der Luft, der Wanderweg ist weg und so manch Wanderer auch. Deshalb heißt er ja auch Wandererweg … ähm … Wanderweg. Gespenstisch.

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In Börgerende wird‘s noch gespenstischer, denn da gibts keine Burger und für die Bürger der DDR war hier Ende. Laut Wiki gab es 27 solcher Türme entlang der Küste, ein weiterer Turm steht in Kühlungsborn. Bloß gut, dass die Zeiten vorbei sind. Hier ließ sich recht eindrücklich der Begriff „Freiheit“ diskutieren, der ja dieser Tage gern gebrüllt wird. Von Leuten die immer in Freiheit gelebt haben bzw. unter Amnesie leiden müssen. Vor 35 Jahren leuchtete dort nicht der Mond am Himmel, sondern der Suchscheinwerfer.

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Joggen bei 70 km/h Wind ist auch eine neue Erfahrung. Kommt der Wind von hinten, fühlt man sich wie Usain Bolt und bekommt norddeutsch-skeptische Blicke, wenn man am Fischbrötchenstand die typische Bolt-Pose macht. Kommt der Wind von vorn, bereut man man jeden seiner Schritte, denn der wirft dich einen halben Meter nach hinten.

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In Warnemünde war es am Sonntag rammelvoll wie auf einer 1.Mai-Demo auf der Karl-Marx-Alle. Das Backfischbrötchen kostet mittlerweile 5 EUR. Hej, das sind 10 Mark! Und zwar West! Hier ließ sich recht eindrücklich der Begriff „Inflation“ diskutieren.

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Auf der Halbinsel Wustrow ist wunderbar zu sehen, wie Kasernen und Munition mehrere Regime überleben können. Erst hockte die Wehrmacht dort, dann die Rote Armee. Jetzt keiner mehr. Mal sehen wie lange noch. Ich sehe da schon Bettenburgen stehen, aber erst einmal muss man den ganzen Flecken von Altlasten befreien.

Um zum Schluss noch etwas richtig schön Deutsches. Ach, ich liebe so etwas 😉

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Schöne Ferien noch!

59) Postkarte vom Chandni Chowk

Heute probiere ich mal etwas Neues aus. Ich verschicke rückwirkend eine Postkarte von einem Ort, den es heute nicht mehr gibt. Zumindest nicht so, wie er Jahrzehnte war und so wie er in zig Reiseführer als „must visit“ eines jeden Delhi-Besuchers einzog.

Aber der Reihe nach. Neulich war ich beim Inder um die Ecke, der Laden nennt sich Chandni (Mondlicht). Und als das Curry weggeputzt war und im Hindergrund Boolywood-Musik schmetterte, drifteten meine Gedanken zum Chandni Chowk in Delhi ab. Einer der verrücktesten Straßen der Welt und gleichnamigen Viertel drumherum. Zu Hause angekommen bemühte ich die Datenkrake nach ein paar aktuellen Bildern von dort und traute meinen Augen nicht. Sie haben es wirklich getan. Sie haben die Chandni Chowk Road, eine der abgefahrensten Orte, in eine Fußgänger-Zone verwandelt. Ich rede hier nicht von München, Stuttgart oder Leipzig, sondern von Delhi. Old-Delhi.

In 2015 zum Beispiel war ich vor Ort und da war alles noch ganz „normal“. Das Gewusel in der Chandni Chowk Road, lässt sich ohne Geräusche, Gerüche und Temperatur kaum beschreiben. Es ist proppenvoll. Menschen, Hunde, Kühe, Affen und Krähen wuseln durcheinander. Genauso wie Fahrrad-Rickshaws, Auto-Rickshaws (a.k.a. Tuk Tuk) Mopeds, Fahrräder und Autos. Ständig hupt irgendwer und Musik tönt aus den Geschäften. In den Shops wird alles Mögliche verkauft, Leder, Gewürze, Musik, Technik. An Fußweg und Straßenrand macht jeder seine Geschäfte, da wird gebettelt, der nächste macht ein Nickerchen, manch einer wacht nie wieder auf, Tagelöhner bieten ihre Dienste an, Hunde liegen mittenmang und es besteht die sehr große Wahrscheinlichkeit, dass man in eine tiefe Pfütze von … man will es nicht wissen … tritt. Biegt man in den Gassen zwei, drei mal ab, fühlt man sich schnell verloren, biegt man zu oft ab, ist man als Bleichgesicht auf einmal ganz allein und fragt sich, ob das nun die beste Idee war. Die Bausubstanz rundherum ist marode, die Elektroleitung hängen kreuz und quer über die Straße, Werbetafeln kaschieren den Verfall. Hier ein paar Bilder aus 2015.


In 2019 war der Anblick schon anders. Natürlich wollte immer noch jeder Geschäfte machen und  es gab junge Typen, die meinten, wir sollen da bloß nicht alleine rein, es sei viel zu gefährlich. Er könne uns aber führen. Was für ein Zufall. Ich lehnte dankend ab. Es war immer noch riesiges Gewusel, aber es gab mehr Freiräume und erste Baustellen. Ich vermutete zunächst Kanalarbeiten oder so etwas.

Dann trafen wir auf diese Informationstafel, sie deutete schon an, dass hier ganz große Dinge geplant sind. Aber so etwas wird dort häufig geplant und dann dauert es weitere 100 Jahre, bis das Vorhaben abgeschlossen ist.

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Aber nun haben sie echt Ernst gemacht. Sie haben den Verkehr anscheinend verbannt und aus rotem Sandstein eine Fußgänger-Zone gebaut. Da wo früher ein „Grün“streifen mit Zaun war, stehen jetzt Pflanzenkübel und Poller. Rein optisch gesehen, passt das jetzt besser mit dem Red Fort zusammen, welches gegenüber steht und mit großer Indien-Fahne auf sich aufmerksam macht.

Laut >Times of India vom 28. Juli 2020 wartet der neue Chandni Chowk mit folgenden Highlights auf:

  • 1) All the electricity wires will be moved underground, which is commendable.
  • 2) The 1.3 km stretch will be a non-motorised zone from 9 AM to 9 PM.
  • 3) The decoration work will be done keeping Mughal architecture in mind.
  • 4) To give it a Mughal-era feel, the place will be decorated with 175 red sandstone planters.
  • 5) The new Chandni Chowk will also have 250 moulsari trees.
  • 6) There will be LED lighting.
  • 7) After the completion of revamp work, Chandni Chowk will become the first region in Delhi, restricted only for pedestrians, cycle rickshaws and e-rickshaws.
  • 8) To accommodate 2300 cars, a multilevel parking facility is being constructed by the North MCD near Gandhi Maidan.
  • 9) Chandni Chowk makeover project is costing around 90 crore.
  • 10) Rehabilitation on ancient sewer lines is also a part of the project.

Hier ein paar >Bilder bei Google, wie es da wohl heute aussieht. Und hier dazu noch >ein Video bei http://www.thehindu.com

Wirklich beachtlich und Respekt, dass sie das durchgezogen haben.

Aber ich glaube, sie haben den Chandni Chowk kaputt gemacht …

—> Weitere Postkarten gibt‘s hier

57) Postkarte aus Dänemark

Dänemark über den Jahreswechsel. Das klang im Oktober sehr weise. Erstens waren die Corona-Zahlen da sehr niedrig, zweitens war Dänemark Impfmeister und drittens ist das Infektionsgeschehen in den Dünen von Fünen wohl eher gering.

Eine Vernunftsentscheidung gegen Halli-Galli, mit wenig Risiko, wieder abgeblasen zu werden. Und nun zum Risiko. Vor Weihnachten wurde DK dann zum Hochrisikogebiet eingestuft, für unsere Einreise sollte das ganz kein Problem werden, möglicherweise könnte es bei Rückreise etwas Stress geben. Also diskutierten die Stimmen im Kopf. Dürfen wir fahren? Wollen wir fahren? Sollten wir fahren? Vielleicht jetzt erst Recht, um nicht wieder enttäuscht zu werden und vor der Kulisse einer kleinen Vorahnung, was uns wohl ab Mitte Januar erwarten wird?

Die Entscheidung ist für die Reise gefallen und bislang war es richtig so.

Hier ein paar Eindrücke:

Am ersten Tag war es noch arschkalt, dafür gab es aber auch etwas Sonne. Ideal zum Joggen. Die Corona-Regeln nahm ich dabei sehr genau, zu jedem menschlichen Wesen hielt ich locker 3 Kilometer Abstand.

Ab dem zweiten Tag wurde es zwar wärmer, dafür sah man aber nicht viel von der Umgebung. Ich nahm die selbe Jogging-Strecke, bin dann aber irgendwo falsch abgebogen. Nach einer gefühlten Ewigkeit stand ich vor der Japanischen Staatsgrenze, entschloss mich aber, besser wieder umzukehren, denn mein Japanisch beschränkt sich auf Miso, Teriyaki, Sushi, Sake und Udon. Da fühle ich mich im Dänischen Sprachraum wohler.

Am dritten und vierten Tag hielt es uns Großstädter nicht mehr auf der Couch. Wir besuchten Städte im Süden der Insel und entdeckten die eine oder andere Skurrilität, die ich euch nicht vorenthalten will, denn so ist diese >Kathegorie der Postkarten hier schließlich mal gestartet.

Manche Häuser wurden noch vor der Erfindung der Wasserwaage gebaut oder die Wikinger hatten sich selber zu viel ge-ølt.

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Die hippen Backpacker können in diesem Hostel absteigen. Rucksäcke müssen draußen rechts von der Tür abgestellt werden, dafür ist drinnen kein Platz.

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Und sogar die Freimaurer haben sich hier mal eine schicke gelbe Loge gebaut und erfanden damit vermutlich die erste geschlossene Chatgruppe.

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In einer anderen Stadt gerieten wir etwas vom Weg ab und fanden uns in der Gasse der Büchsenmacher wieder. Bloß schnell weg hier.

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Die Corona-Regeln sind den unseren recht ähnlich, man trägt zwar das etwas lockere OP-Modell hier, aber die Instruktionen an den Türen klingen nicht so bedrohlich wie bei uns … eher hyggelig.

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Bei der Benamsung der schaumigen Kalorienbomben sind die Dänen schon einen Schritt weiter. Weder sind es geküsste Afrikaner mit dunkler Haut, noch die Köpfe selbiger. Es sind auch keine dicken Männer (Frechheit eigentlich!) und schon gar keine dürren Frauen. Sie nennen sie einfach Flødeboller. Wie hyggelig. Das heißt übersetzt „Sahnebrötchen“. Na lecker, das hat bestimmt das dänische Gesundheitsministerium erfunden, denn das kauft doch nun kein Mensch mehr.

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Und zum Schluß nun noch etwas adulte Kunst. Das passiert, wenn der Däne zu lange in Nebel und Dunkelheit sitzt. Dann wird er Kunstschmied und schmiedet ganz hyggelig vor sich hin.

Ei, Ei, Ei.

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So, liebe Leser, ich glaube, ich verabschiede mich nun aus dem Bloggerjahr 2021. Es sei denn, morgen passiert noch was ganz hyggeliges, dann melde ich mich noch mal.

Guten Rutsch und Godt nytår!

52) Postkarte aus LOS – 2

Anfang September habe ich mein Höhlen-Office mal für einen Tag gegen ein Green-Office getauscht. Dank 4G konnte ich ordentlich arbeiten und habe mit der halben Welt kommuniziert. Und über die Mittagszeit … tja … da war ich dann mal … weg 😉

Ganz allein. Herrlich.

Ein paar Impressionen:

Das nächste Bild habe ich nun so oft hin und her gedreht, dass ich gar nicht mehr weiß, welches nun das Original ist.

Die funktionieren doch alle irgendwie, oder? Alles eine Frage der Sicht auf die Dinge.

Schön war‘s, sollte ich wohl öfter mal machen.

Genießt die schönen Herbsttage, bald wird’s ekelig draußen.

Andere Postkarten zur Region:

48) Postkarte aus der Bretagne

Endlich kann ich mal wieder ein Postkarte verschicken. Aus dem Auuuuuuuuslaaaaaaand. Jawoll! Und hier ist sie schon. Wie immer bei meinen > Postkarten weniger Hochglanz, sondern eher auf der Suche nach Skurrilitäten links und rechts des Weges.

Los geht‘s

In Brest folgten wir kurzzeitig diesem … tja … Küchenbauer? Die hochhackige Abbildung an der Hecktür lud zu Spekulationen ein, was denn wohl der USP dieser Firma ist. „Envie“ kann „Verlangen“ heißen … ei ei ei. Der Auto-Übersetzer macht „Küchen, die Lust machen“ draus. Und selbst da ist noch alles offen.

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Die Franzosen haben schon vor 500 Jahren auf Corona-gerechte Unterkünftige hingearbeitet. Für ausreichend Abstand war gesorgt und die Nachbarn gingen einem nicht so auf die Nerven. Sehr sympathisch eigentlich. Blöd nur, wenn einem Zucker, Mehl oder so etwas ausgegangen ist.

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Bei den Temperaturen Anfang der Woche, kann man aber ernsthaft anzweifeln, dass Asterix und Obelix hier wirklich kurzärmlich unterwegs waren. Das kann ich nicht mehr glauben. Oder denen wurde noch etwas anderes in den Zaubertrank gemischt.

Wir sind keinem einzigen Römer begegnet, nur wenigen Teutonen, ein paar Holländern und einer Hand voll insularen Rechtslenkern der Gattung Teefax. Wildschweine habe ich nicht gesehen und es gab auch weniger Wald als in meiner Vorstellung, aber zum Ende der Woche haben wir im Forêt de Brocéliande noch echten gallischen Wald gefunden.

Corona-Mäßig sind die Franzosen hier ähnlich ambivalent drauf wie wir. Es dürfen sich zwar 96 Personen in eine geschlossen Fähre setzen, aber du kriegst kein Eis ohne Schnutenpulli. C’est la vie. C’est bonnet blanc et blanc bonnet. L’argent n’a pas d’odeur. La nuit tous les chats sont gris.

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Alles in Allem, wenig Mensch, viel Gegend.
Schön.

43) Postkarte vom Raufundrunterundzwischendurch

“Und schon Reisepläne für dieses Jahr?“, wurde ich am Wochenende gefragt. Und dann kam aus mir erst einmal nur … Seufzen. Es bleibt vorerst eher exotik-reduziert hier, aber nicht minder unterhaltsam.

Aber das Reisen besteht ja eben nicht nur aus Sand, Strand und Elefant. Noch aus Tempel, Dschungel und Neapel. Auch nicht nur aus Verona, Barcelona oder Bellinzona. Ich merke, ich komme gerade zu dicht an die Wörter, die mit „…ona“ enden. Das kann gefährlich werden. Daher stelle ich das Reimen lieber ein.

Nein, Reisen hat auch was mit Widrigkeiten, Missgeschicken und Mißverständnissen zu tun. Und dem schönen Gefühl der Heimkehr, wenn man endlich angekommen ist und die Koffer abstellen kann.

Stellen wir uns also einfach vor, wir sind soeben angekommen, lassen uns aufs Sofa fallen und erzählen den Lieben daheim, was wir so erlebt haben. Das mit dem Sofa dürfte ja aktuell nicht so schwer fallen. 😉

Oder einfach die folgenden Stories klicken und teilhaben.

Und? Wie war‘s? Nett?

Sorry, Souvenirs habe ich heute nicht dabei.
Beim nächsten Mal vielleicht.

41) Postkarte aus Egalwoabergernwoanders

Neulich stand ich an einer Linksabbieger-Ampel und wartete auf grün. Währenddessen fuhr eine Tram links an mir vorbei. An ihr prangte eine Werbebotschaft, die wie aus dem letzten Jahrhundert schien.

More to come 😉

<— Frühere Postkarten

40) Postkarte aus Weitwegeigentlich

Irgendwo habe ich gelesen, dass „Can you see my screen“ oder „Könnt ihr mich noch hören“ wohl zu den meistgesagten Sätzen im Deutschen Berufsleben des Jahres 2020 gehören werden. Glaube ich gern. Im Privatleben war es mit Sicherheit eher „Eigentlich wären wir jetzt in … gewesen“. 

Wir waren in London, Lissabon und auf Korsika. Eigentlich. Aus Korsika wurde dann Santorin, aber wieder nur eigentlich. Aber in Bukarest, da war ich wirklich. Und an der Ostsee. Aber geht es um die Ferne, bleibt wohl nichts anderes übrig, als in Erinnerungen zu schwelgen.

Aber wenn ich so durch meine Bilder von Goa, São Paulo und Melbourne blättere, frage ich mich auch, ob ich da jetzt wirklich hinreisen wollte. Will ich aktuell in Indien sein? Ist São Paulo dieser Tage wirklich „The place to be“. Will ich jetzt über 24h in einer Metall-Röhre sitzen und nach Down Under fliegen?? Mhm … ich glaube nicht. 

Also wischt man sich so durch seine Fotos und schmiedet den ein oder anderen Reiseplan für 2021.

Lust auf ein paar Eindrücke aus Goa? Vielleicht etwas coole Street Art aus São Paulo? Oder eine Portion von Multi-Kulti in Melbourne?

Bitte schön!

  1. Postkarte aus Goa 1 2019
  2. Postkarte aus Goa 2 2019
  3. Postkarte aus Goa 3 2019
  4. Postkarte aus São Paulo 2019
  5. Postkarte aus Melbourne 1 2019
  6. Postkarte aus Melbourne 2 2019
  7. Postkarten aus Delhi, Singapore, Mexico?

<— Weitere Postkarten gibt‘s hier

37) Postkarte aus Oder-Spree – 1

Liebe Leser,

Auch die zweite Urlaubswoche verbrachten wir ohne Flugscham, Zeitverschiebung, Währungswechsel und Magenverstimmung. Heimatnah. Zwischen Oder und Spree. 

Nachfolgend ein kurzes Gedicht … ein wahres Unikat … ihr werdet sehen.

Und ein paar Bilder gibts natürlich auch.

Viele Grüße und bis bald

T.

PS1: Besonderen Gruß an Sovely von https://murmelmeister.com und ihren jüngsten Beitrag https://murmelmeister.com/2020/07/25/a-longing-postcard/

PS2: Ganz ganz besonderen Gruß an meine junge Co-Dichterin 😉

Grüße von Oder-Spree

Gerade noch oben an der See
Ging’s zurück ins Brandenburgischeeee
Zum See mit kleiner Hütte
Und freundlichem Gemücke

Um nicht nur zu Daddeln
Ging‘s Baden und auch Paddeln
Der Sohn fing nen Fisch
War zu klein für den Tisch

Tochter mochte Buch und Liege
Aber nicht die kleine Fliege
Jetzt liegen wir im Bett
Und dichten beide nett

Draußen doch sehr frisch
Hier drin sehr kuschelisch
Liegen in warmen Kissen
Wollens nicht mehr missen

Nur der Kopf guckt raus
Wie ne Schnecke aus`m Haus
Draußen rauschen die Bäume
Freuen uns auf süße Träume

 

Und nun noch die Outtakes (die waren einfach zu schlecht … es war schon spät):

Sohn fängt ne Rotfeder
Dann noch eine, etwas späder

Vater schimpft, wo ist mein Handy?
Na Mann, darauf schreibt die Mandy!

<— Weitere Postkarten gibt‘s hier