65) Neujahrs-Läufer

Zurück aus den Bergen, war ich heute wieder im Berliner Flachland unterwegs. Zum Joggen. 

Wie im frühen Januar zu erwarten, traf ich dort viele neue Gesichter an:

  • Ein Ralf führt sein nagelneues Laufdress aus. Die Laufjacke lässt er vorn offen, weil er sie über seinem prächtigen Bauch noch nicht schließen kann.
  • Eine Gerdi schleppt sich enttäuscht, aber immer noch motiviert durchs Gelände. Vermutlich hat ihr lieber Heinz gestern Abend seinen Anteil des gemeinsamen Vorsatzes zurückgezogen.
  • Ein Lukas gibt sich gleich die fünffache Packung. Mit Rucksack auf dem Rücken rennt er durch den Park und schiebt dabei die Zwillinge im Wagen vor sich her. Er leidet irgendwie, aber grinst zugleich. Was hat der genommen oder ist der schon im Runners High?
  • Eine Ella trabt mit dicken, schweren Jogging-Klamotten, sie trägt einen Woll-Schal um den Hals und eine dicke Mütze auf der Rübe. Das Gesicht ist hochrot, aber auch weiß um die Nase. Soll ich vielleicht schon mal einen Krankenwagen rufen?
  • Ein Jochen hatte wohl neue Laufschuhe unterm Weihnachtsbaum. Sehen teuer aus. Hätte er sich da mal vorher beraten lassen, seine Fußstellung sieht sehr ungesund aus. Im Februar hat der einen Termin beim Orthopäden. Versprochen.
  • Eine Manu hat sich mit ihrer Freundin Bibbi zusammengetan. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Mit ihren Walking-Stöcken, klappern und plappern sie durch den Park und malen dabei Figuren in den Kies.
  • Ein Falko springt wie ein Hüpfhund um seine liebe Tina herum. Er labert sie voll und will ihr seine Erfahrungen mit auf den Weg geben, Tina will aber keinen Rat sondern lieber den Weg nach Hause antreten.

Liebe Gerdi, Ella, Manu, Bibbi und Tina, Lieber Ralf, Lukas, Jochen, Falko! Egal wer oder was euch durch den Park treibt, macht weiter so, haltet durch! Bald wird‘s besser. Und lieben Gruß an die Zwillinge, die haben’s es eigentlich am Besten.

PS: alle Namen rein zufällig ausgewählt

<— Mehr aus unserer verrrückten Welt

27) Postkarte vom Auf und Ab der Sonne

Vor genau einem Jahr, habe ich hier ein paar Bilder schöner Sonnenauf-und Untergänge aus 2018 veröffentlicht. Aber auch 2019 gab‘s wieder tolle Bilder, die es bislang noch nicht ins weltweite Dorf geschafft haben.

Rückblickend kann ich feststellen, dass ich dieses Jahr wohl einen Faible für den frühen Sonnenaufgang hatte und für Bilder aus dem Flugzeug-Fenster. Shame on me! Mein CO2-Footprint aus 2019 muss auf die Agenda für die Verhandlung der Vorsätze für 2020 … aber das wird ein eigener Beitrag.

Ich wünsche allen Lesern vom schreib.blog schöne Weihnachten. Genießt die freie Zeit mit Familie, Hund und Katz! Bis die Tage.

Hier nun erst einmal ausgewählte Bilder früher Morgenstunden im Park:

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Und nun ein paar Bilder aus luftiger Höhe. Eigentlich fand ich es doof, dass mich die App der Airline immer links platziert hat, aber für die Aussicht war es besser.

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Macht‘s gut, muss mich jetzt ums Fest kümmern 😉

Andere Postkarten gibts hier >>

 

61) Laubsauger

Noch ein Beitrag zum Herbst, bevor der nun bald wieder vorbei ist und wir direkt in den Frühling übergehen und wieder angrillen können!

Schon vor Jahren waren die ersten Laubbläser in Straßen und Parks zu sehen. Orange gekleidete Männer der Stadtreinigung trugen diese Ungetüme von der Schulter baumelnd, bliesen Laub von Links nach Rechts und dabei ausreichend CO2 in die Luft. Sie sahen aus wie Außerirdische und fabrizierten einen Höllen-Lärm. All der Dreck wird dabei auf die Straße gepustet, dann kommt ein LKW mit großen Bürsten und sammelt alles auf. Klassische Straßenfeger sieht man nun immer seltener. Hälfte Personal, doppelt Laub. Faktor 4. Stadtkämmerer happy!

Im Stadtpark sehe ich nun immer häufiger Autos, die das Laub gar nicht mehr nur durch die Gegend blasen, sondern direkt von der Wiese absaugen. Klingt im ersten Moment logisch, oder?

Aber um so mehr ich das wilde Treiben … äh Saugen … beobachte … frage ich mich:

  • Ist das so gut, wenn Laub, Insekten, Mikro-Teilchen und anderes Gewimmel regelmäßig „aufgenommen“ und der „Entsorgung zugeführt“ werden? Nun bin ich ja wahrlich kein Botaniker und schon gar kein Mikro-Biologe. Weiß das jemand?
  • Fahren die Dinger bald autonom durch die Gegend und dann permanent zwischen unseren Füßen herum? Und wäre es daher nicht sogar besser, man würde das Gelände komplett ebnen? Oder ist das gar nicht nötig, weil die Blätter sowieso irgendwann von Mini-Drohnen abgesammelt werden?
  • Und was ist mit den Menschen, die das bislang taten? Das war doch eine ehrliche Arbeit. Will die keiner mehr machen und deshalb erfinden wir die Roboter? Oder bekommt die Jobs keiner mehr angeboten, weil Roboter die Arbeit viel besser erledigen? Henne? Ei?

Und überhaupt. Wir sollten alle Bäume und Sträucher im Park roden und danach alles fliesen! Dann kann man dann noch `nen Wisch-Roboter hinterher schicken.

9) Postkarte aus Berlin: Sonnen 2018

Beim Wort Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, denkt manch einer an einen warmen Ort am Meer, an sandige Füße und einen Cocktail in der Hand. Ein Sonnenaufgang-und Untergang kann aber auch auf einem Berggipfel atemberaubend sein. Man muss nur früh genug aufstehen oder am besten eine Nacht oben auf dem Berg bleiben. Egal wo ich in den Genuss eines Sonnenaufgang-oder Untergangs komme, finde ich es am besten, wenn ich allein oder in einem ganz kleinen Kreis von Menschen bin. Und solche Momente kann man sogar in einer Großstadt erleben. Nun bin ich wahrlich kein Foto-Profi, aber trotzdem finde ich die folgenden Fotos ganz ansehnlich.

Ein paar schöne Exemplare aus 2018 ganz ohne Kommentare:

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Fazit: auch ohne Cocktail in der Hand und Sand zwischen den Zehen kann man selbst mit gewöhnlicher Smart-Phone-Kamera schöne Momente einfangen. Am liebsten sind mir dabei die Sonnenaufgänge. Zum Beispiel die ersten drei Bilder oben. Es sind wenig Menschen unterwegs, es ist kühl und der Tag fängt erst an. Aber Sonnenuntergänge haben auch ihren Reiz. Wie die letzten beiden Bilder zeigen. Man hat das Gefühl etwas abzuschließen, lässt vielleicht Revue passieren und kommt dabei zu eigenen Schlüssen.

Approvos „Revue passieren lassen“ und „eigene Schlüsse ziehen“. Bald endet des Jahr 2018. Aber zunächst wünsche ich allen Lesern frohe Weihnachten mit Familie und Freunden. Ich verabschiede mich hiermit in die Blog-Pause, denn ich möchte in den Tagen zwischen den Jahren noch ein anderes Schreib-Projekt zu Ende bekommen. Nächstes Jahr bin ich wieder da!