328) Alexa, geh‘ joggen!

„Alexa, mach‘ das Licht an“
Licht ist eingeschaltet
„Alexa, mach‘ das Licht aus“
Licht ist ausgeschaltet

„Alexa, bestelle Pizza“
Pizza ist bestellt
„Alexa, bestelle Cola“
Cola ist bestellt

„Alexa, empfehle Serien“
Serien liegen bereit
„Alexa, starte Staffel 1“
Staffel 1 wird gestartet  

„Alexa, suche Normalgewicht“
462.000 Ergebnisse gefunden
„Alexa, was heißt adipös?“
Unter Adipositas versteht man ein krankmachendes, deutlich erhöhtes Übergewicht

„Alexa, finde Jogging-Strecken“
30 Strecken in deiner Nähe verfügbar
„Alexa, bestelle neueste Schuhe“
Schuhe sind bestellt, Lieferung morgen

„Alexa, bestelle beste Laufkleidung“
Kleidung ist bestellt, Lieferung morgen
„Alexa, bestelle teuerste Kopfhörer“
Kopfhörer sind bestellt, Lieferung morgen

„Alexa, welcher Tag ist heute“
Heute ist … „morgen“
„Alexa, bitte geh‘ joggen“

FEHLER: Transaktion erfordert Eingriff des Benutzers.

LÖSUNG: Gehe doch selbst joggen, du faule Sau!

Idee: T. aus Berlin

Co-Editor: FreeDobby

Andere Beiträge mit FreeDobby:

320) Erfrischende Videokonferenzen – Vol 2

Die Homeoffice-Regelungen fallen, Firmen ebnen den Weg zurück in die Büros. Alles ganz nett, aber virtuelle Konferenzen werden uns wohl für immer erhalten bleiben. Nicht schlimm, hatte ich ja vor Corona auch schon. Aber nun bin ich nach zwei Jahren Homeoffice noch in ein Projekt gerutscht, wo man ständig die Kamera anschaltet. Widerlich.

Ich meine, es ist ja ganz nett, die Kollegen mal zu sehen, aber das fesselt mich nun ständig an den Rechner. Ätzend. Vorher konnte ich mit dem Headset wenigstens durch die Bude laufen.

MS Teams, Zoom und andere Provider, bringen zwar regelmäßig neue Features raus, aber eigentlich voll an meinem Bedarf vorbei.

Hier fünf weitere Ideen für eine atemberaubende User Experience:

  1. Warum gibt‘s bei den „Reaktionen“ nur Daumen hoch, Beifall und Handzeichen? Ich bräuchte bitte Daumen runter, Augen-Rollen, Nervensäge, Piepvogel, Schnaufen und Gähnen.
  2. Hintergrundbilder gibt‘s ja nun schon länger und mittlerweile werden auch die Ohren nicht mehr abgeschnitten. Aber wann kommen endlich Vordergrundbilder? Wann kann ich mich „ganz aktiv“ einblenden, aber nebenbei mal herzhaft in die Pizza beißen oder ein Power-Nap machen?
  3. Und wenn schon Kamera gefordert ist, dann doch bitte eine Action-Cam, die ich mir auf den Kopf setzen kann und die dann meine Hackfresse filmt. Dann kann ich mich wenigstens vom Platz wegbewegen.
  4. Dann hätte ich gerne noch Sound-Effekte, die ich für alle Teilnehmer einspielen kann. Bohrgeräusche beim Nachbarn, nervende Kinder mit Hausaufgaben oder das Klingeln des Paket-Boten. „Sorry, warte mal, muss kurz weg. Gleich wieder da.“
  5. Und dann noch einen Lügendetektor für Abwesenheitsmeldungen der Kollegen. „Bin auf einem Innovation-Workshop und kann keine Anfragen beantworten“ wird dann übersetzt mit „Bin unterwegs … weiß gar nicht genau worum es geht … werde Kaffee trinken, das Buffet leer fressen, Selfies machen und dann einen völlig belanglosen Beitrag bei LinkedIn posten.“

Ja, Videokonferenzen könnten so echt an Unterhaltungsqualität gewinnen, finde ich  😉

<—304) Erfrischende Videokonferenzen – Vol 1

63) Kein Schwein schreibt mich an

Gar nicht so einfach, etwas infektionsfreies zu schreiben dieser Tage. Aber ich habe mich dran gemacht. Nicht ganz frei von C_r_na, aber deutlich reduziert. Das Radler der Blog-Beiträge, quasi. Aber lest selbst.

Kein Schwein ruft mich an

„Kein Schwein ruft mich aaaan“, sang Max Raabe im Stile der 1920-er Jahre.
„Kein Schwein schreibt mich aaaan“ … so könnte ich in den 2020-er Jahren singen, wenn ich in den Briefkasten schaue. 

Denn da herrscht gähnende Leere:

  • Keine Postkarte von Freunden oder Familie. Woher auch, denn die Postkarte würde vermutlich aus dem Nachbarbezirk kommen und da war ich ja schon.
  • Nicht einmal eine Rechnung liegt drin, denn die kann ich ja „bequem online“ einsehen. Ich kann mich mit Passwörtern herumschlagen und mir einen Kopf machen, ob, wie und wo ich den Misst nun ablege. Von wegen bequem.
  • Na gut, der Bürgermeister wird sicher noch mal schreiben. Wegen AHA, Lüften, App und Impfung. Irgendwann. Vielleicht auch später.
  • Und Bundestagswahl ist ja nächstes Jahr auch…

Die einzigen Briefe, die mich erreichen, sind eher enttäuschend:

  • Erhöhung der Versicherungsbeiträge für die Familienkutsche
  • Brief an den Nachbarn, dessen Nachname sehr ähnlich ist
  • Zustellung einer Briefsendung bei der zuständigen Post-Filiale. Oah. Nööö!

Aber es gibt noch treue „Briefe-Schicker“:

  • Der lokale Optiker schickt mir ein Brillenputztuch zum Geburtstag.
  • Die persönliche Spaß-Kassen-Beraterin Frau Glanz, schickt mir auch eine jährliche Karte.
  • Und dann nicht zu vergessen, natürlich die Spendenaufrufe der Hilfsorganisationen zu Weihnachten. 

Ach was waren das noch für Zeiten als … 

  • Nach langem Warten einen Brief der Ferienlager-Liebe eintraf. Mit Herzchen verziert.
  • Der Automobil-Club wenigstens noch Mitgliederzeitungen verschickte und für Treppenlifte warb.
  • Der Bezirk einen Wegweiser für Ämter, Vereine, Begegnungsstätten und Kleinanzeigen in die Kästen warf.

Was soll ich nur machen?

  • Soll ich den Kasten einfach abbauen?
  • Vielleicht durch ein cooles Bild ersetzen oder durch einen Blumentopf? 
  • Oder muss ich möglicherweise doch noch den „Keine Werbung und kostenlose Zeitungen“-Aufkleber wieder abnehmen?

Mhm. Vorschläge?