52) Klimanotstand

Im Auto-Radio lernte ich heute ein neues englisches Wort kennen. Es nennt sich „Extinction“. Übersetzt wird es mit Ausrottung. Auslöschung. Vernichtung. Untergang.

Nee, Freunde. Hier geht‘s aber nicht um den Elefanten, den Tiger oder das Nashorn. Es geht um uns. Menschen.

Du. Ich. Abspann. Ende.

  • „Extinction Rebellion legt Großen Stern und Potsdamer Platz lahm“, so hieß es heute auf www.welt.de
  • „Extinction Rebellion: Umweltaktivisten errichten Klimacamp vor Kanzleramt“, schreibt www.zeit.de
  • „Extinction Rebellion: Rackete will „ökologischen Notstand“ ausrufen“, schreibt www.focus.de

Wikipedia erklärt den Klimanotstand wie folgt:

„….Die Erklärung des Klimanotstands (englisch „Climate Emergency“) ist ein Beschluss von Parlamenten ….  oder Verwaltungen … , mit dem sie erklären, dass es eine Klimakrise gibt und dass die bisher ergriffenen Maßnahmen nicht ausreichen, diese zu begrenzen.[1] Es geht somit um den Umgang mit der menschengemachten globalen Erwärmung..“

Und was sagt dazu Bundeskanzleramtschef Braun laut RBB-Radio-Welle dazu?

„ … Das Ausrufen des Klimanotstands sei in der Verfassung nicht vorgesehen …“

Ach so. Na dann. Weiter wie bisher.

 

PS: Sorry, für diesen kurzen, vielleicht auch wenig fundierten Beitrag, aber dieses Statement hat mir heute auf der Autobahn einen Riesenlacher beschert.

 

44) Krümel for Future

Ein sehr kurze Kurzgeschichte … dafür aber voll aus dem Leben … und noch warm wie frische Semmeln.

Ich war gerade beim Supermarkt um die Ecke. Etwas zum Mittag holen. Weiter vorn in der Schlage an der Kasse stehen zwei Girls an. Ganz offensichtlich aus der Schule gegenüber und voll in der Pubertät. Mit modernen Klamotten und unbeliebten Pickeln. In ihren offenen Händen haben sie Backwaren gestapelt. Mit Bagels, Croissants und Schweine-Ohren krümeln sie ungewollt Laufband und Scanner voll, während sie ihr Taschengeld zählen. 

  • Rentnerin vor mir: Mustert sie und schüttelt den Kopf. 
  • Kassiererin: „Ja, aber Mädels, könnt ihr das nicht in eine Tüte packen?“
  • Mädels: „Nein, wir wollten keine Tüte. Ähm … wegen der Umwelt!“
  • Kassiererin: „Ja, aber das so zu halten, ist doch auch blöd, oder?“
  • Mädels: „Mhmmm …. ja.“
  • Kassiererin: „Wenn ihr was für die Umwelt tun wollt, dann nehmt doch so ein Netz hier“
  • Mädels: „Vielleicht beim nächsten Mal, Tschüüüüüüss “

Läuft, Greta!

 

PS 1: Wie haben die Mädels eigentlich die Backwaren aus den Glas-Kästen bekommen?

PS2: Und wann werden endlich die Schweine-Ohren in etwas Veganes umbenannt? 😉

Foto: Melbourne, Bahnsteig an der Metro