32) Postkarte von Himmelstreifen

Vor Corona zog alle paar Minuten ein Flieger am Sonntag Himmel entlang. Nun, da die meisten Flieger am Boden stehen, sind Kondensstreifen am Himmel schon echt eine Seltenheit geworden.

Schon fast vergessen, wie nervig Reisen auch sein kann, stehe ich dieser Tage da, schaue in den Himmel, zeige mit dem Finger und rufe:

„Schaut mal da, ein Flieger!

Hier ein paar Bilder aus den letzten Wochen:

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Fernweh? Wo sollte es denn hingehen?

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31) Postkarte aus‘m Himmel 2020

Schwieriger Titel. Tut mir leid. Ich will keinem zu Nahe treten, in diesen Tagen schon gar nicht. Aber ich habe mal wieder Lust, eine Postkarte zu verschicken.

Tausende Flugzeuge liegen derzeit am Boden, die Reisebranche (Hotels, Pensionen, Restaurants, Guides, Fahrdienste) liegen gleich daneben. Schlimm. Ein Flugzeug am Himmel zu sehen, ist mittlerweile eine Seltenheit geworden. Und wir werden wohl auf längere Zeit nicht mehr aus einem Flugzeug auf die Wolken schauen können. Auch wenn das Image der Fliegerei schwer angeschlagen ist und mein CO2-Footprint der letzten Jahre auch nicht gerade mustergültig war, möchte ich ein paar Impressionen aus den letzten Wochen vor Corona teilen.

Fliegen ist eine großartige Erfindung. Wenn die Ingenieure doch nur irgendwann einen Umweltfreundlichen Antrieb entwickeln könnten … dazu wäre doch jetzt Zeit.

Hier die sechs schönsten Bilder aus 2020:

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PS: Auf den Bildern sind Markenzeichen von Fluggesellschaften zu sehen. Es solle bitte nicht der Eindruck entstehen, ich stünde bei denen auf der Zahl-Liste. Eigentlich wollte ich die Logo’s mit Klebezetteln abdecken, aber keine Crew wollte mir die Tür aufmachen 😉

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(immer gern skurril und nachdenklich, Hochglanzbilder gibt‘s im Katalog)

 

 

30) Postkarte aus Bukarest

Die 30. Postkarte meiner Serie kommt aus Bukarest. Die Tage waren gut bepackt mit Arbeit, aber es gab auch wieder Skurriles und Nachdenkliches zu entdecken.

Bei Ankunft im Dunklen war aus dem Hotel-Fenster nicht viel zu sehen. Im Morgengrauen dann erschien immerhin eine Silhouette der Umgebung. Bei Tageslicht verwandelt sich die dunkle Masse in die „Kathedrale der Erlösung des rumänischen Volkes“ und dahinter zeigt sich der „Parlaments-Palast.

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Letzterer wurde in den 80-er Jahre aus der Erde gestampft, gehört flächenmäßig mit zu den größten Gebäuden der Welt. Diktator Ceausescu erlebte nicht mal den Ablauf der Gewährleistungsfrist für diesen Protzbau, denn sein Volk schickt ihn Ende ´89 in die Hölle. Trotzdem ist das schon ein beeindruckendes Bauwerk. Der Bau reicht fast genauso tief in die Erde, wie er oben herausschaut. Mehr kann man bei Wikipedia nachlesen.

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Rund um die Inner-City stehen viele Plattenbauten. Sie scheinen alle zur gleichen Zeit gebaut worden zu sein. Ein Haus sieht aus wie das andere und alle Gebäude bräuchten dringend Spachtel und Farbe. Im Stadtteil Lapinska gab es aber auch ein paar prächtige Altbauten zu entdecken.

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Mein Erlebnis der Woche? Ein Auto vor uns kracht mit dem Vorderrad in einen Gulli. Der Gulli-Deckel ist nirgends zu sehen. Vier Männer steigen aus dem Auto, machen ein paar Photos und Selfies. Dann heben sie das Auto aus dem Loch und steigen wieder ein. Ein Mitfahrer ist noch so hell, geht über die Straße zu einer Baustelle, schleppt eine Bake heran und stellt sie vor das Loch. Sehr verantwortungsvoll.

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Irgendwer hat mir erzählt, dass Obdachlose und Straßen-Kinder die Gullis öffnen, um darin die kalten Nächte zu überstehen. Irgend etwas wird schon dran sein.

<— Andere Postkarten

27) Postkarte vom Auf und Ab der Sonne

Vor genau einem Jahr, habe ich hier ein paar Bilder schöner Sonnenauf-und Untergänge aus 2018 veröffentlicht. Aber auch 2019 gab‘s wieder tolle Bilder, die es bislang noch nicht ins weltweite Dorf geschafft haben.

Rückblickend kann ich feststellen, dass ich dieses Jahr wohl einen Faible für den frühen Sonnenaufgang hatte und für Bilder aus dem Flugzeug-Fenster. Shame on me! Mein CO2-Footprint aus 2019 muss auf die Agenda für die Verhandlung der Vorsätze für 2020 … aber das wird ein eigener Beitrag.

Ich wünsche allen Lesern vom schreib.blog schöne Weihnachten. Genießt die freie Zeit mit Familie, Hund und Katz! Bis die Tage.

Hier nun erst einmal ausgewählte Bilder früher Morgenstunden im Park:

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Und nun ein paar Bilder aus luftiger Höhe. Eigentlich fand ich es doof, dass mich die App der Airline immer links platziert hat, aber für die Aussicht war es besser.

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Macht‘s gut, muss mich jetzt ums Fest kümmern 😉

Andere Postkarten gibts hier >>

 

Beitrag 199 – Vom Reisen

Ach ja, das Reisen. Es gibt soviel zu entdecken auf dieser blauen Kugel. Städte, Dörfer, Bauwerke, Meere, Flüsse, Wüsten, Wälder, Berge, Täler und Dschungel.

Wenn doch nur Reisebudgets und Urlaubskontingente etwas üppiger ausgestattet wären, nicht wahr? Dann könnte man sich viel mehr ansehen, andere Menschen treffen und für kurze Zeit in das Leben vor Ort eintauchen. Deshalb verreist man ja schließlich oder nicht?

Na ja, nicht ganz. Na klar, ist das „Reisen“ hauptsichlich das Mittel der Wahl, um zu den Hot Spots dieser Welt zu kommen. Aber das „Reisen“ an sich, also der Weg dorthin oder auch die Strecken zwischen den Zielen macht ja auch etwas mit uns. Und von diesen …. handeln die folgenden fünf Beiträge

Viel Spaß beim Lesen

 

53) Mittelplatz

Einen Mittelplatz im Flugzeug? Den kann man lieben oder hassen. Je nach dem, ob man ihn leer neben sich oder unter sich hat.

Bekommt man solch einen Mittelplatz neben sich zur freien Verfügung, ist das großartig. Es schafft Distanz zum nächsten Sitznachbar und man kann ganz wunderbar seinen Krempel auf der Sitzfläche verteilen. Buch, Müsli-Riegel, Schreibzeug, Handy. Super.

Wurde aber der eigene Hintern so einem Mittelplatz zugewiesen, kann man sich schnell fühlen, wie ein Burger-Bratling zwischen zwei pappigen Brötchenhälften. Ohne Gurke, ohne Sauce. Käse auch nicht.

  • Während der linke Nachbar seinen Leib in den Gang hängen und der rechte Nachbar an die kalte Fensterfront schmiegen kann, bleibt dem Loser in der Mitte nur die erschöpfende, kerzengerade Sitzposition. Aufrecht, mit Blick nach vorn.
  • Zunehmend unangenehm wird es, wenn die Nachbarn ihre Unterarme flächig auf den Armlehnen verteilten, so dass man nicht einmal mehr mit den Musikantenknochen eine minimale Auflagefläche findet.
  • Dann kann man eigentlich nur noch die Arme verschränken und auf baldige Landung hoffen. Oder auf die schwache Blase der Nachbarn, welche die Chance auf Rückeroberung der Armlehne erhöht. Dann sollte man aber sicher sein, nicht selbst bald aufs Bord-Klo zu müssen.
  • Die nächste Verschärfung der Situation entsteht, wenn Sitznachbarn übermäßig breitbeinig sitzen oder deren Oberschenkel im Schlaf erschlaffen und dann zu mir in meinen Fußraum kippen. Oaaah nee! Dann schaltet der kleine Asberger in mir sofort die rote Lampe an. Mach das weg!
  • Die absolute Krönung wäre sicher das Anlehnen eines schlafenden, schnarchenden, sabbernden Koloss, der den Abend zuvor beim Griechen war und mir nun mit offenem Mund auf die Schulter tropft. Trotz jahrelanger Flugerfahrung ist mir das noch nicht passiert, aber wenn das jemals geschehen sollte, mache ich ein Selfie von uns beiden Kuschelmonstern und poste es hier

Versprochen !

Nachtrag 18:16 Uhr. Habe meinen Platz eingenommen.
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Frühere Beiträge aus der Kabine:

26) Postkarte aus Berlin: Nachthimmel

Was habe ich nicht schon alles über unseren Flughafen geschimpft. Hier auf dem Blog, aber auch in älteren Publikationen auf Papier. Wenn man aber von ihm abhebt oder auf ihn zufliegt, ist das allerdings schon ein Erlebnis, was sonst kaum noch Städte zu bieten haben.

Trotz der Klima-und Flugzeug-Diskussion möchte ich ein paar Eindrücke teilen:

Am schönsten finde ich den Abflug nach Ost. Die Maschine hebt zunächst steil ab, dreht dann bald nach rechts weg und schraubt sich stetig in die Höhe. Dem Uhrzeigersinn fliegt man dann über die östlichen Außenbezirke und sieht viel von der Innenstadt. Mit etwas Sucherei kann man sogar sein eigenes Wohnhaus entdecken. Üblicherweise sitze ich eher am Gang und kriege davon nicht viel mit, letzte Woche aber wurde ich auf einen Fensterplatz gebucht und hatte damit die Gelegenheit, am frühen Morgen ein Bild der Stadt zu machen.

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Aber auch bei Rückkehr am Abend finde ich den Anflug von Süden über Ost nach Nord am besten. Man sollte aber links sitzen. Nach dem die Crew die Kabine abgedunkelt hat, wird’s immer ruhiger in der Kabine und wegen der deutlich abnehmenden Höhe, fühlt man sich immer etwas leichter. Im Süden kann man die Seen und den neuen Flughafen erahnen, dann dreht der Flieger entgegengesetzt des Uhrzeigers über Marzahn, Ahrensfelde, Malchow, Weißensee, Pankow, Reinickendorf bis runter nach Tegel rein. Über dem Kurt-Schuhmacher Platz ist man so tief, dass man in die Wohnzimmer der Anwohner schauen kann.

Na, wat‘ jibs‘n bei euch zu’n Aben’brot?

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Schon cool irgendwie 😉

33) Digital Detox in der Cloud

Good Morning, Your capitan speaking … bla bla … flight time to Munich today will be one hour and ten minutes. Enjoy your flight!

Was, ein Inlandsflug?? Pfui! Hat der etwa keine Flugscham? Doch doch, ich schäme mich. Schon wieder. Aber dazu bald mal ein anderer Beitrag hier auf‘m Blog.

Eine Stunde und zehn Minuten Zeit nur für mich, das ist ein wahrer Luxus. Was kann ma da alles schönes anstellen?

  • Einen Blog-Beitrag verfassen?
    Logisch, das geht auch hier oben über den Wolken, aber dazu fehlt mir gerade eine Inspiration
  • Schlafen?
    Besser nicht, dann fühle ich mich in München wie gerädert und trage das den ganzen Tag mit mir herum
  • Auf dem Handy daddeln?
    Ja, kann man machen, aber ohne Netzanbindung kann ich nur alte Nachrichten lesen. Das Vergnügen ist irgendwie endlich
  • Magazine auf dem Tablet schauen?
    Hätte ich zwar offline dabei, aber um 06:45 Uhr fühle mich noch nicht ganz so aufnahmebereit für komplexere Informationen
  • Musik oder Hörbuch hören?
    Auch ´ne Idee, Musik lenkt aber von Gedanken ab und Hörbücher machen mich, zumindest im Sitzen, müde
  • Fotos aussortieren?
    Eine wunderbare Aufgabe für den Flieger, aber auf dem kleinen Bildschirm auch nicht gerade optimal. Außerdem saugt das den Akku leer
  • Im Board-Magazin blättern?
    Ist irgendwie immer dasselbe. Start Up-CEO‘s Mitte 20 geben ihren Senf ab, es werden Städte vorgestellt wo ich schon war und Prominente zeigen, welche Gadgets sie in ihren Koffern mit sich herum tragen
  • Im Shopping-Katalog blättern?
    Ganz nett zum inspirieren, aber so viele tragbare Lautsprecher, Adapter, Uhren, Mäh-Roboter, Saug-Roboter und Powerbanks kann ich niemals brauchen

Und nun?

Ich bestelle mir einen Premium-Krümel-Kaffee, packe den ganzen Medien-Kram beiseite, schaue aus dem Fenster und lasse den Gedanken freien Lauf.

Frühere Beiträge zu Fliegerei und Medien:

19) Lifejacket under seat

Keine Ahnung, wie oft ich schon die Sicherheitsunterweisung im Flieger dargeboten bekommen habe. Notausgänge vorn und hinten, Anschnallen, Flugmodus und so weiter. Ansonsten … „bitte die Sicherheitskarte vor ihnen in der Sitztasche…“ beachten.
Immer das selbe Schema.

Obwohl…, in den letzten Monaten wurden wieder ein paar neue Elemente in die Dramaturgie eingebaut. Man spricht von sich überhitzenden, gar qualmenden Mobiltelefonen und von E-Zigaretten. Letztere dürfen natürlich nicht geraucht werden. Auch nicht heimlich auf dem Klo, Mensch! Kam die Einweisung früher noch vom kostümierten Board-Personal, wird das Programm auf der Langstrecke nun immer mehr per Video „performed“. 

Das ist häufig ganz lustig gemacht, wenn auch etwas realitätsfern:

  • Animierte Mutter und Kind sitzen glücklich nebeneinander. Mama nimmt dem Sohn das Handy weg und schaltet ihm den Flugmodus ein. Der Junge lächelt sie an und nickt verständnisvoll.
  • Ein Business-Typ sitzt auf seinem Platz und tut nicht nichts. Auf einmal fallen Sauerstoff-Masken von oben herab, entspannt greift er zur Maske und bleibt die Ruhe in Person. Wie in der Joga-Klasse.
  • Mein absoluter Liebling ist aber die Animation im Falle einer Notwasserung. Der Passagier tritt an die Türschwelle, lässt noch einen Blick übers seichte Meer schweifen und zieht den Stöpsel seiner gelben Weste. Und dann folgt: „An der Schwimmweste befindet sich eine Pfeife, mit der sie im Bedarfsfall Aufmerksamkeit erregen können“. 

Dann stelle ich mir vor, wie ich allein im großen Pazifischen Ozean herumtreibe, so vor mich hin pfeife und außer dreieckigen Fischflossen nichts zu sehen ist. 

Allerdings ist ein Notfall im Europäischen Mittelmeer in diesen Tagen auch kein Geschenk. Ob nun mit oder ohne Pfeife…

Andere Beiträge aus meiner Fliegerei

 

 

 

11) Postkarte aus Mexico-City 2019

Im Februar hatte ich eine Woche in Mexico-City zu tun. Alles, was ich vorher über die Stadt, wusste, oder annahm, lässt sich wie folgt zusammenfassen: Ein „Moloch“ mit 20 Millionen Einwohnern und sehr gefährlich. Neben der Arbeit, konnte ich ein paar Eindrücke aufschnappen und auch wieder Kuriositäten sammeln.

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Zuallererst. Ja, Mexico-Stadt ist „groß“, aber das Wort „Moloch“ würde ich nicht sofort  verwenden. Wir wahren zwar nur in der Innenstadt unterwegs und die kann bestimmt nicht für die ganze Stadt stellvertretend sein, aber in den Vierteln Zona Rosa, Polanco, Downtown und Roma habe ich ein sehr angenehmes Stadtbild erlebt. Viele schöne Häuser, viele Bäume, Bars und Restaurants gibt es da und alles kann man wunderbar erlaufen. Fühlt man sich irgendwann müde oder allein, kann man überall in ein Taxi umsteigen.

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Zumindest bis Einbruch der Dunkelheit kann man sich gut zu Fuß bewegen, danach leeren sich die Straßen sehr schnell und es wimmelt überall von Polizei. Was mich zur ersten Kuriosität führt. Ein Drittel der Bevölkerung scheint bei Polizei, Straßenwacht und bei irgendwelchen Ordnungsdiensten angestellt zu sein. Das scheint mir praktisch, reduziert es doch die Anzahl der zu überwachenden Bürger auf einen Schlag deutlich.

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An unserem freien Tag, fuhren wir circa eine Stunde nach Norden zu uralten Pyramiden der Mayas. Links und rechts entlang der Autobahn, konnten wir einen Blick auf die Vororte der Stadt werfen. Dicht an dicht und bunt angemalt stehen einfachste Häuser bis hoch die Hügel hinauf. Bei dem Anblick scheint uns die Zahl „20 Millionen“ allerdings zu klein gegriffen.

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Die Pyramiden-Anlage Teotihuacán ist über 2.000 Jahre (!) alt und wirklich beeindruckend. Wahnsinn, was die Menschen damals schon ohne schwere Technik bewerkstelligt haben. Keiner weiß so Recht, was die 200.000 Einwohner dort getrieben haben und warum sie verschwanden. Beim Besteigen der 60 Meter hohen Sonnen-und Mond-Pyramide merken wir, dass wir uns bereits auf über 2.200 Meter Höhe ü. NN befinden und vier Tage in einem Meeting-Raum gehockt haben.

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Was den Amerikanern ihr Baseball und uns Deutschen der Fußball ist, ist den Mexikanern anscheinend das Wrestling. Bislang kannte ich ja nur die amerikanische Variante aus dem zufälligen Fernsehen, aber nun hatten wir die Gelegenheit, das mexikanische Programm in der „Mexico Arena“ zu sehen. Nun bin ich wahrlich kein Wrestling-Kenner, aber es war sehr interessant zu sehen, wie die Mexikaner um uns herum mitfieberten. Es wurde viel geflucht, geschimpft und häufig hörte ich so etwas wie „…su Madre“ hinter uns. Noch mehr aber wurde gejubelt und mit Münzen geworfen, wenn der Kampf besonders toll war und der Favorit siegte.

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Fazit: Mexico-City war viel schöner, freundlicher und grüner als ich es mir vorgestellt hatte. Wenn man in der Innenstadt bleibt und Nachts nicht unbedingt zu Fuß allein durch die Straßen tingelt, kann man viel entdecken und genießen. Und das Essen?  Ja… das ist großartig, vielfältig, preiswert und überall.

Frühere Postkarten: