272) Corona-Lektionen 109

Omikron ist angekommen und macht sich breit. Ein Premierminister stolpert hoffentlich bald über seine Lockdown-Partys, ein Tennis-Star fliegt ungeimpft zu den Kängurus und hält sich für was ganz Besonderes. Und ich habe bald meine zwei Jahre Dauer-Höhlenoffice voll. Eine kleine Jubiläumsfeier? Na besser nicht, das fällt mir später sonst mal auf die Füße.

Ein paar Gedanken der letzten Tage:

Inzidenz
Steigt. Selbst in unserem schnuffigen Lastenfahrrad-Macchiato-Stadtbezirk, in den statistisch auch das grüne Pankow am Rande der Stadt einfließt, knacken wir bald die 1000. Schaut man sich die Corona-Karte von Berlin an, müsste man eigentlich nach Marzahn-Hellersdorf ziehen. Die dortige Inzidenz von 63 klingt echt paradiesisch. Oder auch nicht. Denn das heißt entweder, dass es dort keine netten Kneipen, Kinos und Restaurants gibt oder eine fette Datenpanne.

Impfen
Zäh. Die Impfpflicht entwickelt sich zum Rohrkrepierer, weil der Bundestag wegen Karneval und anderen Terminen nicht zusammenkommen kann. What? Also wenn sie das Thema nicht angehen wollen, dann sollen sie es sagen, aber so herumzueiern und nach Ausreden suchen ist nun wirklich etwas albern. Während sich die meisten Menschen selber um einen Termin zum Boostern „bemühen“ oder gute Gründe haben, es nicht zu tun, wandeln manch andere ziellos durch die Straßen.

„Spaziergänge“
Schwierig. Einerseits kriegen die „Spaziergänger“ schon viel zu viel Aufmerksamkeit und dann denke ich, sollen sie doch durch die Straßen ziehen, was soll man auch sonst tun, wenn man nicht mehr ins Kino oder Fitnessstudio darf. Andererseits sind diese Zusammenkünfte ohne Mund-Nasen-Schmuck doppelt gesetzeswidrig, da 1. nicht angemeldet und 2. gegen Infektionsschutzbestimmungen. Klingt spießig, ist aber nun mal so. Und da frage ich mich schon, wie lange die Behörden zuschauen wollen. Wenn man sich erinnert, was die Polizei sonst so auffährt, wenn es ein besetztes Haus zu räumen gilt oder Linksautonome zum 1. Mai unterwegs sind, muss hier gehandelt werden.

Zukunft
Hoffnungsvoll. Hört man den Wissenschaftlern zu, könnte es da ein kleines Licht am Ende des Tunnels geben. Durch die vielfach höhere Ansteckungsfähigkeit aber geringere Gefährlichkeit von Omikron, könnte sich das Biest quasi selber trocken laufen und zu den Grippe-Viren gesellen. Bleibt nur zu hoffen, dass dieses Licht kein Zug ist, in dem noch mehr bucklige Variantenschaft der Corona-Sippe sitzt und an unserem Bahnhof aussteigen will. Mal sehen wie das alles weitergeht.

Diesen Beitrag möchte ich mal wieder mit dem Satz beenden, den ich hier am 13.03.2020 in >Corona-Lektion 1 zum ersten Mal hatte.

Passt auf euch auf und tragt zur Beruhigung der Lage bei!

Nachtrag 16.01.2022: Beim Lesen der Berliner Morgenpost vom Wochenende, löst sich das Rätsel um die niedrige Inzidenz in Marzahn-Hellersdorf auf.

Da wird auf Seite 15 wie folgt zitiert:

„Die zu Beginn der Pandemie als Grundlage des bezirklichen Erfassungssystem gewählte und nach damaligem Stand großzügig bemessene Datenbank hatte durch die stark steigenden Fallzahlen und damit auch exponentiell anwachsenden Datenbestände ein bestehendes Limit erreicht.“

<— Corona-Lektionen 108

–> Corona-Lektionen 110

263) Corona-Lektionen 107

Tja, was gibts neues bei Corona und seiner buckligen Verwandtschaft? Im Wesentlichen 3G im Handel und im ÖPNV auch, die Neuinfektionen sinken leicht, zumindest hier in Berlin. Alles Weitere könnt ihr woanders nachlesen. Möchte hier keine coronologische Coronik führen, sondern eher zurück zu uns … uns … tja … was sind wir eigentlich im Corona-Kontext? Gastgeber, Beobachter, Opfer, Nutznießer, Verstärker?

Interessante Frage eigentlich, aber nicht heute, ich komme ein anderes Mal drauf zurück.

Ein paar Gedanken der letzten Tage:

Relativität:
In den Nachrichten sah die Kurve kürzlich schon sehr erfreulich aus, sie war fast am Boden des Diagramms angekommen. Beim genaueren Hinsehen sah ich, dass die Skala aber auch erst bei 300 -er Inzidenz begann. Vielleicht kann man mit dem Praktikanten, der das Chart gemacht hat, noch mal reden?

Nähe:
Ich schaue mit den Kids einen Weihnachtsfilm, da sitzen die beiden Protagonisten nebeneinander im Flieger. Sie sprechen sich an, sie pusten, atmen einander an, beide Gesichter nur eine halbe Armlänge entfernt. Instinktiv zucke ich selber schon zurück, so nahe ist mir kein fremder Mensch seit 2 Jahren gekommen. Außer vielleicht der Zahnarzt, aber der hat eine Maske auf. Es wird wohl noch dauern, bis ich eine solch fremde Nähe mal wieder zulassen kann.

Wortwahl:
Die Morgenpost schreibt in der Wochenendausgabe: „Beschäftigte in Pflegeheimen und Kliniken müssen bis Mitte März 2022 genesen oder geimpft sein.“

Also ihr lieben Beschäftigen: Wenn ihr aktuell im Intensiv-Bett liegt, dann habt ihr noch etwas Zeit, Ihr solltet euch aber ranhalten. Wenn ihr immer noch keinen Bock auf Impfen habt, dann legt euch mal bald eine Infektion zu, damit ihr das noch bis Mitte März 2022 hinbekommt. Denn ihr müsst „bis Mitte März genesen sein“.

Coronastalgie:
Neulich schrieb ich in >New Concert etwas nostalgisch über Konzert-Events vor der Pandemie und da kam mir das Wortspiel „Coronastalgie“ in den Kopf. Ich habe dann gleich die große Datenkrake befragt und es gibt den Begriff wirklich noch nicht, zumindest nicht im Deutschen. Also betrachte ich mich mal als Wortschöpfer, zumindest solange bis die großen Gazetten wieder übernehmen. Aber ich bin mir noch nicht im Klaren, von welcher Epoche ich mit diesem Begriff schwärmen will.

  • Von der Zeit vor der Pandemie? Mit interkontinentalen Reisen, Kultur, Party und Nähe?
  • Ober von der Zeit in der Pandemie? Mit Verzicht, Focussierung, Besinnung und Distanz?

In diesem Zusammenhang möchte ich noch mal meinen Beitrag >Postpandemische Belastungsstörung von Juni 2020 empfehlen. Der spielt in der damaligen Zukunft, im Juni 2021 und blickt zurück auf ein Jahr Pandemie. Eigenlob stinkt zwar, sagt man, aber ich find den gut und ich habe hier Hausrecht 😉

Schöne Woche noch!
T.

<— Corona-Lektionen 106

–> Corona-Lektionen 108

262) New Concert

Das letzte Mal war ich auf einem Live-Concert im September. Im September des Jahres 2019. Kurz darauf bestieg die C-Band variantenreich die Bühne und machte solche Events lange Zeit unmöglich. Das alles scheint schon ewig her zu sein, nicht nur wegen der Zeit, die vergangen ist, sondern wegen dem unbeschwerten Ablauf damals.

Alle mal hinsetzen, der Onkel erzählt von früher:

  • Man kam relativ spät dort an, musste das Papier-Ticket vorzeigen, Taschen abklopfen lassen, fertig. Und schon drin. Nix App, nix Zweit-Akku, nix Personalausweis. Dann die Jacke wegbringen, zum Bierstand gehen und weiter in die Halle, wo entweder noch leise Musik von CD lief oder manchmal schon die Vorband spielte. Auf jeden Fall war es knackevoll, die Luft schon stickig bevor es überhaupt losging. Vorfreude.
  • Man quetschte sich hier und da durch, eng an eng. Haut an Haut. Irgendwo wurde heimlich geraucht, oder gekifft oder beides. Sobald das Licht ausging und die ersten Klänge der Hauptband zu hören waren, rückte die Menge weiter nach vorne. Spots an. Nebel an. Good Evening Berlin! Ölsardine. 
  • Und man tauchte ein, in einen oft zweistündigen Gig. Fremde Arme im Gesicht und fremde Getränke im Nacken. Mädels auf den Schultern ihrer Kerle. Singen, Rufen, Pfeifen … ein Orchester der Aerosole. Wippen, Wiegen, Hüpfen, Tanzen, bis man pitschnass war. Klatschen, Jubeln oder Heulen, wenn sich der Lead Singer für eine Ballade ans Piano setzte und zig Handy-Lampen angingen. Gänsehaut.

Gestern war ich mal wieder beim einem Konzert. Zwar nur übers WLAN, aber immerhin live, live in unserer Stadt, gar nicht weit von hier.

Natürlich waren da nur wenige Gäste zugelassen, alle waren 2G und hatten zusätzlich Masken auf. Ich hielt sogar noch einen zusätzlichen Abstand von 4 Kilometern, daher brauchte ich keine Maske. Bierchen gab’s aus dem Kühlschrank, ohne Pfandbecher und Anstehen. Rauch kam aus einem Räucherstäbchen, ein satter Sound aus dem Kopfhörer und ich hatte genug Platz um mich herum.

Zum Wippen, Wiegen … ja sogar Klatschen … und auch etwas … Heulen.

Großartig. Gern mehr davon.

Willkommen im New Normal

 

Andere Beiträge zu Musik und Konzert:

258) Corona-Lektionen 106

Wird es eigentlich noch hell oder schon wieder dunkel? Die Frage stelle ich mir gerade, wenn ich aus dem Fenster schaue. Die gleiche Frage kann man sich aber auch stellen, wenn man auf die Corona-Zahlen blickt. Aber ich habe überhaupt keine Lust heute auf das Infektions-und Impfgeschehen einzugehen, ich will schließlich auch keine Corona-Chronik … Coronik … hier aufbauen. Deshalb kehre ich heute mal wieder zum Alltag zurück und dokumentiere ein paar skurrile Momente, die zeigen, wie „coronarisiert“ wir schon alle sind 😉

Ausgewählte Situationen der letzten Tage:

Höhlenoffice 1:
Ich musste in einem Meeting etwas notieren, griff hektisch nach Stiften und bekam nur ausgedienten Stifte-Schrott zu greifen. So etwas hätte es vor Corona nie gegeben. Da fanden ständig neue Kugelschreiber den Weg in unsere Höhle. Fluggesellschaften, Hotels und Lieferanten versorgten uns ständig mit neuem Schreibbesteck. Ich setzte das Wort „Kugelschreiber“ auf die Einkaufsliste.

Höhlenoffice 2:
Am späten Nachmittag bimmelte ein mir völlig unbekannter Ton, ich konnte den überhaupt nicht zuordnen, die Kids zuckten auch nur mit den Schultern. Dann rief der Stammhalter aus dem Südflügel. „Papa, das ist dein Arbeitshandy!!!!“ Aha. Tatsache. Ich lade das Ding zwar regelmäßig auf und kommuniziere damit auch schriftlich, aber telefonieren? Nee! Ich rollte die Anrufliste zurück und sah den letzten Anruf am 9. Juli 2021 von einem „Unbekannt“. Tja, tut mir Leid, aber da war ich im Urlaub.

1G, 2G, 3G:
Der Stammhalter und ich zogen uns gestern James Bond (Moonraker) rein. Roger Moore besucht dabei einen Art Branson-Musk-Verschnitt der 70-er Jahre und schaut sich auf dessen Gelände um. Dabei willigt Bond ein, eine Humanzentrifuge zu probieren. Eine Assistentin klärt ihn ausführlich auf, welche g-Kräfte dabei wirken und was das mit den Astronauten so macht. Sie spricht von 1 g, 2 g, 3 g … über 10 g … bis 20 g. Der Stammhalter stutzt … verdutzt … und murmelt nur: „Hähh, 3G?“

Praxis:
Kurzer Termin beim Arzt, ich sitze im überbelüfteten, unterkühlten Warteraum. Außerhalb meines Blickfeldes höre ich einen unendlichen Dialog zwischen einem Ehe-Paar, aus dem ich hier nur Auszüge in herrlichem Berliner Dialekt wiedergeben kann. Und ich beschränke mich nur auf den Herren 😉

  • „Is‘do zum Kotzen hia!“
  • „Soll’n die Scheiße hia?“
  • „Woher soll ick‘n dit wissn‘, wat schreib‘ ick‘n da nun?
  • „Welche Medikamente?“
  • „Müss‘n die doch wissen“
  • „Soll ick jetze die janze Liste meener Pillen hier uffschreiben?“
  • „Kann do‘ nich‘ wah sein, hia!“
  • „Die erste Impfung?, Keene Ahnung, Mensch.“
  • „Und die zweete? Wees ick doch nich‘“
  • „Müssen die doch wiss‘n“
  • „Man, dit liest doch eh keena“

Ohne die beiden zu sehen, wusste ich, warum die in der Praxis wahren 😉

Und dann folgte das Highlight: Ein weiterer Patient betritt die Praxis „oben ohne“, stellt sich an den Tresen und platziert sein Anliegen:

  • Er: „Hallo, ich hab einen Termin.“
  • Sie: „Haben Sie auch eine Maske?“
  • Er: „Ja. Soll ich die jetzt aufsetzen?“
  • Sie: „Ja, wäre schon angebracht, oder?“

Herrlich, leider war mein Telefon-Akku fast leer, ich hätte das am Liebsten aufgenommen und malte mir ein anderes Dialog-Ende aus.

  • Sie: „Ach wo, wissen sie, wir tragen die Dinger hier nur zum Spaß und die anderen 50 Patienten auch. Aber bei ihnen machen wir eine Ausnahme. Setzen Sie sich doch. Einen Kaffee vielleicht, einen Keks, ein Stück Stolle?

Ich geh‘ kaputt …

<— Corona-Lektionen 105

–> Corona-Lektionen 107

255) Corona-Lektionen 105

Vor knapp einem Jahr, habe ich >Corona-Lektion 56 geschrieben. Würde ich den nun einfach kopieren, wäre dieser Beitrag hier schnell verfasst. Ein paar Dinge sind jedoch anders.

Gedanken der letzten Woche:

Déjà-vu?
Seit Tagen sehe ich die lila Welle auf der Corona-Karte näherkommen. Hätte ich jeden Tag ein Foto gemacht und würde ich die Bilder hintereinander abspielen, sähe das Ganze wie eine heranrückende Schlechtwetterfront aus. Wieder steigt ein beklemmendes Gefühl auf, es nimmt Tag für Tag zu, genauso wie im Frühjahr und Spätherbst 2020 und man kann sich nur schwer dagegen wappnen. Fenster vernageln und Sandsäcke stapeln bringt nichts.

Alles anders?
Aber die Situation ist eben nicht direkt vergleichbar. Wir kämpfen mittlerweile gegen Delta und erwarten jeden Moment, dass Omikron an die Tür klopft. Beide sind anscheinend viel ansteckender, als der initiale China-Import. Wir haben nun Test-Center, mehrere Impfstoffe, eine Corona-Warn-App und einen digitalen Impfausweis. Lief alles andere als flüssig, aber immerhin, haben wir das Besteck. Aber wir haben eben auch einen virologisch nennenswerten Teil der Gesellschaft, der meint, er hätte die Weisheit mit dem eigenen Löffel gefressen und, dass sie das alles nichts angeht.

Freiheit?
Soll von mir aus jeder glauben was er will, aber wenn eine bockige, teils auch manipulierte, influencierte Minderheit, das ganze Land in Geiselhaft nimmt, macht mich das sehr wütend. Am meisten ärgert mich, dass die Gegner der Corona-Politik für sich in Anspruch zu nehmen, auf die Straße zu gehen und laut „Freiheit“ zu fordern. Vielleicht sollte man es mal umdrehen und es sollten die Menschen auf die Straße gehen, die all die Maßnahmen vernünftig mitgemacht haben und mittlerweile die Faxen dicke haben.

Infektion?
Eine kleine, disziplinierte Familienfeier sorgte anschließend für mächtig Trubel und Verunsicherung, weil Kinder U12 dabei waren und danach positiv getestet wurden. Und wenn der Stammhalter danach mehrere Tage Kopfschmerzen hatte, man selber mal nicht den besten Tag erwischt hat oder die Corona-Warn-App rot bimmelt, dann stellt man sich gleich die bange Frage. „Hat es uns nun auch erwischt?“

Handeln?
In >Corona-Lektion 104 habe ich die drastischen Worte von Herr Wieler zitiert, als er circa 400 Tote pro Tag überschlug, bei der Zahl von 52.000 Neuinfektionen Mitte November. 400 Tote, die Zahl ist schwer zu greifen. Die Jungs von >Lage der Nation haben es diese Woche etwas plastischer gemacht. Jeden Tag ein Flugzeugabsturz über Deutschland. Keine Überlebende. Jeden Tag.

Und damit kommentierten sie ja nur noch mal die 52.000 Neuinfektionen von Mitte November. Unterstellen wir mal einen weiteren exponentiellen Anstieg und 70.000, 80.000, 90.000 Infektionen pro Tag sind es schnell 650 Tote und mehr. Zwei Flugzeugabstürze. Pro Tag. Rums. Rums.

Zwang?
Ich bin bestimmt kein Freund von staatlichem Zwang und beim Thema Impflicht war ich innerlich unentschieden, aber vermutlich ist es der einzige Weg raus aus dem Schlamassel. Die Gesellschaft wird nicht durch eine Impfpflicht gespalten, sondern durch fehlende klare Ansage und mangelnde Entscheidung dazu. Sollen sie es machen, dann gibts 6 Monate Getöse und dann ist das Thema durch. (Stichwort: Gurtpflicht, Helmpflicht, Rauchverbot, Masern, Meldepflicht, Census etc). Vielleicht hilft es Impfskeptikern oder Impfgegnern auch, sich erhobenen Hauptes aus dem inneren Konflikt oder von schwurbelnden Einflüssen von Freunden, Bekannten und Schwiegereltern zu lösen.

Wird vielleicht nicht jedem Leser hier schmecken, aber das ist ja auch mein Blog hier, hier habe ich Hausrecht und bestimme wie die Tische gestellt werden!

Schönes Wochenende!

PS: Apropos Hausrecht. Ich muss die beiden Bilder aus dem >Oktober-Trip nach Sachsen noch mal bringen.

Nun haben die da ein richtiges Problem. Wenn kapieren sie endlich, dass es da einen Zusammenhang geben könnte?

<— Corona-Lektionen 104

–> Corona-Lektionen 106

251) Corona-Lektionen 104

Meine Güte, da habe ich mal sechs Tage die Corona-Tasten ruhen lassen und schon überschlagen sich die Ereignisse. Kaum ist 2G in Berlin eingeführt, gehts nun in Richtung ((2G+(MASK)OR(TEST)OR(DISTANCE) x 10 Sprachen / 4 Millionen Einwohner), die das hier noch kapieren und vor allen Dingen mitmachen müssen.

Nicht falsch verstehen, ich will die Maßnahmen nicht durch den Kakao ziehen, aber es fällt mir als aufmerksamer Pandemie-„Follower“ mittlerweile schon schwer, nahe am aktuellen Regelungsgeschehen zu bleiben.

Ein paar Gedanken der letzten Tage:

Machtvakuum
Die eine Regierung winkt bereits zum Abschied in die Kameras, die andere ist noch nicht mal richtig im Amt und dieses Virus macht es sich genau in dieser Nische bei 7°C Außentemperatur gemütlich. Kuschel, Kuschel. Gekommen um zu Bleiben, zumindest für die nächsten fünf Monate, fordert es einen ständigen Klappsitz im Bundestag. Es überlegt aber noch, bei welcher Fraktion es lieber sitzen mag.

Hektik
Es kommt Dynamik ins Impfgeschehen, keiner weiß so genau ob‘s die Booster-Interessenten sind oder die Impf-Debütanten. Impfzentren wurden im Sommer mangels Arbeit geschlossen, nun werden Hausärzte überrannt. Schlau. Shopping-Center veranstalten Impf-Events und Impf-Busse versuchen den Stoff in die „Quartiere“ zu bringen. Ich habe es schon mal in einer früheren Corona-Lektion vorgeschlagen: Überlasst das vielleicht einfach den Lieferdiensten 😉

Frust
Es ist alles nur schwer zu ertragen. Natürlich versucht man immer Konsens herzustellen hier zu Lande, deshalb dauert alles viel länger, als anderswo. Ist ja irgendwie auch gut. Aber ich kann das Kollegen im Ausland kaum noch erklären. Deutschland war maßgeblich an der Entwicklung von Impfstoff beteiligt, hatte dann aber keinen abbekommen. Dann war der Stoff endlich da und man konnte sich um einen Termin „bemühen“. Irgendwann wollte das Zeug aber keiner mehr haben, da legte man es auf Halde oder verklappte es vor dem Verfallsdatum im Klo oder Ausland. Nun haben wir genug davon vorrätig, die Leute (egal warum) wollen & sollen es kriegen, aber nun mangelt es an Personal. Und an Tests mangelt es auch.

Nahezu gleichzeitig feiert man Karneval oder lädt zu Bundesliga-Spielen vor ausverkauftem Haus ein. Kapiere ich alles nich‘.

Mann des Tages
Das war für mich heute der Herr Wieler vom RKI, mit einer ganz einfachen Mathe-Rechnung. Liebe Kinder bitte aufpassen: Bei 52.000 Infektionen und einer aktuellen Case Fatality Rate (klingt besser als „Sterben“) von 0,8% sind das ca. 400 Tote. Pro Tag. Überschlage ich das mal bis Weihnachten sind das circa 12.000 Menschen. Mindestens. Schöne Weihnachten! Das hat er nicht gesagt, aber ich fand sein Statement an die Ministerpräsidenten sehr gut und deutlich:

Auszug:

„Aber die alle, da sterben 400 von in den nächsten Wochen, da kann keiner mehr was ändern, mit bester medizinischer Versorgung nicht.“ (…) „Also bitte haben Sie das immer im Kopf, da können wir nichts mehr dran ändern. Wir können nur noch nach vorne gucken … (…)

Ich hoffe, dass unsere geschäftsmüdende Regierung zugehört hat … und alle Impfgegner auch.

<— Corona-Lektionen 103

–> Corona-Lektionen 105

246) Corona-Lektionen 103

Die Ereignisse überschlagen sich. Deshalb kommt auch dieser Beitrag im Telegram-Stil daher. Also nicht als die verruchte Telegram-App, sondern als das Medium aus dem letzten Jahrtausend, über das mit wenigen Buchstaben kommuniziert wurde. STOP

Ein paar Gedanken der letzten Tage:

Impfung 1:
+++ Familie 100% geimpft +++ Unser D-Jugendspieler auch +++ Stolz! +++ Nationalspieler Beispiel nehmen! +++ Pfeife! +++ STOP

Impfung 2:
+++ Radiowerbung des BMG +++ Boostern +++ Anruf Arzt +++ Ende Februar +++ Shit +++ STOP

Politik 1:
+++ MP Kretschmer kurz vorm Heulen +++ Infektionen +++  Versäumnisse? +++ Schuld? +++ Selber! +++ Gepennt! +++ Nase fassen! +++ Aber danach Hände waschen! +++ STOP

Politik 2:
+++ CDU-Ralph kritisiert Auslaufen Epi-Lage +++ Attackiert Ampel +++ What? +++ Latten am Zaun? +++ Wer denn? +++ STOP

Inzidenz 1:
+++ Hier über 300 +++ F*CK! +++ STOP

Inzidenz 2:
+++ Events absagen? +++ richtig so! +++ STOP

Inzidenz 3:
+++ Tests wieder kostenlos +++ Lernkurve +++ richtig! +++ STOP

Machen?
+++ Ruhe bewahren +++ STOP

Rechtschreibung:
+++ STOP oder STOPP ? +++ SCH***egal +++ Krise ! +++ nich* wichtig +++ STOP

Schönen Abend +++ STOP

<— Corona-Lektionen 102

—> Corona-Lektionen 104

244) Corona-Lektionen 102

Seit einigen Tagen schaue ich wieder regelmäßiger auf die Berliner Corona-Karte. Noch vor kurzem, da lag unser Stadtbezirk weit unter 100-er Inzidenz, um uns herum waren sie schon bei 150. Nun hat unser Streberbezirk auch die 200 geknackt. Yes, we made it!

Schaue ich auf die Deutschlandkarte nähert sich von Süden immer mehr lila. Da wird mir ganz mulmig.

Ein paar Gedanken der letzten Tage:

The News:
Der Virus ist zurück in den Medien. Für ein paar Wochen im Sommer schien er vergessen. Die Infektionsdaten kamen kurz vor Sport und Wetter, manchmal schon gar nicht mehr.

Nun ist Corona wieder der Aufmacher, man will es gar nicht mehr hören. Das eine sind ja die reinen Daten, damit kann ich ja noch leben. Das Andere ist die mediale Ausschlachtung des Themas. Wenn ich schon morgens kurz nach sechs im Bad die ersten Corona-Interviews mit Hinz und Kunz ins Ohr gespült kriege, ist mir das echt zu viel. Und dann gibt es auch noch sehr unglückliche Formulierungen, auch im Öffentlich-Rechtlichen Radio, wo ich mich frage, ob das nun so zweckdienlich ist.

Beispiel: Zunächst eine kurze Nachricht, dass sich die Mehrheit der Deutschen eine Impfpflicht für gewisse Berufsgruppen vorstellen kann. Irgendwie positiv. Unmittelbar danach die Information, dass wohl ein Junge im Zusammenhang mit der Impfung gestorben ist. Das ist natürlich bitter, aber auch nicht gerade förderlich, wenn man mit den Impfungen vorwärtskommen will.

Kleinkinder:
Ich hatte Gelegenheit mit einer Krankenschwester zu quatschen, die nach 1 1/2 aus der Elternzeit zurückkam. Natürlich habe ich sie gleich befragt, wie die ganzen kleinen Menschen mit all dem umgehen, wenn sie ja Fremde eigentlich nur mit Maske kennen. Sie erzählt etwas aus dem Alltag und berichtet, wie fixiert der Sohn auf die Augen des jeweiligen Gegenübers ist. Krass. Ich bin gespannt was aus dieser Generation wohl mal wird. Verhörspezialisten? Immigration Officers?

Masken-Macke:
Neulich eile ich in den Supermarkt, kurz vor der Schiebetür greife mir die Stelle meiner Jake, wo üblicherweise meine Maske ist. Sie war weg. Sch… das kann nicht sein, die ist immer da! Habe ich die auf dem Weg verloren, habe ich eine andere Jacke an? Ich mache kehrt und laufe zurück, Auf der Hälfte des Weges merke ich, dass ich das Ding locker ums Kinn trage. Also ich habe eine Maske … und eine Macke.

Tja, und wie geht’s nun weiter? Schwer zu sagen. Aber wenn man mal davon ausgeht, dass die Infektionen ja bereits alle vor schon vor Tagen stattfanden und man bedenkt, dass ja niemand irgendwelche Maßnahmen (außer Impfen und 2G) im Angebot hat, zeitgleich aber überall die Masken fallen und sich der Bund nun auch noch aus dem Geschehen zurückzieht … oh oh.

Mal sehen wie das so weitergeht 

<— Corona-Lektionen 101

—> Corona-Lektionen 103

233) Corona-Lektionen 100 (Jubiläum ;-)

Das ist sie nun, die 100. Ausgabe dieser Reihe! Eigentlich wollte ich genüsslich im Eigenlob baden, aber es gab natürlich ein paar Entwicklungen, die wollen dokumentiert und kommentiert werden. Ich mache es kurz.

Impfen: 
Der Impfstatus der Familie liegt bei exakt 75% ;-). Damit liegen wir weit über Bundesdurchschnitt und arbeiten uns bereits an den Dänemark-Gold-Status heran. Weiter so!

Tankwart erschossen: 
Dass da so etwas noch passieren muss. Wegen einer Maske und einem Sechser-Pack Bier. Furchtbar. Na klar trägt der Täter die Verantwortung, rein strafrechtlich. Aber die Gesellschaft (und da meine ich alle) muss sich die Frage stellen, wie es dazu kommen konnte.

Frage 1: Wie kann ein Tankstellen-Kunde so ausrasten, wegen einer Maske, die er für 2 Minuten Kassiervorgang tragen muss?

Frage 2: Warum muss ein Student, der an einer Tankstelle jobbt, die Corona-Maßnahmen des Staates durchsetzen?

Wortwahl:
Es ist nicht das erste Mal, dass ich in dieser Reihe auf bestimmte Wörter hinweise, die mir sauer aufstoßen. Diesmal soll es das Wort „Daumenschraube“ sein. Es wird in den letzten Tagen vermehrt verwendet, wenn es darum geht, den Druck auf die Impfunwilligen und Impfunentschiedenen zu erhöhen. Auch in den öffentlichen-rechtlichen Programmen, für die ich immer eine Fahne hochhalte. Aber solche platten Begriffe polarisieren und verschärfen die Situation. Wer keine Ahnung hat, was eine Daumenschraube ist, findet im Internet genügend schmerzhafte Bilder. Da nehme ich lieber eine Impfung im Sechser-Pack.

Und nun aber zum Eigenlob:
Ja es sind 100. Beiträge geworden. Hätte ich nie gedacht. Und da es anscheinend für den Pulitzer-Preis nicht gereicht hat, rufe ich mich nun selber auf die Bühne und beantworte ein paar Fragen des virtuellen Laudators:

Wie bist du auf die Idee für diese Reihe gekommen?
Nun, daraus sollte eigentlich nie eine Reihe werden. Der erste Beitrag entstand im März 2020, um ein paar Gedanken loszuwerden. Ich stellte in Aussicht, dass es vielleicht noch einen zweiten Beitrag geben könnte. Und nun sind es eben 100 geworden.

Warum der Titel Corona-Lektionen?
Ursprünglich ging es mir gar nicht um die Corona-Bekämpfung, um alle die Daten und Maßnahmen. Ich wollte mich eher damit befassen, was die Pandemie mit uns macht und was wir für die Zukunft daraus lernen können. Daher der Begriff „Lektionen“.

Und dann?
Tja, dann ging es Schlag auf Schlag. Es wurde politisch und der Dissens in der Gesellschaft wurde lauter. Es dauerte nicht lange, und da fand das Wort „Freiheit“ den Weg in meine Beiträge. Die ersten Male bei Lektion 7, Lektion 17 und Lektion 41. Und kurz danach kam der Begriff “Demonstration“ hinzu. Beginnend in Lektion 31, Lektion 36 und Lektion 37, die mich emotional schon aufgewühlt haben.

Oh, das hat Deiner Beitragsreihe wohl einen deutlichen Moll-Anstrich verpasst?
Ja, da gab es Beiträge, wo ich sehr frustriert war, aber ich habe auch mit Humor und Augenzwinkern geschrieben. Zum Beispiel in Lektion 21, Lektion 23 oder Lektion 43. Man muss auch mal schmunzeln, auch in pandemischen Zeiten.

Welche Beiträge wurden am wenigsten gelesen?
Rein statistisch die Lektion 5, Lektion 32 und Lektion 44. Das haben die aber echt nicht verdient, die sind durchaus gut, vielleicht hatten die Leute einfach keinen Bock an diesen Tagen oder es gab eine Störung im WLAN

Und die Top-Seller?
Na ja, „Seller“ ist vielleicht das falsche Wort. Es sind ja eher Geschenke für die Leserschaft. Aber die besten Beiträge vom Klick-Volumen her, waren die Lektion 30, Lektion 38 und Lektion 42. Und natürlich, sie sind Spitzenklasse, keine Frage 😉

Du hast immer das gleiche Motiv für die Beiträge, oder?
Ja, das gleiche, aber nie das selbe. Ich habe fast jeden Arbeitstag den Sonnenaufgang fotografiert, für mich ein Symbol das täglichen Aufstehens, Nachrichtenhörens und dem dann folgenden „Weg“ ins Homeoffice. Manchmal war aber das Wetter schlecht oder das Bild verwackelt, einige sind der Löschtaste zum Opfer gefallen. Es gibt aber einen einzigen Beitrag, der das aus der Reihe tanzt, das ist die Lektion 92, denn die habe ich in Frankreich geschrieben.

Und wie gehts weiter?
Nun ja, das Thema beschäftigt mich schon und ich fürchte, da gibt es noch eine Menge zu kommentieren. Ich mache erst einmal weiter, vielleicht nicht mehr mit der Häufigkeit. Ich will ja keinen Corona-Blog betreiben.

Was willst Du Deinen Lesern mitteilen?
Großes DANKE für’s Lesen und dass es bei den Kommentarwechseln immer freundlich und sachlich abging. Ich würde mich freuen, wenn ihr weiter dran bleibt oder Freunde und Familie dazu einladet. Als kleine Zugabe, gibt es heute ein paar Sonnenaufgänge, die noch auf meinem Handy schlummerten, es bislang aber nicht auf die Titelseite geschafft haben.

Und wer das alles noch einmal Review passieren, kann hier die ganze Reihe von der Rolle weglesen 😉

Schönes Wochenende!

<— Corona-Lektionen 99

–> Corona-Lektionen 101

231) Corona-Lektionen 99

In dieser Folge mit der Schnaps-Zahl 99, will ich mich gar nicht so sehr auslassen über Infektionszahlen, Impfquoten und Luftfiltersysteme der neuesten Generation (… Fenster). Nein heute soll es mal wieder um uns gehen, was das Virus sonst mit uns macht, auch wenn es uns glücklicherweise bislang nicht ans Bett gefesselt hat. Denn so ist ja die Beitragsreihe hier ursprünglich mal gestartet.

Ein paar Erlebnisse der letzten Tage:

Reisefieber
Vergangenes Wochenende war ich mal verreist. Allein. Zu einer Party. Mit der Bahn. Das allein ist schon etwas Besonderes, denn während ich vor Corona quasi jede Woche „irgendwo“ hingefahren/hingeflogen bin, war ich die letzten 18 Monate nur auf der Kurzstrecke und in der eigenen Corona-Blase unterwegs. Und schon gar nicht für eine Party. Diesmal erwarteten mich 6 Stunden Zugreise, mit Gepäck, Umsteigen und Kaffee-Filter vor dem Gesicht.

Am Abend zuvor fühlte ich ungewohnte Unruhe. Habe ich alles? Was ziehe ich an? Wo muss ich hin? Wieviel Zeit liegt bleibt fürs Umsteigen? Wo sind all die Kabel hin? Und das Aspirin? Und der Ersatz-Akku, das Nackenkissen? Der Sichtschutz für den Laptop? Vor Corona war das alles gar kein Thema. Der Rucksack stand immer einsatzbereit an seinem Platz, voll bestückt, ich hätte jederzeit abhauen und für Tage autark agieren können. Das war mein Rolling Office, incl. Apotheke und Drogerie. Aber nun war ich doch leicht gefordert. 

Bahnfahrt
Die Fahrt war recht unspektakulär. Bis auf veränderte Wagenfolge, defekte Sitzplatzanzeige und dem üblichen Bahner-Jargon gibt‘s nicht viel zu berichten. Ich hockte dort, arbeitete und kämpfe mit der ständig beschlagenen Brille. Und dann bekam ich Hunger und griff zum Baguette. Der Nachbar hatte den gleichen Einfall und griff zu seinem. Ich stockte. Sollten wir jetzt etwa beide oben „blank ziehen“ und zeitgleich beherzt in französische Stangenbrot beißen oder besser doch nacheinander? Oder sollte ich warten, bis der mal aufs Klo geht? Und was, wenn der mit mir ein Gespräch anfangen will? Nach der Einfahrt am Ziel taten mir die Ohren weh, wegen dem straffen Gummi. 

Party
Auf der Fete war ich zu Anfang noch etwas gestört. Manch einer fiel mir um den Hals, andere steckten mir Faust oder Ellenbogen entgegen oder winkten aus der Ferne. So standen wir da nun. Und nun? Hinsetzen. Essen. An meinem Tisch begannen die Gespräche mit Corona, den letzten Monaten, Lockdown, Homeoffice, Zoom, Teams, Jogging-Hose und so weiter. Puhh, eigentlich hatte ich gar keine Lust da drauf, aber ich merkte, dass jeder etwas loswerden wollte, die Zeit abschließen, den Sack zumachen. Und wie geht’s sonst? Was macht die Arbeit? Rückkehr ins Office? Pläne? Reisen? Ich hätte etwas Coaching in „Social Nearness“ gebrauchen können, soziale Wiedereingliederung für einen Höhlen-Worker mit Segelohren.

Aber dann ging es auf die Tanzfläche und wir zappelten die halbe Nacht durch.

Geht noch.
Schön war‘s.
Und so wichtig
Schönen Sonntag
T.

<— Corona-Lektionen 98