121) Vergangenheit

Jeder hat eine davon. Ob man nun will oder nicht. Egal ob sie schön war oder weniger aufregend. Ob man sich gern an sie zurück erinnert oder sie lieber vergessen will. Nein, hier geht es heute nicht um die erste Liebe, sondern um die eigene Vergangenheit. In den letzten Tagen wurde ich mehrfach zurückgeworfen. In eine Zeit der Schwarzweiß-Bilder, Erinnerungsfetzen und Flashbacks, die ganz weit hinten im Oberstübchen liegen. Und dann ist es doch wirklich erstaunlich, was da alles noch vorhanden ist. Erlebnisse, Gespräche und Gefühle. Selbst Temperaturen und Gerüche. Alles lässt sich wieder hervorkramen.

Und das kann alles an einem Sonntag geschehen:

Sohnemann überzeugt mich, einen weiteren Instant-Messaging-Dienst zu installieren. Macht man halt heutzutage so. Kurz danach macht‘s „pling“ und mich schreibt Svenja (Name geändert) an. Mit Svenja war ich in Kita und Grundschule. Man könnte sagen, wir waren „zusammen“. Also so „zusammen“ man halt unter 11 Jahren ist. Und was hatte die für coole Rollschuhe.

Ich flitze zum Sportplatz und eine Frau kommt mir entgegen. Wir schauen uns beide unsicher an. Fußweg, Augen, Fußweg, Augen. Sag mal …? Bist du …? Nee, echt? Ich glaub’s ja nicht! Volltreffer. Doch. Sie ist es. Bettina (Name geändert) und ich synchronisieren uns. Family? Kids? Job? Wohnort? Und sonst so? Allet jut. Oh man, das waren Parties, Mitte der Neunziger.

Die Begegnung mit Svenja, treibt mich an, mal wieder nach Gero (Name geändert) zu googlen. Ich mache das seit Jahren immer mal wieder, denn der kann doch nicht von der Erdfläche verschwunden sein. Jeder hinterlässt doch heutzutage irgendwie Spuren. Ist dem was zugestoßen? Unsere Wege haben sich in den frühen 90-er Jahren getrennt, seitdem habe ich nichts mehr gehört. Und siehe da! Ein Doktor an einer Uni. Hah! Gefunden. So viele Erinnerungen kommen hoch. Viele Nachmittage haben wir verbracht, die Höfe im Viertel erobert.

Ist das alles nur Zufall? Oder wird man irgendwann empfänglicher für solche Begegnungen oder sucht gar aktiv danach?

27) Postkarte vom Auf und Ab der Sonne

Vor genau einem Jahr, habe ich hier ein paar Bilder schöner Sonnenauf-und Untergänge aus 2018 veröffentlicht. Aber auch 2019 gab‘s wieder tolle Bilder, die es bislang noch nicht ins weltweite Dorf geschafft haben.

Rückblickend kann ich feststellen, dass ich dieses Jahr wohl einen Faible für den frühen Sonnenaufgang hatte und für Bilder aus dem Flugzeug-Fenster. Shame on me! Mein CO2-Footprint aus 2019 muss auf die Agenda für die Verhandlung der Vorsätze für 2020 … aber das wird ein eigener Beitrag.

Ich wünsche allen Lesern vom schreib.blog schöne Weihnachten. Genießt die freie Zeit mit Familie, Hund und Katz! Bis die Tage.

Hier nun erst einmal ausgewählte Bilder früher Morgenstunden im Park:

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Und nun ein paar Bilder aus luftiger Höhe. Eigentlich fand ich es doof, dass mich die App der Airline immer links platziert hat, aber für die Aussicht war es besser.

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Macht‘s gut, muss mich jetzt ums Fest kümmern 😉

Andere Postkarten gibts hier >>

 

9) Postkarte aus Berlin: Sonnen

Beim Wort Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, denkt manch einer an einen warmen Ort am Meer, an sandige Füße und einen Cocktail in der Hand. Ein Sonnenaufgang-und Untergang kann aber auch auf einem Berggipfel atemberaubend sein. Man muss nur früh genug aufstehen oder am besten eine Nacht oben auf dem Berg bleiben. Egal wo ich in den Genuss eines Sonnenaufgang-oder Untergangs komme, finde ich es am besten, wenn ich allein oder in einem ganz kleinen Kreis von Menschen bin. Und solche Momente kann man sogar in einer Großstadt erleben. Nun bin ich wahrlich kein Foto-Profi, aber trotzdem finde ich die folgenden Fotos ganz ansehnlich.

Ein paar schöne Exemplare aus 2018 ganz ohne Kommentare:

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Fazit: auch ohne Cocktail in der Hand und Sand zwischen den Zehen kann man selbst mit gewöhnlicher Smart-Phone-Kamera schöne Momente einfangen. Am liebsten sind mir dabei die Sonnenaufgänge. Zum Beispiel die ersten drei Bilder oben. Es sind wenig Menschen unterwegs, es ist kühl und der Tag fängt erst an. Aber Sonnenuntergänge haben auch ihren Reiz. Wie die letzten beiden Bilder zeigen. Man hat das Gefühl etwas abzuschließen, lässt vielleicht Revue passieren und kommt dabei zu eigenen Schlüssen.

Approvos „Revue passieren lassen“ und „eigene Schlüsse ziehen“. Bald endet des Jahr 2018. Aber zunächst wünsche ich allen Lesern frohe Weihnachten mit Familie und Freunden. Ich verabschiede mich hiermit in die Blog-Pause, denn ich möchte in den Tagen zwischen den Jahren noch ein anderes Schreib-Projekt zu Ende bekommen. Nächstes Jahr bin ich wieder da!