233) Corona-Lektionen 100 (Jubiläum ;-)

Das ist sie nun, die 100. Ausgabe dieser Reihe! Eigentlich wollte ich genüsslich im Eigenlob baden, aber es gab natürlich ein paar Entwicklungen, die wollen dokumentiert und kommentiert werden. Ich mache es kurz.

Impfen: 
Der Impfstatus der Familie liegt bei exakt 75% ;-). Damit liegen wir weit über Bundesdurchschnitt und arbeiten uns bereits an den Dänemark-Gold-Status heran. Weiter so!

Tankwart erschossen: 
Dass da so etwas noch passieren muss. Wegen einer Maske und einem Sechser-Pack Bier. Furchtbar. Na klar trägt der Täter die Verantwortung, rein strafrechtlich. Aber die Gesellschaft (und da meine ich alle) muss sich die Frage stellen, wie es dazu kommen konnte.

Frage 1: Wie kann ein Tankstellen-Kunde so ausrasten, wegen einer Maske, die er für 2 Minuten Kassiervorgang tragen muss?

Frage 2: Warum muss ein Student, der an einer Tankstelle jobbt, die Corona-Maßnahmen des Staates durchsetzen?

Wortwahl:
Es ist nicht das erste Mal, dass ich in dieser Reihe auf bestimmte Wörter hinweise, die mir sauer aufstoßen. Diesmal soll es das Wort „Daumenschraube“ sein. Es wird in den letzten Tagen vermehrt verwendet, wenn es darum geht, den Druck auf die Impfunwilligen und Impfunentschiedenen zu erhöhen. Auch in den öffentlichen-rechtlichen Programmen, für die ich immer eine Fahne hochhalte. Aber solche platten Begriffe polarisieren und verschärfen die Situation. Wer keine Ahnung hat, was eine Daumenschraube ist, findet im Internet genügend schmerzhafte Bilder. Da nehme ich lieber eine Impfung im Sechser-Pack.

Und nun aber zum Eigenlob:
Ja es sind 100. Beiträge geworden. Hätte ich nie gedacht. Und da es anscheinend für den Pulitzer-Preis nicht gereicht hat, rufe ich mich nun selber auf die Bühne und beantworte ein paar Fragen des virtuellen Laudators:

Wie bist du auf die Idee für diese Reihe gekommen?
Nun, daraus sollte eigentlich nie eine Reihe werden. Der erste Beitrag entstand im März 2020, um ein paar Gedanken loszuwerden. Ich stellte in Aussicht, dass es vielleicht noch einen zweiten Beitrag geben könnte. Und nun sind es eben 100 geworden.

Warum der Titel Corona-Lektionen?
Ursprünglich ging es mir gar nicht um die Corona-Bekämpfung, um alle die Daten und Maßnahmen. Ich wollte mich eher damit befassen, was die Pandemie mit uns macht und was wir für die Zukunft daraus lernen können. Daher der Begriff „Lektionen“.

Und dann?
Tja, dann ging es Schlag auf Schlag. Es wurde politisch und der Dissens in der Gesellschaft wurde lauter. Es dauerte nicht lange, und da fand das Wort „Freiheit“ den Weg in meine Beiträge. Die ersten Male bei Lektion 7, Lektion 17 und Lektion 41. Und kurz danach kam der Begriff “Demonstration“ hinzu. Beginnend in Lektion 31, Lektion 36 und Lektion 37, die mich emotional schon aufgewühlt haben.

Oh, das hat Deiner Beitragsreihe wohl einen deutlichen Moll-Anstrich verpasst?
Ja, da gab es Beiträge, wo ich sehr frustriert war, aber ich habe auch mit Humor und Augenzwinkern geschrieben. Zum Beispiel in Lektion 21, Lektion 23 oder Lektion 43. Man muss auch mal schmunzeln, auch in pandemischen Zeiten.

Welche Beiträge wurden am wenigsten gelesen?
Rein statistisch die Lektion 5, Lektion 32 und Lektion 44. Das haben die aber echt nicht verdient, die sind durchaus gut, vielleicht hatten die Leute einfach keinen Bock an diesen Tagen oder es gab eine Störung im WLAN

Und die Top-Seller?
Na ja, „Seller“ ist vielleicht das falsche Wort. Es sind ja eher Geschenke für die Leserschaft. Aber die besten Beiträge vom Klick-Volumen her, waren die Lektion 30, Lektion 38 und Lektion 42. Und natürlich, sie sind Spitzenklasse, keine Frage 😉

Du hast immer das gleiche Motiv für die Beiträge, oder?
Ja, das gleiche, aber nie das selbe. Ich habe fast jeden Arbeitstag den Sonnenaufgang fotografiert, für mich ein Symbol das täglichen Aufstehens, Nachrichtenhörens und dem dann folgenden „Weg“ ins Homeoffice. Manchmal war aber das Wetter schlecht oder das Bild verwackelt, einige sind der Löschtaste zum Opfer gefallen. Es gibt aber einen einzigen Beitrag, der das aus der Reihe tanzt, das ist die Lektion 92, denn die habe ich in Frankreich geschrieben.

Und wie gehts weiter?
Nun ja, das Thema beschäftigt mich schon und ich fürchte, da gibt es noch eine Menge zu kommentieren. Ich mache erst einmal weiter, vielleicht nicht mehr mit der Häufigkeit. Ich will ja keinen Corona-Blog betreiben.

Was willst Du Deinen Lesern mitteilen?
Großes DANKE für’s Lesen und dass es bei den Kommentarwechseln immer freundlich und sachlich abging. Ich würde mich freuen, wenn ihr weiter dran bleibt oder Freunde und Familie dazu einladet. Als kleine Zugabe, gibt es heute ein paar Sonnenaufgänge, die noch auf meinem Handy schlummerten, es bislang aber nicht auf die Titelseite geschafft haben.

Und wer das alles noch einmal Review passieren, kann hier die ganze Reihe von der Rolle weglesen 😉

Schönes Wochenende!

229) Corona-Lektionen 98

Nächste Woche öffnen BaWü und Bayern wieder ihre Schultore … und die Fenster. Ja, das „Extreme-Lüfting“ beginnt wieder und wenn das Kind die C-Karte gezogen hat und an der Fensterseite sitzen darf, kann man schon mal dicke Pullies besorgen. Aus den Lüftungs-Hoodies des letzten Jahres sind sie vermutlich schon rausgewachsen und die Luftfilter wird’s erst geben, wenn die Mars-Landung geglückt ist. Vorher hat man für solch komplexe Aufgaben keine Kapazitäten.

Ein paar Gedanken der letzten Woche:

Impfen 1
Impfen macht müde. Erst mussten wir auf den edlen Stoff warten, dann wurde er Ende letzten Jahres unter Polizeischutz über die nächtlichen Autobahnen verteilt und am 27.12.20 fand er den Weg in die ersten Deutschen Oberarme. Erst 9 Monate sind seither vergangen, der Stoff stapelt sich in den Regalen und wir diskutieren und diskutieren, wie die Impfquote im Land der Dichter und Querdenker erhöhen können. Mit Appell, Motivation und Überzeugung oder durch Druck, Sanktion bis hinzu Zwang. Wenn mich Kollegen aus Asien fragen, wie es denn bei uns so vorwärts geht, weiß ich gar nicht was ich sagen soll. Wie soll man das erläutern? Dabei fehlt es mir nicht nur an den passenden Vokabeln, sondern mir bleibt einfach die Spucke weg.

Impfen 2
Wenn ich dann sehe, wie die Dänen ihre Corona-Regeln und die nationale Ausnahme-Situation aufheben, da kann ich schon neidisch werden. Und sie machen das nicht, weil ihnen der Virus und die erkrankten Menschen egal sind, nö, sie können sich das mit einer Impfquote von schlapp 80% leisten. Nun werden wir sehen, wie sie damit durch die kalten Monate kommen, aber es zeigt doch recht eindrücklich, wie vermeintlich einfach die Geschichte doch sein könnte. Bei der großen Datenkrake suchte ich nach den Impfquoten im internationalen Vergleich. Ganz oben standen Malta und Gibraltar. Und da kann man gern schmunzeln … ja ja … Zwergstaat … is’ ja auch einfacher … klar. Mit den nächsten 8 Ländern ergab sich eine Top 10. Deutschland war nicht dabei. Ich klickte „View more“, weitere 10 wurden nachgeladen und in den Top 20 war dann schwarz-rot-gold zu finden … war aber Belgien … dann wieder „View more“ … nix … noch mal „View more“ und immerhin stehen wir am Ende der Top 40. Es ist deprimierend, ich muss das Thema wechseln, ich will den Beitrag nicht so enden lassen.

Wortwahl
Ich werfe einen Blick auf die Übersicht der aktuellen Corona-Regeln für unsere Stadt. Was für eine eigenartige Sprache … ich glaube darin sind wir aber nun aber wirklich Weltmeister. Der Begriff „Körpernahe Dienstleistungen“ klingt ja schon bizarr, aber lädt immerhin zu Phantasie ein. Beim Terminus „Prostitutionsbetriebe und Bordelle“ kann es einem schon wieder gleich vergehen. Das klingt nach Groß-Schlachterei und man benötigt dort ein „Hygienekonzept, Termin, FFP2-Maske und Test*“, das kleine Sternchen ist weiter unten erläutert. Schüler müssen keinen Test mitbringen. Erleichterung. Schön sind auch „ Tanzlustbarkeiten im Freien“ und „allg. Erwachsenenbildung, Musik-, Jugendkunst-, Jugendverkehrs-und Gartenarbeitsschulen“.

Herrlich!
Schönen Sonntag
T.

<— Corona-Lektionen 97

–> Corona-Lektionen 99

66) Pizza-Automaten

Wenn es mal schnell gehen muss oder keiner Bock hat, sich lange an den Herd zu stellen, ist Pizza gern gesehen und im Nu verschlungen. Geht fix, macht wenig Dreck und wenn man den eigenen  Hunger überschätzt hat, kann man am nächsten Tag weitermachen.

Aber ihr wisst … Pizza ist nicht gleich Pizza.

  • Sie kann schweineteuer und ganz original sein und dann liegen in der Mitte zwei Muscheln und drei Shrimps. Vorher gibts Milchbrötchen, man weiß nicht ob es inclusive ist, aber man ist eigentlich schon satt.
  • Manche Pizzen … Pizzas … Pizzeten … Pizzata … sind künstlich mit anderen Gerichten aus aller Herren (…. und Damen natürlich…) Länder gekreutzt. Da gibt es Pizza Bolognese, Döner Pizza, Pizza Currywurst, Pizza Chicken Curry, Schoko-Nuss-Pizza, Heidelbeer-Pizza, Pommes Pizza, Spargel-Hollondaise-Pizza … und sogar … Rührei-Pizza. Also bitte, das ist doch … !
  • Aber nicht nur der Belag ist entscheidend, auch die Stabilität. Manche Exemplare sind so labberig, die muss man rollen, löffeln oder mit Stäbchen essen. Es gleicht eher einer Pizza-Suppe. Andere sind so braun, keksig, bröselig, man könnte mit ihnen Frisbee spielen.
  • Und der Käse. Der Käse, der Käse, der Käse … ich sage es euch. Der Käse gehört gefälligst unter den Belag und nicht drüber. Ein bisschen drüber ist ja von mir aus noch ok, aber nicht flächendeckend und schon gar nicht einen Zentimeter dick. Das ist ekelhaft! Wer viel Käse draufknallt, hat viel zu verstecken.
  • Dann zum Verzehr. Auch eine Wissenschaft für sich, oder? Mit der Hand oder mit Besteck? Gerollt, Ecke für Ecke, von links nach rechts, von außen nach innen? Und den Teller dabei drehen? Und was ist mit dem Rand, der so lecker ist, aber auch so satt macht. Jeder wird seine eigene Taktik entwickelt haben.
  • Aber eins geht gar nicht und da lasse ich mich auch nicht mit mir reden. In Frankreich, dem Land von Ratatouille, Bouillabaisse, Coq au vin, Boeuf bourguignon, Paul Bocuse und Michelin gibt es … am Rande von Ortschaften … auf größeren Parkplätzen … 

…PIZZA-AUTOMATEN !!!

Mal sehen, was die Blognachbarn aus Italien dazu sagen… 😉

215) Rückkehr ins Büro – Teil 2

Manche von euch waren schon wieder mal im Büro, bei meinem Brötchengeber ist das noch kein Thema. Also bleibt mir nur der Blick in die Glaskugel und das Mutmaßen, wie es denn so wäre. Kürzliche Wortwechsel mit Anke und Belana Hermine inspirierten mich für einen zwinkernden Fortsetzung von >Rückkehr ins Büro.

Also … wenn wir mal wieder ins Büro kommen … dann …

  • stehen wir zunächst ratlos vor dem Kleiderschrank. Die Klamotten, die da hängen, sind schon über zwei Jahre alt. Kann man post-coronär noch Streifen, Punkte oder Karo tragen? Oder trägt man nun lebenslang Home-Hoodie und Schlappen? Besser wir wählen ein zeitlos hellblaues Hemd
  • müssen wir unseren Sitzplatz über eine App buchen, so wie einst den Platz im Kino. Die App wird uns Arbeitsplätze vorschlagen, belegte Plätze werden aber anonym angezeigt, so dass jeder mal neben „Knolauch-Ulf“ oder „Quassel-Biggi“ sitzen muss
  • torkeln wir aufs Firmengelände zu, erwarten uns große Wegweiser, Anzeige-Tafeln, Warte-Bereiche,  Quarantäne-Zonen, Sicherheitsschleusen, Temperatur-Scanner und über Lautsprecher werden die neuen Spielregeln verkündet. „Achtung, Achtung … hier spricht die Firmenleitung! Wir erwarten alle Rückkehrer_Innen pünktlich 10:00 Uhr zum Appell im Innenhof
  • haben wir dann endlich unseren Sitzplatz im Großraum-Stall gefunden, fühlen wir uns sofort unwohl und beobachtet. Wir brauchen etwas im Rücken. Wir überlegen, morgen das Rennrad, den Wäscheständer oder unser verkramtes Bücherregal mitzubringen
  • in persönlichen Gesprächen mit Kollegen fremdeln wir total. Wir kriegen es einfach nicht hin, ihnen in die Augen zu schauen. Stattdessen suchen wir ständig die Kamera, die sich die letzten 1,5 Jahre ungefähr 4-5 cm über deren Stirn befand
  • zum Mittag stehen wir völlig verloren in der Kantine. Überfordert von all den Speisen, suchen wir mit der Minuten-Terrine in der Hand die Mikro-Welle und hoffen verzweifelt, dass sie baugleich mit dem heimischen Modell ist. Piep. 2 Minuten. Bing. Mittag!!!!!.
  • nach dem Essen, gehen wir mehrmals vor die Tür, weil wir die Freunde der letzten Monate vermissen. Der Zoltan von Hermes, der Pete von Amazon oder auch der nette Klaus von DHL. Wo bleiben die heute nur, es ist doch schon nach 13:00 Uhr?
  • gegen 14:00 Uhr geht uns der Büro-Lärm so sehr auf die Ketten, dass wir uns verabschieden. „Macht‘s gut, ich fahre jetzt nach Hause zum Arbeiten!“

So oder so ähnlich wird’s wohl werden, oder 😉

<— Rückkehr ins Büro – Teil 1

214) Corona-Lektionen 91

Die morgendlichen Corona-Meldungen rauschen durchs Gehör wie Wetter und Verkehr. Für die Corona-Karte von Berlin wurden extra neue Grautöne entwickelt, nur damit bloß nicht so schnell „weiß“ genutzt werden muss. Also? War’s das? Können wir einpacken? Uns wieder anderen Dingen widmen? Da hab‘ ich noch Zweifel.

Ein paar Gedanken aus den letzten Tagen:

Fußball
Während hier eigentlich niemand so eine richtige Vorstellung hat, wie nach den Ferien die Schulen wieder öffnen sollen und die Kultur immer noch keine Perspektive hat, schafft König Fußball Erstaunliches. Geht es in manchen Stadien noch recht AHA ab, drehen die Fans in anderen Arenen völlig durch, brüllen sich an und liegen sich in den Armen. Man kann nur mutmaßen, was eigentlich besser wäre. Das Spektakel an einem Ort durchzuführen oder es als Corona-Wander-Zirkus weiterziehen zu lassen, damit sich das Delta-Dingsbums mal jede Metropole anschauen kann. Apropos „Delta“, ich sehe die Markenanwälte der gleichnamigen Airline quasi vor mir, wie sie eine Unterlassungsklage nach der anderen an die Mutante schicken. Die hat aber keinen Bock, das zu lesen.

Kleiderschrank
Schon in Corona Lektion 38 wollte ich schon meine Business-Klamotten anzünden, in Corona Lektion 68 immerhin in die Kleider-Tonne werfen. Ich habe nichts davon getan, konnte mich nicht trennen, obwohl es seit März 2020 nur eine Hand voll Gelegenheiten gab, davon mal etwas anzuziehen. Jugendweihe, Panel Discussion und Weihnachten. Zum Glück keine Beerdigung. Holz. Klopf. Letzten Dienstag gab es wieder eine Möglichkeit, ich war als Gast-Referent eingeladen, da hielt ich es mal für angemessen. Das stand ich vor meinem Kleiderschrank und schob die Hemden von rechts nach links. Die Auswahl wurde schnell kleiner, denn am besten bitte keine Streifen oder Karos, denn das „flirrt“ in der Video-Aufnahme und vielleicht nun nicht gerade dieselbe Farbe wie der Hintergrund der Meeting Software, sonst sähe ich aus, wie ein sprechender Kopf ohne Oberkörper. Die Business-Mode der Zukunft wird also nicht mehr durch Mode-Schöpfer erschaffen, sondern durch Software-Giganten diktiert. Bald tragen wir eh alle bald einen Business-Overall / White / Uni-Size.

Apropos Overall
Über meinen Alter Ego „Noah“ machte ich mir ab November 2019 zunehmend Gedanken über meine damaligen und künftigen Arbeitsformen. Noah trug damals schon Overall, er war seiner Zeit voraus. Selbst das Lunch kam täglich bis in seine Micro-Flat gefahren. Weit vor Corona, weit vor Höhlen-Office und Höhlen-Schooling. Kommentatoren machten sich schon Sorgen bezüglich meiner Verfassung, andere hielte das für reine Dystopie. Nun sind wir ungefähr dort angekommen und so falsch lag ich gar nicht. Beitragsreihe verpasst? Dann hier noch mal der Reihe nach lesen.

—> Hier gehts zur Reihe „New Work“ mit Noah … aber besser bei Teil 1 anfangen

Schönes Wochenende!

T.

<— Corona-Lektionen 90

–> Corona-Lektionen 92

191) Rückkehr ins Büro – Teil 1

Irgendwann wird der Tag kommen, an dem wir unsere Höhlen-Offices wieder verlassen werden. Die Arbeitgeber werden in die Büro-Türme rufen und die Human-Resourcen sind mit dieser Entwicklung völlig überfordert.

So ungefähr wird’s wohl werden ;-):

  • Die Arbeitnehmer schauen sicherheitshalber noch einmal in ihre Arbeitsverträge, um sich zu vergewissern, dass sie noch die richtige Adresse im Kopf haben. 
  • Tag für Tag werden mehr blasse Homeworker auf die Straßen treten. Planlos und ausgemergelt von all den Tütensuppen, gehen sie das erste Mal seit langer Zeit wieder mehr als 30 Schritte am Stück. Krummbuckelig irren sie über die Fußwege und halten sich die Hände vor die Augen, da das Tageslicht die Netzhaut reizt.
  • In der Lobby der Firma steht eine Informationstafel, die an passable Kleidung erinnert. Piktogramme zeigen durchgestrichene Jogging-Hosen und Flip Flops. Auf einem Symbol für Unterwäsche, prangt „24h max!“.
  • Die erwünschte Körperhygiene wird auf jeder Etage und in den Aufzügen thematisiert. Übermäßig lange Vollbärte, behaarte Ohren und Rastalocken seien nur aus religiösen oder kulturhistorischen Gründen erlaubt.
  • Haben wir dann unser Büro erreicht und können uns noch an den Tür-Code erinnern, schreiten wir hinein in die Großraum-Höhle und rufen laut „Bling“. Dann rufen wir „Guten Morgen, könnt ihr mich hören?“
  • Kommt uns das Netzwerk irgendwie langsam vor, brüllen wir die ganze Etage zusammen. „Amelieeeeeeee, bist du etwa in Netfliiiiiiiix? Hier hängt alles! Man, ich muss hier arbeitööööön!“
  • Ist es um uns herum verdächtig still, fragen wir durch den Raum: „Jonaaaaaas, denkst du bitte an Englisch? Und dann noch GeWi und NaWi hochladen!“ 
  • Spinnt der PC rufen wir nur „Schaaaa-aatz, kannst du mal gucken, hier is‘ so ´ne komische Meldung“. (Danke Anke für diese Inspiration 😉
  • Gegen Mittag stehen ein Haufen bunter Fahrrad-Lieferdienste am Zaun und sorgt für Ärger mit dem Wachschutz. Die Lunch-Verträge mit den Homeworkern ließen sich nicht so kurzfristig beenden. Also werden die Koordinaten der Handy-Inhaber weiterhin mit Mittagessen beliefert.
  • Betriebsrat und Sozialberatung verteilen verschiedene Broschüren
    „Präsenzarbeit – 100 Tipps für eine neue Arbeitsform“
    „Büro-Knigge –  Für ein soziales Miteinander am Arbeitsplatz“
    „Auf Augenhöhe – Die Geheimnisse adulter Frontalkommunikation“

Video-Konferenzen wird es natürlich weiterhin geben, die Firmen sind auf den Geschmack gekommen. Aber wir werden unsere Hintergrundbilder tauschen. Ein verkramtes Bücherregal, ein Rennrad oder die Ehefrau, die im Bademantel durchs Bild huscht lassen uns nostalgisch zurückdenken an die schöne Zeit im Höhlen-Office.

So oder so ähnlich wird’s wohl werden, oder was denkt ihr?

—>Rückkehr ins Büro – Teil 2

189) Büro-Feeling im Homeoffice

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus. Ich mach’ das nun schon auch seit 13 Monaten ohne Unterbrechung. Daher gibts hier heute ein paar augenzwinkernde Tipps, wie ihr etwas mehr Büro-Feeling in euer Homeoffice bekommt :

Klebt gelbe Zettel an den Kühlschrank: 
„Wer hat meinen Erdbeer-Joghurt gegessen. Bitte ersetzen, danke Jonathan“
„Der Frischkäse lebt schon, bitte entsorgen und zwar a.s.a.p.!“
„Das hier ist keine Spülmaschine!!!“

Verteilt weitere Zettel in der Wohnung, um die Kollegen zu erziehen: 
„Bitte den Raum so verlassen, wie man ihn selber vorfinden möchte“
„Kein Obst in den Papierkorb“
„Nimm Treppe statt Aufzug“
„Arbeitsschutz geht alle an“

Wer Platz hat, hängt sich ein schwarzes Brett in den Flur und pinnt da irgendwas dran:
„Betriebsversammlung 09:00 Innenhof, Stühle mitbringen“
„Rückenschule Dienstags 10:00 gegenüber Betriebsarzt“
„Camper zu verkaufen, wenig gefahren“
… weitere Flyer von IG-Metall und Verdi machen es noch authentischer

Stellt übriggebliebene Kuchen in die Wohnung und stellt ein Schild auf: 
„Grüße von der Buchhaltung“
„Stephan wurde 40., Bedient euch!“
“Noch 3 Tage bis zur Rente, vielen Dank für alles, euer Herbert.“

Streut Gerüchte über eure Homeoffice-Nachbarn: 
„Ich habe heute die Schneider mit dem Kasupke zusammen aus der Tiefgarage kommen sehen. Nicht zum ersten Mal. Ob die wohl was miteinander haben?“

Kommt ihr am Morgen vom Bäcker zurück, ruft ihr laut „Mockeeeeen“ in die Wohnung, gegen Mittag wechselt ihr über zu „Mazeeiiiiit“, ab 17:00 gilt dann „Schön Feiaabeeeeeeend“

Mangels Azubis spannt ihr einfach eure Netflix-Kids ein. Gebt ihnen was zum Lochen, Tackern, oder Kleben. Lasst sie in Excel die Zeile 1.000.000 finden. Da lernen sie mehr als im Homeschooling.

Provoziert euren Rauchmelder mit einem Feuerzeug, zieht euch eine gelbe Weste drüber und dann lasst ihr die ganze Sippe zum Probealarm auf dem Hof antanzen. Taschen, Computer und Handys bleiben bitte oben.

Geht zu Ehe/Lebenspartner/Mitbewohner und fragt nach Ausgabe einer Rolle Tesa-Film und bunter Klebezettel. Dann bittet ihr um die Abschrift von 5 DIN-A Seiten und bemerkt ganz nebenbei, dass der Toner alle ist und die Pflanzen auch mal etwas Wasser gebrauchen könnten.

Und damit verspreche ich euch ein unvergessliches Wochenende!

Grüße aus dem Höhlen-Office.

T.

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus. Ich mach’ das nun schon auch seit 13 Monaten ohne Unterbrechung. Daher gibts hier heute ein paar augenzwinkernde Tipps, wie ihr etwas mehr Büro-Feeling in euer Homeoffice bekommt :

Klebt gelbe Zettel an den Kühlschrank: 
„Wer hat meinen Erdbeer-Joghurt gegessen. Bitte ersetzen, danke Jonathan“
„Der Frischkäse lebt schon, bitte entsorgen und zwar a.s.a.p.!“
„Das hier ist keine Spülmaschine!!!“

Verteilt weitere Zettel in der Wohnung, um die Kollegen zu erziehen: 
„Bitte den Raum so verlassen, wie man ihn selber vorfinden möchte“
„Kein Obst in den Papierkorb“
„Nimm Treppe statt Aufzug“
„Arbeitsschutz geht alle an“

Wer Platz hat, hängt sich ein schwarzes Brett in den Flur und pinnt da irgendwas dran:
„Betriebsversammlung 09:00 Innenhof, Stühle mitbringen“
„Rückenschule Dienstags 10:00 gegenüber Betriebsarzt“
„Camper zu verkaufen, wenig gefahren“
… weitere Flyer von IG-Metall und Verdi machen es noch authentischer

Stellt übriggebliebene Kuchen in die Wohnung und stellt ein Schild auf: 
„Grüße von der Buchhaltung“
„Stephan wurde 40., Bedient euch!“
“Noch 3 Tage bis zur Rente, vielen Dank für alles, euer Herbert.“

Streut Gerüchte über eure Homeoffice-Nachbarn: 
„Ich habe heute die Schneider mit dem Kasupke zusammen aus der Tiefgarage kommen sehen. Nicht zum ersten Mal. Ob die wohl was miteinander haben?“

Kommt ihr am Morgen vom Bäcker zurück, ruft ihr laut „Mockeeeeen“ in die Wohnung, gegen Mittag wechselt ihr über zu „Mazeeiiiiit“, ab 17:00 gilt dann „Schön Feiaabeeeeeeend“

Mangels Azubis spannt ihr einfach eure Netflix-Kids ein. Gebt ihnen was zum Lochen, Tackern, oder Kleben. Lasst sie in Excel die Zeile 1.000.000 finden. Da lernen sie mehr als im Homeschooling.

Provoziert euren Rauchmelder mit einem Feuerzeug, zieht euch eine gelbe Weste drüber und dann lasst ihr die ganze Sippe zum Probealarm auf dem Hof antanzen. Taschen, Computer und Handys bleiben bitte oben.

Geht zu Ehe/Lebenspartner/Mitbewohner und fragt nach Ausgabe einer Rolle Tesa-Film und bunter Klebezettel. Dann bittet ihr um die Abschrift von 5 DIN-A Seiten und bemerkt ganz nebenbei, dass der Toner alle ist und die Pflanzen auch mal etwas Wasser gebrauchen könnten.

Und damit verspreche ich euch ein unvergessliches Wochenende!

Grüße aus dem Höhlen-Office.

T.

Viele Menschen arbeiten derzeit von zu Hause aus. Ich mach’ das nun schon auch seit 13 Monaten ohne Unterbrechung. Daher gibts hier heute ein paar augenzwinkernde Tipps, wie ihr etwas mehr Büro-Feeling in euer Homeoffice bekommt :

Klebt gelbe Zettel an den Kühlschrank: 
„Wer hat meinen Erdbeer-Joghurt gegessen. Bitte ersetzen, danke Jonathan“
„Der Frischkäse lebt schon, bitte entsorgen und zwar a.s.a.p.!“
„Das hier ist keine Spülmaschine!!!“

Verteilt weitere Zettel in der Wohnung, um die Kollegen zu erziehen: 
„Bitte den Raum so verlassen, wie man ihn selber vorfinden möchte“
„Kein Obst in den Papierkorb“
„Nimm Treppe statt Aufzug“
„Arbeitsschutz geht alle an“

Wer Platz hat, hängt sich ein schwarzes Brett in den Flur und pinnt da irgendwas dran:
„Betriebsversammlung 09:00 Innenhof, Stühle mitbringen“
„Rückenschule Dienstags 10:00 gegenüber Betriebsarzt“
„Camper zu verkaufen, wenig gefahren“
… weitere Flyer von IG-Metall und Verdi machen es noch authentischer

Stellt übriggebliebene Kuchen in die Wohnung und stellt ein Schild auf: 
„Grüße von der Buchhaltung“
„Stephan wurde 40., Bedient euch!“
“Noch 3 Tage bis zur Rente, vielen Dank für alles, euer Herbert.“

Streut Gerüchte über eure Homeoffice-Nachbarn: 
„Ich habe heute die Schneider mit dem Kasupke zusammen aus der Tiefgarage kommen sehen. Nicht zum ersten Mal. Ob die wohl was miteinander haben?“

Kommt ihr am Morgen vom Bäcker zurück, ruft ihr laut „Mockeeeeen“ in die Wohnung, gegen Mittag wechselt ihr über zu „Mazeeiiiiit“, ab 17:00 gilt dann „Schön Feiaabeeeeeeend“

Mangels Azubis spannt ihr einfach eure Netflix-Kids ein. Gebt ihnen was zum Lochen, Tackern, oder Kleben. Lasst sie in Excel die Zeile 1.000.000 finden. Da lernen sie mehr als im Homeschooling.

Provoziert euren Rauchmelder mit einem Feuerzeug, zieht euch eine gelbe Weste drüber und dann lasst ihr die ganze Sippe zum Probealarm auf dem Hof antanzen. Taschen, Computer und Handys bleiben bitte oben.

Geht zu Ehe/Lebenspartner/Mitbewohner und fragt nach Ausgabe einer Rolle Tesa-Film und bunter Klebezettel. Dann bittet ihr um die Abschrift von 5 DIN-A Seiten und bemerkt ganz nebenbei, dass der Toner alle ist und die Pflanzen auch mal etwas Wasser gebrauchen könnten.

Und damit verspreche ich euch ein unvergessliches Wochenende!

Grüße aus dem Höhlen-Office.

T.

64) Tach, Post!

Habe ich mich neulich noch in > „63) Kein Schwein schreibt mich an“ beklagt, dass ich keine Briefe mehr bekomme, wurde ich heute regelrecht zugespamt. Ich kam vom Corona-Freigang zurück und warf einen Blick in den Briefkasten.

Stolz standen dort vier Sendungen, aufrecht hintereinander und voller Geltungsdrang. Jedes Papier wollte das erste sein. Ich hatte keine Zeit, also griff ich den Stapel und warf ihn oben in der Wohnung erst einmal auf … na ja … so eine … Fläche … die wohl jeder zu Hause hat. Kommode, Arbeitsplatte oder Schuhschrank eben. Oder öffnet ihr etwa immer gleich alle Briefe, überweist sofort irgendeinen Betrag und heftet danach alles schön sauber ab? Echt? 

Jedenfalls nahm ich den Stapel am Abend zur Hand und blätterte ihn nacheinander durch:

Zuerst fiel mir ein Postkarte vom SPD-Kiezbeauftragen Toni Scheitel in die Hand. Er schlug Kaffe und Kuchen vor und dabei könnten wir ja mal reden. Ich müsste ihn nur einladen, Kaffee und Kuchen würde er mitbringen. Mit Kaffee und Kuchen kann man mich nun aber gar nicht locken. Geht vielleicht auch eine Bratwurst mit viel Senf??

Danach ein Gutschein eines Hamburger Versandhauses. Das gab es übrigens schon lange vor den Amazonen. 13 EUR würde ich geschenkt kriegen, wenn ich bis 10.04.2021 etwas bestelle, was über 29 EUR kostet. Anscheinend bin ich mit denen schon mal auf einer Party versackt, denn sie duzen mich. Kann mich gar nicht erinnern.

Nummer Drei war ein Flyer, in dem man mir anbot unsere Wohnung perfekt zu entrümpeln. Haushaltsauflösungen, Sperrmüllentsorgung, spezialisiert auf Messi-Wohnungen und Nachlassentsorgungen. Ich schaute kurz auf und warf einen zweifelnden Blick durch die Wohnung. Also so schlimm, sieht’s hier nun auch nicht aus. Sicherheitshalber tastete ich mal meinen Puls. Ging noch.

Zu guter Letzt noch eine Rechnung von einem Labor. Mein Blut wurde untersucht und nun bekam ich drei Seiten Papier, die sich lasen wie das Periodensystem der Elemente. Der Doktor hat es mir übersetzt mit „alles im grünen Bereich“. Na dann, danke für die guten Nachrichten! Dann kann ich den Flyer der Entrümpelungsfirma erst einmal zum Altpapier legen. 

Puh… 😉

165) Licht

Die reduzierte Bewegungsfreiheit in diesen Tagen, finde ich persönlich gar nicht so dramatisch. Solange ich vor und nach dem Homeoffice noch joggen oder spazieren kann, komme ich damit klar und bleibe friedlich.

Diese Selbstverständlichkeit vor die Tür zu gehen, wird ein hohes Gut, wenn man an seine Wohnung gefesselt ist. So wie in anderen Ländern. 

Was mir aber gehörig auf den Sender geht, ist die Dunkelheit. Joggen vor der Arbeit? Noch dunkel. Spaziergang nach der Arbeit? Schon dunkel. Dunkelheit in der Winterzeit gab es auch schon vor Corona, logisch. Aber in diesem Winter ist es dunkler als sonst, oder? Ist es der allgemeine Gemütszustand? Der fehlende Trip auf eine Spanische Insel im Oktober? Der abgesagte Winterurlaub mit Sonne und Schnee? Oder einfach die Unfähigkeit, meinen Freigang auf die Mittagszeit zu legen?

Neulich habe ich ein Biopic über Thomas Edison und die Erfindung der Glühlampe gesehen. Unvorstellbar, wie heute eine Pandemie ohne Glühlampe ablaufen würde. Vermutlich gäbe es dann auch kein Netflix, kein Homeoffice und ein Buch bei Kerzenschein zu lesen, wäre auch kein Vergnügen.

Auch wenn ich die Art der Schweden und Norweger sehr mag, den Bullerbü-Kitsch und die roten Lattenhäuser und deren Fleischbällchen erst recht, aber in Stockholm dauert die Nacht im Winter bis zu 18 (!) Stunden. Kein Ort zum Leben für mich, das wird mir immer klarer.

Zugegeben, wenn es im Sommer kurz nach 04:00 Uhr morgens hell wird und die Vögel im Hof Rabatz machen, dann wäre das auch nicht so prall, aber mir aktuell sehr willkommen.

Und was macht man da nun?

Flutlicht von allen Seiten?
Foto-Tapete mit Strand und Palmen?
Höhensonne-Modus für Microsoft Teams?

154) Weite

Dass ich an Stille mittlerweile durchaus Gefallen finden kann, habe ich ja hier schon einmal geschrieben. Aber Stille kann eben auch Enge bedeuten und da kommen wir schon zum nächsten Zustand, der mich zunehmend begeistert. Und zwar die Weite. Die weite Sicht. Der unverstellte Blick. 

Woran liegt’s?

  • Ist es das Leben in der Großstadt, bei dem der Blick ständig an einer Häuserwand, Werbetafel oder Menschengruppe endet?
  • Ist es das 9-monatige Dauer-Homeoffice, bei dem die Wege nur zwischen Arbeitsplatz, Kaffee-Maschine und Klo stattfinden?
  • Ist es die immer gleiche Tapete (… dabei haben wir gar keine Tapete … ;-), eher der Alltag, die Wiederholung, der Trott? Das Murmeltier was täglich grüßt?

Vermutlich von allem etwas 

Besonders in diesen Tagen kann ich nur jedem raten: Nehmt euch das Auto oder setzt euch in einen Zug und fahrt raus, raus vor die Tore der Stadt. Lasst die Blicke über Wiesen, Felder und Wasser streifen. Und nehmt die Dinge wahr, die da sind. Und auch die, die nicht da sind. Herrlich.

Es war ein schöner Ausflug an die Müritz heute. Und er hat gezeigt, dass man dem engsten Kreis mit Vernunft und Abstand auch nah sein kann.

Einen schönen Sonntag.
T.

<— 37) Stille