222) Innehalten

Neulich wurde mir ein Messgerät angelegt, welches in festen Zeitabständen das tun sollte wozu es gebaut wurde. Messen. Das Gerät mag aber nicht messen, wenn man unruhig ist oder zappelt.

Dann verstärkt es seine Bemühungen oder bricht den Vorgang ganz ab. Um es dann ein paar Minuten später erneut zu versuchen. Sturer Computer! Nun hatte ich aber überhaupt keine Lust, meinen Tag in so kleine Einheiten zu schneiden, dass es dieser Maschine in den Kram passt. Die Messungen sollten schließlich realistisch sein, also soll sich dieses Ding doch bitte nach mir richten und nicht andersherum. Also erledigte ich was nötig war, drinnen wie draußen. Innerhalb der eigenen vier Wände, konnte ich meine Aufgaben jederzeit unterbrechen.

Draußen war das aber anders:

  • Da lief ich fast allein auf dem Fußweg, auf einmal piepte das Gerät und kündigte seine nächste Messung an. Ich lief natürlich weiter, denn ich konnte ja nun nicht einfach stehen bleiben. Keine Zeit. Die Messung brach ab und wenig später holte das Gerät zu einem weiteren Versuch aus. 
  • Da überquerte ich aber gerade eine Ampel, da konnte ich ja nun unmöglich anhalten, sonst würde in Kürze ein Hup-Konzert einsetzen. 
  • Ich ging also weiter, wenig später folgte der nächste Versuch, hinter mir liefen Fußgänger und unterhielten sich angeregt. Wenn ich nun auf einmal zum Stillstand käme, würden die mir hinten drauf laufen. 
  • Der nächste Versuch dann mitten auf einem Platz. Diesmal hielt ich an, genau in der Mitte. Kam mir dabei total doof vor. Da stand ich nun, einfach so und liess die Messung geschehen. Da kreuzte ein Passant auf und glotze mich fragend an. Ich zog mein Handy, gab mich beschäftigt.
  • Später am Tag dann noch einmal eine Messung. Diesmal war der Fußweg knacke-voll, die einzige Möglichkeit einen Grund zum Stehenbleiben zu suggerieren, war der Blick in das nächstgelegene Schaufenster. Ein Coaching-Laden offerierte „Familienberatung – Sexualberatung – Suchtberatung“. Na wunderbar. Eingehend studierte ich also die Flyer und Poster im Schaufenster, dann war die Messung abgeschlossen.

Stell‘ ich mich da nur so an? Warum können wir Menschen (… oder zumindest ich …) nicht einfach mal zum Stillstand kommen und für einen Moment innehalten? Einfach so. Was ist daran so schwer? Könnt Ihr einfach so stehen bleiben? Ohne aus Verlegenheit irgendetwas zu tun? Einfach nur dastehen und in die Luft gucken?

Schon mal gemacht?

Ähnliche Beiträge:

51) Postkarte aus Berlin (… solche und solche)

Großstädte wie Berlin sind laut, verdreckt und hässlich. Sie sind überfüllt, mit Graffiti beschmiert, das wenige Grün ist plattgelatscht und Beton überwiegt überall. Da ist was dran. Im ersten Halbjahr 2021 war ich auf meinen Corona-Freigängen mehr im Kiez unterwegs und habe aus dem Fenster geschaut. Aber eher zeitversetzt, wenn noch nicht so viele Menschen unterwegs waren. Und wenn man da etwas wählerischer hinschaut, lassen sich da durchaus schöne Bilder einfangen. 

Wer hier öfter mal auf’m Blog vorbeischaut, hat vielleicht schon mitbekommen, dass ich eine Schwäche für Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge habe. Warum? Weiß nicht. Vielleicht weil sie jedes Mal anders sind. Mit ihnen beginnt und endet der Tag, wenn man Glück hat und auch hinschaut, auf of recht beeindruckende Weise.


Und die Natur versucht die Stadt zurückzuerobern. Da streifen Füchse über die Höfe, Blütenteppiche auf dem Gehweg lassen eine Indische Hochzeit in der Nachbarschaft vermuten und das knappe Budget für die Grünflächen-Pflege lässt Wildwiesen entstehen. Hat ja auch was.

Selbst im Winter war Berlin recht ansehnlich. Zumindest so lange Schnee lag oder man allein unterwegs war. Gelben Schnee sollte man trotzdem nicht essen und die Schnee-Engel-Figur macht man besser nicht gerade an der Häuserwand.

Aber wenn ihr jetzt denkt, „Ohhhh  … das ist es aber nett dort, da fahren wir doch glatt mal hin … “ lasst es besser sein. Bleibt zu Hause.

Kommt bloß nich‘ her 😉

210) Olfaktorische Flashbacks

Im letzten Jahr, wurde doch so Einiges über den Verlust des Geruchssinns geschrieben. Nun könnte man spontan sagen, „Na gut, manches wäre verzichtbar, man riecht es besser nicht so genau“. Vielleicht denkt man da an Müllhalden, Dixi-Klo‘s, Käsefüße oder verfaulte Eier. Manche Gerüche aber, würde man sicher vermissen. Jeder kann überlegen, was das seine könnte. Kaffee, Blumen, Kuchen, Pizza, Plätzchen, Glühwein? Jeder wird etwas finden. Aber mir gehts heute nicht um „wohlriechende Dinge“ aus dem Hier und Jetzt, sondern um olfaktorische Wahrnehmungen (… geiles Wort, oder?), die uns Jahre zurück, in eine andere Zeit, an einen anderen Ort werfen. „Olfaktorische Flashbacks“ sozusagen.

Letztes Jahr hatte ich mehrere solcher Begegnungen, obwohl ich ja eigentlich nur zu Hause war. Vielleicht genau deshalb? Weil ich aufmerksamer, achtsamer war als sonst, nicht so abgelenkt von der Ferne. Einfach nur daheim? Angewiesen auf das, was dort war?

Hier ein paar Gerüche, die mich sofort in die Vergangenheit teleportieren:

  • Frisch gemähte Wiese, Grashalme und Rasensprenger 
  • Wasser auf trockenem Boden und sandigen Flächen
  • Bohnerwachs, Wald-und Wiesen-Tee mit Eintopf
  • Lagerfeuer, Schornsteine und Kohlenanzünder
  • Eishalle, Sporthalle, Swimming-Pool
  • Sonnencreme, After-Sun und Kekse
  • Hustensaft, Zahnarzt, Wartezimmer
  • Zelt, Schlafsack, Mücken-Spray
  • Kölnisch Wasser und Zigarre
  • Erdnussflips 😉

… und Rosmarin … den ich eigentlich sehr liebe, mich jedoch immer wieder an „Latschenkieferbad“ erinnert. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein und bei uns gab es nie Latschenkieferbad, aber so ist das nun mal mit den Erinnerungen;-)

Kennt ihr das auch? Gerüche, die auf einmal Schubladen öffnen, in denen man für einen Moment abtaucht?

Ähnliche Beiträge:

120) Zeit 1

Vor ein paar Tagen habe ich mir ein neues Hörbuch gekauft. Ein Jugendbuch. Ein Buch, dass schon auf einigen Blogs angesprochen wurde, mir sagte der Titel aber gar nichts. Bildungslücke? Einfach übersehen? Oder bisher keine Zeit gehabt? Vermutlich Letzteres.

Also fix heruntergeladen und beim Joggen angehört. Es begann aber „sehr gemächlich“, der Sprecher strahlte eine Gelassenheit aus, die in mir sehr schnell Unruhe entfachte. Sehr bald schaltete ich in der Hörbuch-App auf Tempo 1 1/4 und konnte dem Stoff immer noch gut folgen. Ein Amphitheater vor den Toren der Stadt, spielende Kinder, Phantasie-Spiel und so weiter. Mhm… passiert da noch etwas? Kann ich mit meiner Zeit nicht etwas Besseres anstellen? Ich überlegte abzubrechen, hörte aber weiter. Bis zum Kapitel 19, als die „grauen Herren“ die Bühne betraten. Und da hörte ich dann genauer hin, denn es ging um die Zeit. Ich muss sagen, ich gehöre auch zu den „von der Zeit getriebenen“. Vermutlich hört mein Umfeld folgende Sätze mehrfach am Tag von mir und rollt die Augen:

  • Ist noch Zeit?
  • Lass dir ruhig Zeit!
  • Los jetzt, wir müssen gehen!
  • Dafür habe ich nun echt keine Zeit!
  • Ich weiß nicht, was ich zuerst machen soll!
  • Das mache ich, wenn ich irgendwann mal Zeit habe!
  • Wann geht es los? Wie lange dauert das? Wann ist Schluss?
  • Und so weiter ….

Nun bin ich bei Kapitel 61 angekommen. Keine Ahnung was noch kommt. Aber ich freue mich drauf und frage mich, ob ich auch so einer von den „grauen Herren“ bin.

Wie das Buch heißt? Na, ich denke die eingefleischten Bücherwürmer haben es schon erraten, oder? Es ist nicht Pipi, auch nicht Lala und nicht Mini.

Es ist Momo 😉

Lesen, wer‘s noch nicht getan hat!

Oder hören … beim Joggen … auf Englisch. Dann ist‘s gleich dreimal produktiv 😉

59) Neujahrsvorsätze radikal

Zwischen dem fetten und süßen Essen der letzten Tage, hat bestimmt der Ein oder Andere über ein paar Vorsätze für 2020 nachgedacht, oder? Ich vermute mal, dass sich viele Menschen ähnliche Dinge vornehmen. Neulich kam mir so die Frage in den Kopf, wie solche Vorsätze wohl klingen würden, wenn man sie ins andere Extrem umkehrt, sie radikalisiert und mit Wut garniert.

Vermutlich stehen Sport und Bewegung wieder recht weit oben auf dem Zettel:
„Ich nehme mir vor, meine neuen Laufklamotten und Schuhe, direkt in die DRK-Kleidertonne zu werfen und fortan keinen Sport mehr zu machen. Horizontal bewege ich mich nur noch mit einem E-Scooter, vertikal nutze ich ausschließlich Fahrstühle und Rolltreppen. Sport ist Mord!“

Aber auch die Ernährung ist mit Sicherheit unter den Vorsätzen vertreten:
„In 2020 will ich deutlich mehr Fleisch essen. Vorzugsweise pupsendes Rind aus Argentinien. Dieses ganze Gemüse ist eher was für den Bio-Diesel und das angebumste Obst aus’m Bio-Laden ist zu mickerig, viel zu teuer und nur etwas für die Neo-Hippies aus dem Prenzlauer Berg. Fleisch ist das neue Gemüse!“

Bestimmt stehen auch Umwelt und Klima auf der Liste:
„Im neuen Jahr werde ich meinen liebgewonnenen Diesel jeden Tag ausfahren. Alles über 300 km Strecke werde ich mit dem Flugzeug fliegen. Dieses ganze Klima-Gerede der kleinen Schwedin geht mir am Auspuff vorbei. Unsere Kinder sollten Freitags wieder in die Schule gehen und was fürs Leben lernen. So wie wir damals. Oberprima statt Kinder-Klima!“

Achtsamkeit und Mitmenschlichkeit sind bestimmt auch dabei:
„Ab nächstem Jahr werde ich verstärkt auf mich achten. Die Spenden an die Hilfsorganisation stelle ich ein, der Typ an der Tür zur Spasskasse kriegt keinen Cent mehr. Der soll besser mal besser arbeiten gehen, statt mir nur seinen Papp-Becher für mein hart verdientes Kleingeld hinzuhalten. Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht!“

Und der Umgang mit Social Media fehlt bestimmt auch nicht:
„Für’s neue Jahr nehme ich mir vor, mehr im Netz aktiv zu sein und da auch meine Meinung laut kundzutun. Ich werde klicken, liken und posten bis der Akku qualmt. Den Fernseher verkaufe ich, Bücher entsorge ich und dann tobe ich mich anonym im Internet aus, beschimpfe die anderen Idioten da draußen, „bashe“ und „hate“ wie es mir beliebt. Wird man ja wohl mal sagen dürfen!“

Na, wie liest sich das?

37) Stille

Erinnere ich mich so an meine Jugend zurück, lief da ständig Musik. In der Wohnung, im Auto oder unterwegs per Walkman, später Disc-Man und dann auf dem iPod. Die Musik war meistens elektronisch, düster und natürlich … laut.

Heute bemerke ich immer mehr, dass ich stundenlang ohne Musik auskomme:

  • Arbeite ich zu Hause, herrscht Totenstille, ich kann Geräusche aus dem Nachbarhaus wahrnehmen und vorhersagen, wann der Fahrstuhl auf unserer Etage hält
  • Lenke ich unser Auto, ist zwar das Auto-Radio zwar noch an, aber oft so leise, dass ich geradewegs noch die Sprecher hören kann (früherer Beitrag Radio-Werbung)
  • Lege ich mal wieder eine CD aus alten Zeiten ein, verfalle ich kurz in Nostalgie, kurz darauf geht mir aber der Lärm auf die Nerven

Und dann genieße ich diese Stille. Aber woran liegt das?

  • Vielleicht daran, dass ich älter werde und sich mein Körper schon so langsam mal auf dauerhafte Stille einstellt? Ich hoffe nicht…
  • Möglicherweise auch daran, dass ich mittlerweile auch die Texte vieler Songs verstehe und damit auch wie inhaltslos so manches Werk ist?
  • Oder ist unsere Umwelt in Summe einfach auch lauter geworden? Sind es die Autos, Mopeds, Straßenbahnen, Flugzeuge, Bauarbeiten und Presslufthämmer um uns herum?
  • Sind es die Kids, die uns den Alltag schon genug mit Pokemon, Harry Potter und Fußball-Schlachtengesängen vertonen, so dass ich keinen weiteren Bedarf mehr an Stimmen und Klängen habe?
  • Oder eventuell die ganzen Assistenzsysteme, die uns zusätzlich mit Geräuschen beglücken? Zum Beispiel Gurtwarner, Park-Pieper, Ansagen in Bahnhöfen und Flughäfen oder alle anderen Gongs, Erinnerungen, Warnungen mit denen man uns irgendetwas mitteilen will
  • Oder ist auch der Digital-Lärm, der das seinen Anteil hat. Ich meine so etwas wie Likes, Posts, Downloads, Kommentare, E-Mails, What’s-App-Nachrichten, News-Ticker, Pulszähler, Schrittzähler, Kalorien-Zähler, Push-Nachrichten, Fußballergebnisse und Wetter-Prognosen

Vermutlich alles zusammen, oder?

Ich erinnere mich sehr gern an eine Lodge in Knysna / Südafrika, das ist nun schon 15 Jahre her. Die befand sich mit zwei anderen Lodges im Wald, weit weg von der Garden Route. Nach der Ankunft am Haus, schalteten wir das Auto ab, gingen durch den Wohnbereich hindurch zur Terrasse und schauten überrascht auf ein kleines Tal. Da herrschte absolute Stille. Bis auf ein paar Grashüpfer. Ich hatte bislang noch nie solch eine Stille gehört. Seitdem bin ich fest überzeugt, dass man Stille hören und genießen kann.

Frühere Beiträge zum Thema:

PS: Seit längerer Zeit habe ich zum Stichwort „Stille“ ein paar Text-Fragmente in meinen Notizen gespeichert.

Ein aktueller Beitrag von Sovely auf https://murmelmeister.com hat mich angeschubst, meine Gedanken zur Stille endlich zu veröffentlichen

https://murmelmeister.com/2019/08/19/senses-hearing/

 

45) Eine gute Tat am Tag

Aktuell ist es in Berlin halbwegs erträglich. In den Ferien sind weniger Einwohner in der Stadt unterwegs, aber in ein paar Tagen ändert sich das wieder. Dann wird wieder gedrängelt, geschubst und genölt. Die Menschen werden wieder ruppiger, lauter und man tut alles dafür, Hauptsache seinen Arsch vorwärts zu bringen. Wen dieses „Gegeneinander“ auch so stört (…. und ich hoffe, da gibt es noch jemanden), der kann gern mal etwas ausprobieren.

Ein gute Tat am Tag. 

Och nö! Was soll‘n das jetzt hier du Weltverbesserer. Das kannst du gerne machen. Aber das wird nie etwas. Die Welt tickt nun mal anders du Träumer. Da kannst du dir gern einen abrackern. Es macht einfach keinen Sinn, einen Schritt zurückzutreten, wenn alle anderen weiterhin nur ihren Kopf durchsetzen wollen. Du gibst was, aber dir gibt nie jemand etwas zurück. Lass es doch einfach sein!

Mhm, nein. Es gibt da durchaus noch Hoffnung:

Situation 1) Letzten Freitag im Super-Markt, die Schlangen an der Kasse sind lang. Vor uns eine Frau mit vollem Wagen, wir haben unseren Wagen auch ordentlich beladen. Das Pärchen hinter uns hält drei Packen Bratwürste in der Hand. Wie romantisch. Ich schaue ihnen in die Hände, dann in die Augen und frage so etwas wie „Sagt mal, habt ihr nur die drei Würstchen da?“ Beide nicken artig. „Na dann kommt mal beide vor“, sage ich. Die Dame vor uns kommt entweder A) in Zugzwang oder B) hat auch noch eine gute Tat offen. Sie bietet das Gleiche an und schwupp die wupp, ist das Pärchen samt Würstchen durch die Kasse. Und? Ist das nun schlimm? Nein! Die beiden bedanken sich noch mal, winken und ziehen von Dannen. Habt einen schönen Abend!

Situation 2) Am Montag in der S-Bahn in Richtung Süd-Ost. Ich stehe an der Tür und höre Musik. Auf einmal höre ich eine Ansage durch meine Kopfhörer hindurch. Zunächst vermute ich das übliche Gelaber wegen Baustelle, Verzögerung oder Schienenersatz-Verkehr. Aber es kommt anders. Der Text wird länger als sonst und ich ziehe die Stöpsel aus den Ohren. Ich höre nur noch den Rest der Ansage. In etwa so: „… tja, nun werden sie sich fragen, was ich jetzt hier über die Lautsprecher von ihnen will … ich wollte mich einfach mal nur bedanken, dass sie heute so zügig ein-und ausgestiegen sind. Deshalb werden wir die Endhaltestelle auch pünktlich erreichen. Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag … ihr heutiger Lok-Führer“.

Manche Fahrgäste schüttelten den Kopf, andere wiederum schmunzelten in sich hinein. Die hatten es kapiert.

Wir erreichen so langsam die Endhaltestelle und mir kommt die Idee zu diesem Beitrag. Aber, um den wirklich rund zu machen, würde ich am liebsten nach vorn zum Lockführer gehen und … ihm irgendwie … etwas … sagen. Eine Endhaltestelle bietet sich für so etwas bestens an. Also los. Wenn nicht jetzt, dann niemals.

Ich laufe nach vorn zum ersten Wagen und klopfe ans Fenster des Lok-Führers.

„Tach’chen, sagen sie mal, ´ne Frage … haben sie uns gerade gefahren?
Stolz setzt ein kleiner Mann seine rote Dienst-Mütze auf und sagt grinsend … „Jawohl, das habe ich“. 

„Danke dafür, ich wollte Ihnen auch einen schönen Tag wünschen“, sage ich, setze die Kopfhörer wieder auf und laufe gut gelaunt zu meinem Ziel.

Geht doch!