362) Mega-Multi-Meta-Factor

Wer kennt das nicht? Da sitzt du am Computer oder Tablet, willst schnell etwas bestellen oder einfach nur deine Millionen von links nach rechts schieben und dann …. eilst durch die Bude … weil auf dem Handy eine SMS samt PIN angekommen ist. Deine Daumenspitze für eine Freigabe verlangt wird. Oder von der Kreditkarte eine dreistellige Nummer abzutippen ist, die du dir einfach nicht merken kannst. Risikofaktor, Angstfaktor, Erfolgsfaktor, Nervfaktor … Zweifaktor, Multifaktor.

Na immerhin bleibt man bei dem Online-Gedöns immer schön in Bewegung. Aber mal sehen, wo das mal noch hinführt.

Irgendwann muss man dann wohl …

  • Speichelprobe auf den Homebutton geben
  • Haarspitzen und Hautschuppe scannen
  • Real-time-Foto vom Muttermal an Po-Backe machen
  • Polizeiliches Führungszeugnis uploaden
  • Bürgschaft vom Arbeitgeber beilegen
  • Post-Ident-Verfahren durchlaufen
  • Unbedenklichgkeitsbescheinigung vom Vermieter anfordern
  • Vertrauensbeweis des Ehegatten einreichen (das wird nicht leicht … 😉 )

… nur um eine Toner-Kartusche zu bestellen oder ein Bahnticket zu buchen.

Man o Man.

Willkommen bei der Mega-Multi-Meta-Factor-Authentication!

PS: Beim Thema Home Button, fällt mir meine Beitragsreihe Smartvid wieder ein.
Kurz nach Auftauchen des Corona-Virus spekulierte ich, ob nicht vielleicht die verkeimten Smart Phones die Ursache des Schlamassels sein könnten. Ick‘ weiß ja … Eigenlob stinkt … trotzdem jut.

Hier gern noch mal der Reihe nach lesen:

14 Kommentare zu „362) Mega-Multi-Meta-Factor

  1. Das mit dem Handy suchen beim Bestellen oder Einloggen passiert mir auch dauernd – und die fehlende Lesebrille, die liegt auch immer in einem anderen Zimmer. Ansonsten sind Deine Vorschläge zur weiteren Verifizierung gar nicht so weit weg von der Realität (Blut- oder Urinproben, na das wird lustig). Schön’nen Abend.

      1. Jenau, ebenfalls. Unsere Bank im Ort hat sich aus dem Staub bzw. in die nächste Stadt gemacht, wo wir zu deren Öffnungszeiten kaum hinkommen, ohne von der Arbeit freizunehmen. Hoch lebe das digitale Zeitalter!

  2. Ich stelle mir gerade vor, wie das so funktioniert, wenn man mobil (z. B. im überfüllten Regionalexpress) unterwegs ist und seinen Kot/Code eingeben muss. Da würde es ja schon mit einer Pipi-Probe schwierig, ohne öffentliches Ärgernis zu erregen. Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu weit unter der Gürtellinie.

  3. … und wenn dann der kollektive Frust über die zwei, drei, vier-Fünfachauthentification groß genug sein wird, kommt eine Europa-oder Weltbürgerinitiative auf die Idee der Volksabstimmung zur Abschaffung dieser Verfahren und endlich der Einführung des universellen, eineindeutigen Indentificationimplantats. Dann haben sie uns – alle.
    Bleibt nur zu hoffen, dass die demokratische Umsetzung genauso schwierig ist wie bei der Abschaffung der Sommerzeit.

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