311) Kopfkino beim Bowling

Karfreitag, bewölkt, 10°C. Was kann man da machen? Bowlen zum Beispiel. Und wenn man zu fünft oder sechst spielt, hat man zwischendurch ausreichend Gelegenheit, die Spieler auf den anderen Bahnen zu beobachten. 

Ganz besonders dann, wenn sie nach ihrem Wurf zurück an ihren Tisch kehren. In den Gesichtern kann man dann alle möglichen Emotionen sehen. Euphorie, Glück, Stolz aber auch Frust, Zweifel und absolute Niedergeschlagenheit.

Aber es ist ja auch nur die Mimik, die wir da sehen, wer weiß was sie in dem Moment so denken.

Tjaaa, das gibt genügend Raum zur Spekulation. Aber lest selbst 😉

Bahn 1: 
„Beim letzten Mal, da war ich doch noch Niederlassungs-Champion. Die Bahn ist schuld, ganz klar. Voll schief das Ding, das sieht doch ein Blinder. Es geht bergab mit dem Land. Kacke man.“

Bahn 2:
„Hah, Strike. Ja ich bin der Obermacker. Mein Kopf sieht aus wie eine Bowling-Kugel, meine Plauze auch, aber ich kann‘s halt, ne? Yippie ya ya yippie yeah Schweinbacke, mir scheint die Sonne aus dem Arsch. Is‘n das für‘n Schlumpf da auf Bahn 1?“

Bahn 3: 
„Mhm, keine Ahnung wie das Ding da hinten angekommen ist und alles abgeräumt hat, aber wenn die alle jubeln, dann freue ich mich mal auch und zucke verlegen mit den Schultern.“

Bahn 4: 
„Hi Hi Hi, sind die hier ja alle blöd und wie sich da so affig bücken an der Linie. Man muss doch dieses „Ball-Dings mit Löchern“ hier nur weit genug werfen. Weeerfäään, man. Meine Güte, sind die alle doof.“

Bahn 5:
„Also die Mutti da auf Bahn 3, das ist ja schon ein scharfer Feger. Und wie die spielt. Wow. Wenn ich doch nur auf Bahn 2 spielen könnte, aber die ist durch so einen breitbeinigen Stiernacken belegt, der sich ständig um die Brust trommelt.“

Bahn 6: 
„Was macht die denn da auf Bahn 4? Wir sind doch hier nicht beim Kugelstoßen. Da dreht sich ja jedem Fußbodenleger der Magen um!“

Bahn 7:
„Ui, Ui, Ui, mir ist ja auf einmal so schwummerig … was ist nur los? Vielleicht sollte ich doch mal langsam auf Wasser umsteigen?“

Bahn 8:
„Mensch, ich kriege heute aber heue auch gar nichts gebacken, ich schüttle mal besser die Hand, schreie „Autsch“ und schiebe das, für alle hörbar, auf die Büroarbeit.“

Bahn 9:
„Oahhhh, was. Noch 45 Minuten? Was mache ich hier nur? Ich könnte so schön auf der Couch liegen und Sportschau gucken!“

Bahn 10:
„Meine lieber Scholli, hatte ich vor Corona auch schon solche Schweißfüße? Also meine Schuhe sollten sie dann besser nicht gleich wieder verleihen.“

… So oder so ähnlich wird‘s wohl gewesen sein

PS: Die Bahnnummern sind rein willkürlich gewählt, ich braucht da nicht anrufen, um nachzufragen auf welcher Bahn wir gespielt haben. Aber Bahn 10 war es nicht 😉

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5 Kommentare zu „311) Kopfkino beim Bowling

    1. Danke Belana Hermine, hat Spaß gemacht. Jedes Mal muss ich ein Foto von mir da lassen, für ihre „Straße der Besten“ 😉
      Schönen Sonntag!

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