283) Bomben

Die Nachrichten aus der Ukraine sind sehr beunruhigend. Wenn ich die Videos aus Kiew sehe und die Sirenen höre, läuft es mir kalt den Rücken runter. Passend zum Thema wurde heute gegen Mittag hier um die Ecke eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Das Ding soll gegen Mitternacht entschärft werden. Man ist nervös. Vor 30 Minuten wurde der Sperrkreis von 250 Meter auf 500 Meter erweitert. Laut RBB werden aktuell 9.000 Menschen aufgefordert, die Wohnungen zu verlassen. Wir packen eine Tasche mit dem Nötigsten und schauen aus dem Fenster, um die Entwicklung zu beobachten. Das Blaulicht kommt näher, stagniert aber an der nächsten Querstraße. Die Polizei spricht per Megafon ins Viertel hinein, die Fenster werden schritt für schritt dunkel. Wir bleiben ruhig, bis wir weitere Anweisungen kriegen.

Na prima.

Dieses Ding ist 80 Jahre alt und gammelt hier unter der Erde und in Kiew fallen neue Bomben vom Himmel.

Widerlich. Unnötig.

Wir melden uns

4 Kommentare zu „283) Bomben

  1. Das hatten wir gerade auch erst mit einem Bombenfund. Kommt hier in unserem Stadtteil ziemlich oft vor (nahe am Hafen).
    Also good luck.
    An so einem Tag ist das aber auch nochmal anders besonders. Wir haben den Schrott nach Jahrzehnten nicht beseitigt und woanders werden neue abgeworfen.

    1. Danke Frau Momo. Ja, direkt in der Innenstadt haben wir das nicht so oft, aber es gibt noch genügend Grundstücke die seit Kriegsende brach liegen. Für unsere Kinder ist das gruselig, aber den Kindern in Kiew ist es erst recht gruselig … insofern hat es auch was „positives“ … zumindest hier …. denn wir können erklären … die Kids dort müssen Angst haben

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