282) Corona-Lektionen 114

Vor knapp zwei Jahren, habe ich mich mit meiner anstehenden Dienstreise nach >Bukarest befasst. Nichts Besonderes. Hinflug, Arbeiten, bisschen Sightseeing, Rückflug. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, dass es die letzte dienstliche Auslandsreise für mindestens mal zwei Jahre, wenn nicht gar noch länger sein würde. Na ja und den Rest kennt ihr ja dann. Aussetzen des Flugbetriebs, Lockdown, Höhlen-Office … etc pp.

Ein paar Gedanken der letzten Tage:

Lockerung:
Nun wird mehr und mehr über Lockerung von Anti-Corona-Maßnahmen diskutiert, konkrete Beschlüsse liegen vor. Ja, ich setze das Wort „Anti“ vor die „Corona-Maßnahmen“ denn das kommt mir manchmal zu kurz. Da wird schnell auf die „Corona-Maßnahmen“ geschimpft und gleichzeitig feiern sich „Corona-Gegner“ auf „Anti-Corona-Demos“ als Freiheitskämpfer. What? Da frage ich mich manchmal wer hier eigentlich gegen was kämpft. Ich habe mich dazu schon im November 2020 in >Corona-Lektionen 53 gewünscht, dass man doch bitte auf die Wortwahl achten sollte.

Freedom Day:
Noch so ein Schwachsinnsbegriff und da halte ich es wie die Frau Momo auf ihrem Blog. Die meisten Bundesbürger haben je in Unfreiheit gelebt und es ist ja wohl obernaiv, dass an diesem magischem Datum alle Beschränkungen fallen. Dieser Begriff suggeriert ein fortdauernde Entspannung, eine nie wiederkehrende Diskussion, eine Abgeschlossenheit, eine Zeitenwende, einen „point of no return“ und einen finalen Sieg über den Gegner. So wie in „Independence Day“ oder am „D-Day“ in der Normandie. Ich sehe unseren Kanzler schon mit Zigarre auf der Kanzel eine Jagdfliegers kleine Ringe in die Luft blasen. Vorsicht mit solchen Begriffen, sonst gibts nach der Siegesfeier einen dicken Kater im Herbst und das wird dann schwierig zu erklären sein.

Coronarer Auswurf:
Die Berliner Morgenpost schreibt am 19.02.2022 über die Raumsonde „Solar Orbiter“ und über einen „koronalen Massenauswurf“, den sie gesichtet hat. Na? Sag‘ ich doch. Es ist noch nicht zu Ende. „Coronarer Massenauswurf“. Ekelhaft. Würg. Rotz. Spuck. Flatsch.

Muskelspiele:
Ein paar Seiten weiter schreibt die Zeitung über Elon Musk, der angeblich ein Hitler-Bild auf Twitter veröffentlichte, mit dem Titel „Hört auf mich mit Justin Trudeau zu vergleichen“. Widerlich. Angeblich unterstützte Musk die Proteste der Kanadischen Trucker gegen die „Corona-Politik“. Da haben wir es schon wieder. Wortwahl. „Corona-Politik“.

Homeoffice:
Wenn alles so weiter läuft, besteht zumindest seitens Gesetzgeber ab Mitte März keine Homeoffice-Pflicht mehr. Verrückt. Soll das etwas heißen … wir könnten vielleicht wirklich … zurück ins … B … bbb …bb … orü … mhm … üro? Hilfe! Das ist jetzt aber doch etwas spontan oder? Was sollen wir denn anziehen? Sollte mal schnell ein paar Hemden bestellen, bevor die ausverkauft sind? Sind Hemden das neue Klo-Papier?

In diesem Zusammenhang möchte ich gern noch einmal die Beiträge

bringen.

Eigenlob stinkt zwar, so sagt man, aber in dem Falle nicht 😉

<— Corona-Lektionen 113

–> Corona-Lektionen 115

6 Kommentare zu „282) Corona-Lektionen 114

  1. Bei mir wird es nicht ganz so hart. Ich war ja fast nie gar nicht im Büro. Also das mit dem Anziehen funktioniert noch so leidlich. Zum Glück ist es ja auch noch so kalt, dass man es merken würde, wenn man nur bis zum Bauchnabel, oder wie weit die Laptop Kamera halt geht, bekleidet das Haus verlässt 🙂
    Und wir kehren schon seit dieser Woche zur dann wohl dauernden Normalität zurück. Drei Tage Büro, zwei Tage Zuhause. Eindeutig ein Corona Gewinn. Vor 2 1/2 Jahren hätte ich mit Dienstlaptop und Home Office gar nicht kommen brauchen.
    Ich habe neulich in meinem Lieblings Second Hand Laden mitbekommen wie die Inhaberin zu einer Kundin sagte, bringen Sie bitte kein business Klamotten, die werden nicht mehr gekauft. Wir nehmen nur noch legere Klamotten für Zuhause an 🙂 Das wird dann jetzt schwierig, wenn die Nachfrage wieder steigt.
    Meine Rede, die wahren Corona Gegner sind wir, die wir uns haben impfen lassen, die weiter stur Masken tragen, die weiter auf Abstand achten.

    1. Spannende Zeiten. Meine Kollegen in Bengaluru/Indien werden Stück für Stück wieder in die Büros gerufen. Jeder ist aufgeregt, manche sehen ihre Chefs zum ersten Mal face2face in Person … 😉
      Verrückt irgendwie

  2. Eigenlob stinkt… so, so… Kannst dich gerne für deine Gedanken loben, die du mit uns geteilt hast. Es sind gute Gedanken, so meine Wahrnehmung. Dankeschön fürs Teilen. 🙂

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