74) Welcome back home

Ein Frohes Neues Jahr noch, liebe Leser. Da blieb nicht viel Zeit für einen ausgedehnten Hangover. Der Alltag ist zurück, und mit ihm all die nervenden Kleinigkeiten

Ein Auszug:
1. Noch im alten Jahr wurden wir informiert, dass irgendwelche Honks an der Schule gezündelt haben und daher der Unterricht „erst einmal online“ stattfinden muss. Gut, vielleicht sogar besser so. Dann können die Kids zu Hause etwas ausdünsten.
2. Die Rückfahrt von Dänemark dauerte dann zähe 9 Stunden. Vermutlich hatten sich die Familien eine spontane Verlängerung der Ferien erhofft und fuhren dann erst am Sonntag von der Nordsee zurück, so dass wir uns dann alle am Drive-In kurz nach Rendsburg trafen.
3. Etwas später trafen wir dann noch auf die Urlauber, die von der Ostsee kamen. So standen wir alle nett am Kreuz Wittstock/Dosse und glotzten auf die Rückleuchten des Vordermanns. What a pleasure! Aber immerhin ganz Corona-konform, jeder in seinem Auto und ich hatte gute Hörbücher + Podcasts dabei.
4. Endlich zu Hause angekommen, folgte dann das gemeinsame Auto ausräumen. Hier erspare ich mir weitere Ausführungen und verweise auf den Beitrag >Volle Packung.
5. Eine Hand voll Briefe wartete auf uns, unter anderem einer, der mich wie folgt begrüßte: „Hallo T., Du bist uns 0,06 Cent wert“ und weiter dann „Deine Adresse haben wir für 0 EUR und 6 Cent gekauft, um dich als Kund*in zu gewinnen“. Na vielen Dank ihr Nervbacken … ich will nicht eure Kund*in sein! Niemals! Rundablage!
6. Die Papiertonne ist immer noch überfüllt, das war sie vor Weihnachten schon. Nun kommt noch Spaßfaktor dazu, dass das Licht im Müllraum nicht mehr geht. Das macht große Freude, besonders wenn man keine Handy-Taschenlampe dabei hat.
7. Die Corona-Warn App schlägt mal wieder rot aus. Es gab da wohl eine Begegnung in Dänemark. Nur schwer erklärbar. Ich sammele die Meldungen jetzt und mach‘ mir zusammen mit den Impf-Barcodes irgendwann ein hübsches Album draus.
8. Die Dachdecker vom Haus gegenüber, hatten über über die Feiertage große Plastikplanen über dem Dachstuhl verspannt. Das macht nun einen Höllenlärm, wenn der Wind mit 20 km/h Wind die ganze Nacht da drauf geht. Selbst bei geschlossenem Fenster wurde sozusagen die ganze Nacht geböllert, aber die Straße sehen diesmal immerhin sauber aus.
9. Update von der Schule: Die Schäden nach der Brandstiftung müssen noch aufgenommen werden, man geht mal bis zu den Februar-Ferien von Home Schooling aus. Na großartig! So viel zu „erst einmal online“.
10. Und was soll ich sagen? Mal raten? Genau. Nichts vorbereitet, keine Aufgaben online. Nüscht! Ich verlange ja nicht, dass Lehrer extra ihren Urlaub abrechen, aber es zeigt doch wieder, wie weit wir von digitalem Lernen weg sind. Sei es im Falles eines Lockdowns, eine Klima-Katastrophe, oder wegen einer Brandstiftung.

Welcome back home, es hat sich nichts geändert 😉

7 Kommentare zu „74) Welcome back home

  1. „Nichts Neues“ kann ja auch was Gutes haben. Man kann langsam in die Gewohnheiten (der vergangenen 2 Jahre) zurückgleiten.
    Das mit der Schule ist schon starker Tobak. Hört sich an, als wären die Damen und Herren dort sogar ein wenig froh darüber. Aber so ein Switch zu online sollte doch eigentlich kein Thema mehr sein. Das ist so das, was mich daran etwas verwundert.
    Wie auch immer: Welcome back und viel Spaß wieder in der HomeOffice-Höhle mit besten Wünschen aus dem Wechsel-Home-vor-Ort-Office.

    1. Danke Belana Hermine und Willkommen 2022.
      So spült der Alltag immer neue Blogbeiträge vor die Höhle … 😉

      Bei diesem Switch sind wir noch lange nicht. In Unternehmen geht das ja mittlerweile, weil alles irgendeine in der Cloud liegt, was man dann 24/7 everywhere nutzen kann. Im deutschen Bildungswesen schaut man immernoch ganz verdutzt, wenn es mal eine Störung gibt. Und ich habe es schon zigmal hier kommentiert, Corona ist da nur „ein“ Grund für mich, die Schule digital zu machen (die kann ja dann immer noch in Präsenz stattfinden), aber es hätte dann auch Potenzial über neue Anwesenheitskonzepte / Mobilitätskonzepte / Dezentralisierungskonzepte nachzudenken … aber ich glaube, da hat „man“ Angst vor

  2. Das mit der digitalen Schule (und Behörden) ist wie mit einem Federkissen. Man haut rein, es gibt kurz eine Delle und dann plustert sich das Kissen von allein wieder auf. Zustand unverändert 😉

  3. Wittstock-Dosse… mein Albtraum-Kreuz, an dem es mich mal vor Jahren elegant von der Fahrbahn in die Böschung gehauen hat. Damals war das Ding Baustelle und selbst die Polizei hat von einem Bußgeld wegen meines Fahrfehlers abgesehen, weil ich nicht die erste war, die es da von der mies gesicherten Straße gesemmelt hat.
    Klingt alles ein bisschen danach, als sei die Erholung, die Ihr hoffentlich in Dänemark gefunden habt, schnell wieder verflogen…
    Meine finnische Kollegin kommt aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus, was den digitialen Unterricht hier angeht. Etwas, was den Finnen in der Corona Zeit die wenigsten Kopfschmerzen bereitet hat.
    Nichts desto Trotz: Frohes neues Jahr!

    1. Danke Frau Momo, ja, das Kreuz Wittstock-Dosse sorgt für Freude. Auf oder neben der Bahn 😉
      Zum Thema Digitaler Unterricht, melde ich mich noch mal mit 1-2 Beiträgen. Bis dahin, einen guten Start ins Jahr 2022

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