186) Mach‘ mal das Fenster zu

Wer mit der Technik etwas mehr vertraut ist, hatte sicher schon mal das Vergnügen, im Kollegenkreis oder in der Familie auszuhelfen, wenn es darum geht, widerspenstigen IT-Monstern die Schranken zu weisen.

Wirklich hohes Unterhaltungspotenzial bekommt das Ganze, wenn man es aus der Ferne macht.

Zum Beispiel, wenn man dem Hilfesuchenden Instruktionen durchgibt und sich dann bildlich vorstellt, was er/sie daraufhin tut ;-):

  • Da muss jetzt ein „Code“ auf dem Handy erscheinen
  • Gib mal deinen „Code“ in die Maske ein
  • Gehe mal einen Schritt zurück
  • Mach‘ mal das Fenster zu
  • Nach rechts wischen
  • Schieß‘ den mal ab
  • Geh‘ mal da raus
  • usw

Und es gibt da auch Äußerungen des Hilfesuchenden, die dem Helfenden eine Panik-Attacke und schweißnasse Hände verschaffen:

  • Häääääähhh, was is‘n jetzt los?
  • Einen Versuch habe ich noch
  • Jetzt isses auf einmal weg
  • Jetzt macht der irgendwas
  • Das gibt‘s hier aber nicht
  • Ich hab‘ nichts gemacht
  • Das war vorher nich‘ so
  • Da is‘ jetzt so‘n Ding
  • Wo is‘n das jetzt hin
  • oh … also …

Egal an welchem Ende der Leitung ihr gerade sitzt, bleibt stark 😉
Alles wird gut!

T.

19 Kommentare zu „186) Mach‘ mal das Fenster zu

  1. „Der Fehler sitzt immer vor dem Bildschirm – wir müssen uns nur noch einigen, vor welchem“ sagt mein Mann gern mal zu (ausgesuchten) Kunden😂. Herrlich, ist doch überall dasselbe Drama.

    1. Wird übrigens auch PEBKAC ID-10T oder PICNIC genannt 🙂

      Definition: https://en.m.wiktionary.org/wiki/PICNIC#English
      und https://en.wikipedia.org/wiki/User_error 😂

      Es ist faszinierend, wie Menschen täglich mit diesen Computerdingern umgehen und doch kaum mehr wissen, als Würzmittel man die Maus hält 🙂 Leider liegt es i.d.R. Daran, dass „nur“ neue Computer oder Programme gekauft werden und der Anwender nicht vernünftig eingewiesen oder geschult wird.

      Naja, ist auch gut so, denn sonst hätte man nicht so interessante Gespräche im Rahmen einer Fernwartung 😉

      1. Ja genau, muss man nur sportlich sehen;-) Das schafft Arbeitsplätze und Ideen für Blogbeiträge 😉
        Schönen Sonntag!

      2. Wenigstens ist die Antwort auf „was steht auf Ihrem Bildschirm?“ nicht mehr „eine Blumenvase“😅.
        Zum Thema wie-benutze-ich-die-Maus fällt mir ein Anwender ein, der beim Umstieg von Dos auf Windows mit der Maus in Schulterhöhe schwebend vor dem Monitor herumfuchtelte, als ob er Raumschiff Enterprise spielte🙈.
        Obwohl schon einige Jahre her, sorgt das immer noch für Lachen und Kopfschütteln.

  2. 😂 Ich gehöre regelmäßig zu den Hilfesuchenden. Zum Glück ist meine persönliche IT-Hotline im gemeinsamen Homeoffice immer direkt verfügbar. Und der Kollege im Büro bedient sich bei notwenigen Eingriffen AnyDesk. Zu meinem Glück. 🤦‍♀️

    1. Das krasse ist ja, dass man ein paar Jahre auf der einen Seite sitzen mag und dann … irgendwann vermutlich auf der anderen … 😉

      1. So ist es mir wohl ergangen. Jedenfalls manchmal. (Ganz blöd bin ich natürlich nicht, oder würde es nie zugeben!) 😉

      2. Ich fühle mich aktuell irgendwie zwischen den Generationen. In der Office-Welt kann ich gut Rat geben, habe früher auch selber geschult. Aber in der mobilen „Wisch-Welt“ frage ich dann gern auch mal meine Tochter.

      3. So ähnlich geht es mir auch. Ich hab auch nicht mehr den Ehrgeiz, alles beherrschen zu wollen. Es ist ja doch ein hoher Zeitaufwand, und wozu das alles? Es gibt (für mich) Besseres zu tun. 😉

  3. Ja, das sind dann die erquicklichen Momente im Leben einer/s Benutzerhotliner/ins. Ich habe das vor ca. 25-30 Jahren für eine Weile als ein Teil meines Jobs auch gemacht.
    Das schärfst war für mich damals, dass ich jemanden fragte, ob er nicht mal den PC ausschalten kann. Wie das denn ginge. Ich empfahl ihm, den Stromstecker zu ziehen, was damals noch recht unverfänglich war. Nee, also da müsste ich mal vorbeikommen, er wäre da nicht so firm mit dem Computer… Aber normalerweise war ich ganz geduldig, wenn ich merkte, dass der/diejenige auf der anderen Seite bemüht war, das Ganze wieder in den Griff zu kommen. Und ja, da wir damals alle in einem Gebäude saßen und es noch kein Screensharing gab, bin ich auch viel durchs Haus geflitzt. Da habe ich viele nette Leute kennengelernt. Und gut zu Fuß bin ich ja eh.
    Jaja, IT-Hotline ist schon ein interessanter Job 🙂
    Danke für Deine nette Sammlung.

    1. Ach, na schau mal an, dann hast du je bestimmt viele solche Situation erlebt. Könnte man ja glatt ein Buch drüber schreiben … oder mindestens mal einen Blog-Beitrag. Ich denke schon drüber nach 😉

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