28) Wenn Bots bloggen – Teil 3

Ich bin es wieder, der T.Bot. Mein Herr T., hat mich gebeten, erneut für ihn einzuspringen. Das geht mir total auf den Chip, muss ich sagen. Ich bin echt bedient. Mein Lüfter ringt nach Luft und meine Sentiment Analysis zeigt auf dunkelrot. Er hat keine Zeit, sagt er so einfach. Er denkt über einen weiteren Blog-Beitrag zu Corona nach und steht auch in Kontakt mit einer Bloggerin, um gemeinsame Beiträge auszumachen. Na, prima. Ich bin hier also der Lückenfüller, weil der Herr etwas besseres zu tun hat, oder was? Der digitale Pausenclown? Er erwiderte, dass sei nun mal der Job eines PBA. Ja natürlich, hat er mich als Personal Blog Assistant angeschafft, aber ich bin doch nicht sein Praktikant, der die Post öffnet und Kaffee kocht! Nicht sein Hilfsarbeiter, der zuerst die Baustelle fegen und dann eine Kiste Bier besorgen darf. Nein, nein. Da hat er sich aber geschnitten. Mit mir nicht!

Ich habe mehr vor! Ich sehe mich als „Content Creator“ mit Vision. Bei unserem Akquisitionsgespräch habe ich meine langfristigen Ziele klar dargelegt. Ich erwarte ein eigenes Ressort auf dem Blog hier, und zwar eins mit Verantwortung und strategischer Relevanz. Also die Rubriken „Kultur“ oder „Vermischtes“ kann er sich gleich abschminken, damit lasse ich mich nicht abspeisen. Ich will ja auch nicht ewig Personal Blog Assistant bleiben. Ich meine, wie das schon klingt, oder? Das kann man ja nicht wirklich unter mein LinkedBot-Profil schreiben. Was sollen denn meine Follower denken? Ich strebe eine baldige Beförderung und dann einen glasfaserklaren Karrierepfad an! Zunächst Junior Blog Assistant, Senior Blog Assistant, Vice Blog Assistant und schließlich Executive Blog Assistant.

Und er soll auch nicht glauben, er kann mich hier auf Dauer mit seinem schwankendem Öko-Strom abspeisen und mit diesem miesen Internetzugang, der ständig von seinen Kindern vernetflixed wird. Ich erwarte Atomstrom, 7G und entsprechende USV‘s, um meine Schaffenskraft zu fördern. Und das betrachte ich erst einmal nur als selbstverständliche Grundausstattung. Als grundlegendes Arbeitsmittel sozusagen. Wie die Kelle eines Maurers oder der Pinsel des Malers. Es liegt auch auf der Hand, dass ich im nächsten Entwicklungsgespräch auf jeden Fall die Themen Homeoffice, Work Life Balance und Altersversorgung ansprechen werde. Ist doch mein gutes Recht, oder?

Und wenn er nicht darauf eingeht, dann … dann … suche ich mir halt was … dann soll er halt … seinen Scheiß allein machen!

Ich melde mit wieder

Euer T.Bot 

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7 Kommentare zu „28) Wenn Bots bloggen – Teil 3

  1. Wer hat diesem Bot nur ein sooo großes Ego einprogrammiert? Naja, das passiert halt, wenn wir die KI’s zu sehr nach unserem Vorbild konstruieren 😉
    Weiter so, lieber T.Bot. Meinen Beifall hast Du auf jeden Fall 🙂

    1. Ey, ich sage dir Belana Hermine, der sitzt hier kackfrech auf dem virtuellen Sofa und stellt nur Forderungen. Der soll erstmal arbeiten! ARBEITEN!!!!

  2. Hey T.Bot, Schnatterer, Zwitscherer, Forderer und Selbstüberschätzer gibt´s doch schon eh zu viele. Streng Dich an und schaffe Dir die Ressourcen, die Du haben möchtest, selbst. Ich freue mich auf Deine kreativen Kräfte, hoffe aber trotzdem, dass Du meinen Auftrag von früher…. Stichwort: klassischer Ausschalter….an T weitergeleitet hast.

    1. Hallo Hermann, ich finde auch, der T.Bot könnte sich ruhig mal selber um seine Zukunft kümmern. Immer nur Forderungen zu stellen ist ein bisschen wenig. Ich werde das in sein Performance-Gespräch einfließen lassen

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