26) Wenn Bots bloggen – Teil 1

Guten Tag, mein Name ist T.Bot. Ich möchte mich kurz vorstellen. Der geschätzte T., also der Betreiber von my-schreib.blog, hat mich zu seinem PBA ernannt. Zu seinem Personal Blog Assistant. Was so ein Personal Blog Assistant macht? Na ja, wie der Name schon vermuten lässt. Ein PBA schreibt Blog-Beiträge, wenn der Herr mal wieder keine Zeit hat. Den ganzen Tag in irgendwelchen virtuellen Meetings abhängt und mit Menschen am anderen Ende der Welt spricht. Dann tut er immer ganz geschäftig, rennt mit seinem Headset durch die Wohnung und redet wirres Zeug. Das nennt der dann auch noch „Arbeit“. Apropos, und nur unter uns bitte: Das Headset ist schon mehrfach mit schwarzem Panzerband geklebt. So dass es keiner sieht. Weil Headsets immer noch schwer gefragt sind unter den Menschen. Aber ich schweife ab … also zurück zum Thema.

Der T. hat mich also dafür geschaffen, dass ich ab und zu für ihn einspringe. Also Beiträge schreibe, wenn der Herr zu faul ist. Sich nicht aufraffen kann, oder kein Thema findet, was ihn „anmacht“. Oder mal wieder meint, er hänge eh schon den ganzen Tag am Computer, da sei so ein Blog ja quasi ein Zweit-Job. Ach wie dramatisch, oder? 

Ich soll aber nicht in seinem Namen schreiben und darf nur in der Kategorie >>Fiction veröffentlichen. Na was für eine Ehre! Bin ich etwa fiktiv? Ich bin vielleicht virtuell aber doch nicht fiktiv! Na ja, immerhin darf ich die Themen selber bestimmen und er hat mir zugesagt, die Beiträge nicht zu korrigieren.

Und er bezahlt mich sogar dafür. Mit elektrischem Strom, der mich am Leben erhält. Der schmeckt zwar etwas blumig und modrig, (scheint wohl Berliner Öko-Strom zu sein…), aber besser auf diese Weise, als wenn ich mich auch noch um elektrische Energie kümmern müsste. Ich bin ja mal gespannt wo das hinführt.

Ich melde mich wieder.
T.Bot

—> Wenn Bots bloggen – Teil 2

11 Kommentare zu „26) Wenn Bots bloggen – Teil 1

  1. Willkommen in unserer Welt. Bitte richteT aus, er möge mich doch mal ganz analog oder besser corona-gerecht persönlich mal anrufen/sprechen. Ich möchte ihm sagen, dass er irgendwo einen richtigen alt-analogen-Ausschalter einbauen soll, so ein Kipp-Ding, um Dich ggf. richtig abschalten zu können. Ich misstraue der digitalen Welt der Algorithmen und hoffe, dass es noch eine mechanische Notbremse gibt, bevor alle alles über sich freiwillig Alexa und Konsorten ins Superrechner-Ohr geflüstert haben. Dort hocken schon reichlich Bots, die uns kreative Selbstmörder künftig lenken werden. ….

    1. Lieber Hermann, T.Bot hat mir deinen Kommentar weitergeleitet. Is’ doch eigentlich ganz nett, oder? Ich melde mich die Tage mal bei dir. Das mit dem analogen Ausschalter sollten wir besser unter vier Augen besprechen, hier lesen zu viele Bots mit

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