Beitrag 200 – Vom Prenzlauer Berg

Tusch … Töröö ... Ein Prosit, ein Prosit … Happy Birthday … Herzlichen … dreimal hoch … tschakka … kudos … thumps Up … well done … confetti… 200 Beiträge, 1.000 likes … Congrats!

Wie soll es auch anders sein? Mein 200. Beitrag kommt vom … na … richtig … vom Prenzlauer Berg. Nein, nicht Prenzl‘-Berg und auch nicht von Prenzlauer Berg und erst recht nicht aus Greater Area Pankow und schon gar nicht Stuttgart Ost. Sondern vom Prenzlauer Berg. Ganz einfach.

Der Berliner Stadtbezirk, der seit Gründung diverse Reikarnationen erlebt hat. Als Mietskasernen-Viertel in den 1910/1920er Jahren begonnen und schnell gewachsen, war er dem kleinen Mann, seiner Frau und deren vielen Piefkes bestimmt. Durch den zweiten Weltkrieg und in 40 Jahren DDR danach, war die Altbau-Substanz völlig heruntergekommen. Einschusslöcher, Ofenheizung, Etagen-Klo, feuchte Wände, dunkle Hinterhöfe und muffige Keller. Ein riesiger Spielplatz  für uns Kids, ein Treibhaus für intellektuelles und oppositionelles Leben Ende der 80-er Jahre.

Mit der politischen Wende wurde das Proletariat zunehmend verdrängt und das alternative Leben zog ein. Kunst, Kreativität und Anarchie. Party pur. Rammstein im Knaack-Club Mitte der Neunziger … werde ich nie vergessen. Die Epoche hielt nur kurz an und trocknete aus, als die zerschossenen Mietskasernen zu glänzenden Stuck-Altbauten verwandelt wurden.

Die Mieten stiegen an … Verdrängung … Gentrifizierung … ja und den Rest kennt man ja. Heute wohnt hier eher das höhere Einkommen, fährt USV und nippt am Latte Macchiato Glas während der kleine Ferdinand-Frederik beim Englisch-Unterricht weilt und die Luna-Marie-Cataleya dem Junior-Coaching-Kurs schnuppert.

Und so isset jetz’e hier in‘n Kiez:

,.. und das schöne ist … man hat immer was zu schreiben 😉

 

 

6 Kommentare zu „Beitrag 200 – Vom Prenzlauer Berg

  1. Die Schwaben haben den Prenzlauer Berg komplett stuttgartifiziert, d.h. er ist jetzt eine Stuttgarter Exklave, der Pietkong regiert mit Geld und gnadenlosen Verboten… eine Gegend, in der ich nicht mal mit ’nem gewaschenen Mercedes auftreten möchte😄Und was die da essen: Basilikum-Joghurt-Eis, d.h. gefrorene Salatsoße…Und während Muddi in Lemniskaten die Dinkelknödel mit Chiasamen knetet, schnabuliert der Babba auf dem Heimweg von der Kanzlei schnell einen garantiert handmassierten Kobe-Rind-Burger 😄😄😄

  2. Du, da stand ich heute an meiner Selbstbezahl-Kasse und wartete auf meine Prüfung, als der Zugezogene mit seinen drei Bier den ganzen Supermarkt zusammenschrieh, weil seine Prüferin im Weihnachtsstress nicht sofort durch den ganzen Laden joggte. Am Ende schrie er sie an, warum sie denn so langsam laufen würde und beim gehen dann gleich nochmal. Der arme Süddeutsche könnte ja auch zum Späti gehen, kann er gleich sein Bier um 10 aufmachen, da gibt’s dann aber kein Craft Beer. Armes Prenzelberg

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